Nach 18h: Dramatische Ereignisse in den Morgenstunden
Konrad / Kaufmann / Schrey / da Silva / Konopka haben nach 18 Stunden im Porsche 911 GT3 RSR die Führung übernommen. Mit 373 absolvierten Rennrunden betrug der Vorsprung auf die zweitplatzierten Quester / Peter / Vosse / Janis im Duller-BMW bei Tagesanbruch komfortable acht Runden.
Platz drei belegten Aucott / Nacari / Wilson im Ferrari F360 von JMB-Racing.
Tilke / Adorf / Land / Simon, die das Rennen über weite Strecken angeführt hatten, sind nach technischen Problemen auf den vierten Rang zurückgefallen, der Rückstand von Land-Motorsport auf die Spitze betrug sechs Stunden vor Rennende 13 Runden.
Der vorhergesagte Regen ließ länger auf sich warten, als gedacht - aber er kam und ließ im Fahrerlager teilweise sogar etwas Ironie aufkommen: „Eifelwetter". Seit etwa sechs Uhr erschweren starke Schauer das Fahren auf dem 6,140 Kilometer langen Wüstenkurs. Unter diesen Bedingungen schlug die Stunde des Konrad-Lechner-Teams. „Der Regen kommt uns sehr entgegen", sagte Walter Lechner. „Wir hatten zu Beginn des Rennens einige Probleme mit unseren Reifen, die jetzt bei Regen keine Rolle mehr spielen." Franz Konrad ergänzte: „Das Blatt hat sich im Moment zu unseren Gunsten gewendet - perfekt."
Der Leidensweg von Land-Motorsport begann etwa nach zehn Stunden, als die defekte rechte Antriebswelle die Fahrt des in Führung liegenden Porsche 911 GT3 RSR abrupt stoppte. Das Team verlor über eine halbe Stunde, um den Wagen an die Box zurückzuschleppen und das defekte Teil auszutauschen. Nur wenige Stunden später versagte dann auch die linke Antriebswelle ihren Dienst, so dass die Mechaniker rund um Teamchef Wolfgang Land erneut aktiv werden mussten. „Schade, die ersten zehn Stunden lief bei uns alles nach Plan", kommentierte Dirk Adorf. „Im Regen haben wir dann das Tempo bestimmt und waren stellenweise das mit Abstand schnellste Team auf der Strecke."
Von den schwierigen Witterungsbedingungen und dem Pech der Mitstreiter profitierte auch Duller-Motorsport. „Unsere Fahrer sind allesamt Profis, die müssen auch mit diesem Wetter klarkommen", so Teamchef Hermann Duller. „Wir sind mit Platz zwei allerdings noch nicht ganz zufrieden und wollen schauen, ob noch eine Möglichkeit besteht, die Führung wieder zu übernehmen - immerhin stehen uns noch sechs Stunden bevor, da kann noch viel passieren."
24h Bahrain - KS Design
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