24 h Rennen Nürburgring:

Beim 36. ADAC Zurich 24h Rennen auf dem Nürburgring konnte das Team Black Falcon das beste Ergebnis der Teamgeschichte verbuchen: Ein Klassen- und Gruppensieg sowie Gesamtrang 24 wurde in der Klasse V6 bis 3,5L, ein Klassensieg in der Klasse V4 bis 2,5L sowie ein zweiter Platz in der Klasse V5 bis 3L Hubraum erreicht.
Der neu aufgebaute BMW M3 E92 erreichte bei seinem ersten Marathon über die 24h-Distanz trotz eines mehr als halbstündigen Boxenaufenthaltes Gesamtrang 35. Das fünfte Fahrzeug, ein in Zusammenarbeit mit dem holländischen Certainty-Team eingesetzter BMW 130i ereilte leider nach 19 Rennstunden in aussichtreicher Position ein Motorschaden.

„Für uns ist dies ein echtes Traumergebnis", so Teammanager Marc Schramm nach der Zieldurchfahrt. „Mir zwei ersten und einem zweiten Platz konnten wir das Vorjahresergebnis wiederholen und zusätzlich unseren neuen und kaum getesteten BMW M3 E92 über die volle Distanz bringen. Der Ausfall des fünften Fahrzeuges nur fünf Stunden vor Schluss schmerzt uns natürlich trotzdem, hier müssen wir in den nächsten Tagen die Ursache für den Motorschaden analysieren. Jetzt wird aber erst einmal gefeiert und morgen richtig ausgeschlafen."
An ausreichend Schlaf war bei Black Falcon im Vorfeld des 24h-Rennens überhaupt nicht zu denken: Ein Unfall des neu aufgebauten BMW M3 SP7 beim VLN-Lauf vor zwei Wochen bescherte besonders den Mechanikern zahlreiche Nachtschichten. Das Fahrzeug wurde erst am Morgen vor dem Freitagstraining fertiggestellt noch und in der Nacht vor dem Rennen weiter bearbeitet.

„Unsere Mitarbeiter sind für diesen Erfolg bis ans eigene Limit gegangen", so Teamchef Alex Böhm. „Dass die über 80 Boxenstopps so gut wie fehlerfrei abliefen zeigt die hohe Motivation und Professionalität der gesamten Black Falcon Mannschaft. Ihnen gilt angesichts dieses Ergebnisses mein größter Dank."
Speziell der Klassensieg in der Klasse V6 musste allerdings extrem hart erkämpft werden: Über die gesamten 24 Stunden saßen den Fahrern Dieter Lehner(CH), Christer Jöns (D), Bona Ventura(D) und Jürgen Stumpf(D) die Gegner im Nacken. Der Abstand betrug nie mehr als vier Minuten, teilweise sogar weniger als eine Minute.
Der nervenaufreibende Krimi erreichte seinen Höhepunkt als das Fahrzeug nach einem Ausrutscher kurz vor Rennende zum Check in die Box kommen musste. Glücklicherweise waren die Schäden gering und Schlussfahrer Dieter Lehner konnte mit 2,57 min den knappsten Klassen-Vorsprung des gesamten Rennens ins Ziel retten.

Deutlich entspannter gelang der Sieg in der Klasse V4: Schon im ersten Freitagstraining wurde die Pole-Zeit herausgefahren und die Führung während des gesamten Rennens nur in der Startphase für zwei Runden abgegeben. Das schnelle Fahrerquartett mit Teamchef Alex Böhm, Michael Rebhan, Mathias Unger und Marian Winz konnte bereits zur Rennmitte das Tempo reduzieren und lag am Ende mit neun Runden Vorsprung auf die Klassenzweiten auf Gesamtrang 47.
In der Klasse V5 erkämpfte das Fahrertrio Heiko Hedemann (Aachen), Martin Elzer (Riegelsberg) und Ralf Willems (NL) Klassenrang 2 und Gesamtrang 38. Mit nur drei Fahrern war dieses Ergebnis sicherlich am härtesten erkämpft. In der Nacht wurden teilweise Doppelstints gefahren, um den Teamkollegen eine längere Erholungsphase zu ermöglichen. Nach einem nächtlichen Ausfall beim 24h-Rennen im Vorjahr mit gleicher Fahrerbesetzung war die Freude über den Erfolg in diesem Jahr natürlich umso größer.
Der brandneue BMW M3 E92 für die Klasse SP7 bis 4L Hubraum war hingegen von vorne herein auf einer anderen Mission: Ankommen und Daten sammeln war die Zielsetzung für die Fahrer Dillon Koster(NL), Sean Paul Breslin(IRL), Diego Romanini(I) und Jan Slooten(D).
Um die Zielankunft sicher zu stellen wurden die Rundenzeiten deutlich verlangsamt. Der Lohn aller Mühen im Vorfeld war hier eine fast problemlose Fahrt auf Gesamtrang 34, lediglich unterbrochen von einem Problem mit einer Radmutter, welches einen längeren Boxenstopp nötig machte.
Auch neben der Rennstrecke wurde bei Black Falcon in diesem Jahr Vollgas gegeben: In Zusammenarbeit mit Sponsor Sartorius und dem holländischen Certainty-Event Team wurde in der Tower Lounge eine 24h Party mit Live Musik und über 200 Gästen gefeiert. Nach dem Rennen ging die Party dann auch mit den Fahrern und Mechanikern des Black Falcon Teams weiter, die bei diesem Ergebnis auch allen Grund zum Feiern hatten.

Nach einem außergewöhnlichen Wochenende am Nürburgring kehrt bei den Falken jetzt wieder ein Stück Normalität ein. Doch schon in vier Wochen werden die fünf 24h - Fahrzeuge wieder beim 48. Reinoldus – Langstreckenrennen im Rahmen der VLN an den Start gehen und müssen und bis dahin runderneuert werden. Langeweile wird bei Black Falcon deshalb auch im Juni wohl keine aufkommen.
Wir danken allen, die diesen Erfolg ermöglicht haben und freuen uns bereits jetzt auf die 24h Nürburgring 2009.
www.black-falcon.de
- Alexander Böhm- BR Photos
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