Dörr Motorsport, Vorschau 24h-Rennen 2008
Mit einem Großaufgebot an Mensch und Material rückt der Butzbacher Rennstall Dörr Motorsport zum diesjährigen 24h-Rennen
an den Nürburgring an. Die gesetzten Ziele sind klar definiert: Vordere Platzierungen in allen Klassen sowie ein Platz unter den ersten zehn in der Gesamtwertung mit der Speerspitze BMW Z4 Coupé.
Optisch ist Dörr Motorsport längst kein Privat-Team mehr, strukturell gesehen schon. Denn: Alle Arbeiten des Teams werden von den über 70 Mitgliedern ehrenamtlich verrichtet und nur die gemeinsame Liebe zum Motorsport lässt es zu, dass ein privates Rennteam derart groß auftrumpfen kann. Insgesamt vier Fahrzeuge schicken die Teamchefs Rainer Dörr und Jörg Ullmann ins diesjährige 24h-Rennen am 24. und 25. Mai 2008.
Zum Einsatz kommen der Klassensieger des letzten Jahres, der BMW 130i - genannt „Phantom" - (3,0 Liter Hubraum, rund 370PS), der BMW 130i (3,0 Liter Hubraum, rund 300PS), der seit zwei Jahren bei jedem Langstreckenrennen an den Start geht und der BMW 120d (2,0 Liter Hubraum, rund 210 PS), mit dem das Team in der Klasse „Alternative Treibstoffe" mitmischt. Im Zentrum des Interesses von Sponsoren und Öffentlichkeit steht jedoch das BMW Z4 Coupé, der „weiße Riese", mit 3,2 Liter Hubraum und knapp 450PS.
Der Bolide hatte in diesem Jahr schon zwei Auftritte im Rahmen der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft. Den ersten Lauf konnte der Hessen-Renner überlegen für sich entscheiden. Beim zweiten Lauf hat das Team lediglich das freie Training genutzt, um weitere Erkenntnisse über Fahrzeug, Reifen und Fahrverhalten zu gewinnen. Bis zum heutigen Tag haben alle Teammitglieder hart gearbeitet, und jeder ist mit dem Maximum an Energie zu Werke gegangen, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Diesen Einsatz erwartet man im Team auch von den Hauptakteuren, den Fahrern.
Für das BMW Z4 Coupé, das in einer stark besetzten und umkämpften Klasse SP6 antritt, konnte das Team vier hochkarätige Piloten engagieren. Rudi „Mr. Nordschleife" Adams/Ahütte: Reifenentwickler und Testingenieur bei Pirelli, kennt nicht zuletzt durch seine Arbeit die Nordschleife deutlich besser als seine Westentasche. Unzählige Starts in der Langstreckenmeisterschaft und beim 24h-Rennen stehen auf der Habenseite des Kontos.
Michael Funke/Tönnisvorst ist ebenfalls Testingenieur bei Pirelli und hat als Pilot der Tourenwagenweltmeisterschaft schon internationale Rennluft geschnuppert. In diesem Jahr geht er zum elften Mal an den Start zum 24h-Rennen – die Nordschleife kennt er ebenso gut wie den Weg zwischen Arbeit und Zuhause. In Amerika hat sich Arnd Meyer einen guten Ruf „eingefahren".
Der ehemalige Champcar-Pilot arbeitet bei einem namhaften Automobilveredler in der Entwicklung. Meyer fuhr schon beim 24h-Rennen 2007 bei Dörr Motorsport und war am grandiosen Klassensieg des BMW 130i „Phantom" beteiligt. Markus Grossmann und die Nordschleife stehen auf „du und du".
Der erfahrene Pilot fungiert als Trainer und Instruktor und hat schon manchem Rookie die Ideallinie auf der Eifelachterbahn gezeigt. Grossmann ist früher auf der Viper gestartet und hat auch im Rahmen des 24h-Rennens etliche Top-Platzierungen rausgefahren.
Amateure und Profis im Dörr-Auto
Auch wenn das Interesse am weißen Riesen merklich größer ist als an den anderen Fahrzeugen, so ist dennoch in jeder Klasse ein Höchstmaß an Spannung garantiert.
Beispielsweise in der SP6, in der das amtierende Klassensiegerauto - das „Phantom" - an den Start geht. Neben Top-Material kommen auch hier Top-Fahrer zum Einsatz, die sich im „normalen" Leben ihren Unterhalt als Entwicklungsingenieure und Testpiloten verdienen. Anders hingegen beim BMW 130i, dem SP5-Auto. Hier sitzt lediglich ein Pilot hinterm Lenkrad, der auch beruflich mit Autos zu tun hat.
Thomas Frank, Willi Friedrichs und Olaf Hoppelshäuser sind alle in leitender Funktion oder selbstständig – aber weit vom Auto entfernt. Auch in der Klasse der alternativen Antriebe kämpft Dörr Motorsport mit einem BMW 1er Diesel um Ruhm und Ehre.
Hier teilen sich zwei Profis das Lenkrad gemeinsam mit zwei rennerfahrenen Amateuren. Das Rennen wird am 24. Mai 2008 um 15:00 Uhr gestartet. Bei einem planmäßigen Verlauf wird der Zieleinlauf Ende am 25. Mai 2008 um 15:00 sein. Das DSF berichtet in regelmäßigen Abständen an beiden Tagen live vom Nürburgring und der Nordschleife.
Rainer Dörr und Jörg Ullmann zum Rennen
„Unsere Erwartungen sind recht hoch, aber durchaus erfüllbar. Wir wissen, dass jeder im Team sein Bestes gibt – daher gewinnen bei uns auch nicht nur die Rennfahrer, sondern alle. Um die Ziele zu erreichen, benötigt man beim 24h-Rennen auch eine gehörige Portion Glück.
Nur wenn alle Faktoren optimal zusammenarbeiten, ist ein Erfolg wie im vergangenen Jahr möglich. Nicht nur Mensch und Material müssen dabei zusammen passen: Wetter, Konkurrenz, Boxencrew und Verpflegung spielen eine nicht minder große Rolle.
Unser Dank gilt den Sponsoren für die Unterstützung. In erster Linie müssen wir aber allen freiwilligen Helfern danken, die das gesamte Projekt durch ihr Engagement erst möglich gemacht haben."
- Redaktionsbüro Meuren / BRfoto-
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