
In dem wohl turbulentesten Rennen 24h-Rennen der vergangenen Jahre, konnte sich das von FH Köln Motorsport betreute VLN Honda Junior Team mit der Besetzung Benjamin Koske, Nicole Müllenmeister, Marc-Uwe von Niesewand, Daniel Ortmann am Ende knapp gegen die starke Konkurrenz im hartumkämpften Honda Civic Cup durchsetzen – Nach Problemen am Start als allerletztes Auto ins Rennen gegangen am Ende vor 210.000 Zuschauern Klassensieg und Gesamtplatz 40.
Starker Regen beim Rennstart sorgte für eine Verzögerung von etwa zwei Stunden, dichtester Nebel ließ der Rennleitung in der Nacht keine andere Möglichkeit, als das Rennen für mehrere Stunden zu unterbrechen.
„Unsere Strategie war perfekt", gibt Teammanager Sebastian Zander zu Protokoll. „In den ersten Stunden haben wir die Konkurrenz bewusst davon ziehen lassen, haben uns aus allen Zweikämpfen rausgehalten." Mit Erfolg, wie sich herausstellen sollte: Als eines von ganz wenigen Teams konnte FH Köln Motorsport ohne auch nur einen einzigen unplanmäßigen Boxenstopp durchfahren.

Erst später in der Nacht wurde dann zum Angriff geblasen und die Fahrer bekamen die Freigabe, schnelle Runden in den Asphalt zu brennen. „Der neue Honda Civic Type R hat fantastisch funktioniert", so Dirk Krüger, Technischer Leiter von FH Köln Motorsport
. „Wir haben keine Probleme mit dem Auto gehabt – einmal gewaschen und poliert, und der nächste Händler könnte das Auto wieder ins Schaufenster stellen. Und auch auf unsere BFGoodrich Reifen konnten wir trotz der ständig wechselnden Witterungsbedingen immer vertrauen. "
„Was hier heute passiert ist, das ist sensationell", freut sich Daniel Ortmann nach der Siegerehrung. „Endlich ist der Knoten geplatzt!" Dem schließt sich auch Teamkollegin Nicole Müllenmeister an: „Es ist wirklich eine Riesenfreude den Sieg errungen zu haben – das gesamte Team hat eine richtig gute Arbeit geleistet und dafür möchte ich mich bedanken."
„Für mich jetzt schon der zweite Sieg in meinem zweiten 24h-Rennen am Nürburgring, Wahnsinn!" zeigt sich der 2006er VLN Honda Junior Benjamin Koske, der extra für den Langstreckenklassiker von FH Köln Motorsport zur Unterstützung zurück ins Team geholt worden war, sichtlich beeindruckt. So auch Marc-Uwe von Niesewand: „Ich hatte die große Ehre, den Zielturn fahren zu dürfen – das hat bei den hochsommerlichen Temperaturen doch tatsächlich für eine Gänsehaut gesorgt."

„Nach der nächtlichen Zwangspause hatten wir schon Angst, dass unsere Taktik nicht mehr ganz aufgehen könnte, schließlich war diese auf ein 24 Stunden dauerndes Rennen ausgelegt – da war die mehrstündige Unterbrechung natürlich nicht eingeplant", erklärt Jan Derenbach. „Wir hatten uns daher schon mit dem zweiten Klassenrang abgefunden und waren hoch zufrieden, das ganze Team hat bei der Zieldurchfahrt gejubelt und sich in den Armen gelegen."
Erst später erfuhr das Kölner Team, dass der knapp führende Honda des Teams von Peter Rikli in der letzten Runde mit einem anderen Fahrzeug kollidiert war und das Rennen nicht beenden konnte. „Das ist sicherlich hart für das Team, da haben wir ein wenig von deren Pech profitiert – aber deshalb ist der Sieg für uns nicht weniger wert.
Wir haben eine lange, von wenig Glück geprägte, Durststrecke in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft hinter uns. Das ganze Team hat unglaublich hart gearbeitet, wir haben am gesamten Wochenende keinen einzigen Fehler gemacht – und unsere Fahrer waren sensationell gut, und das bei diesen extrem schwierigen Bedingungen draußen auf der Nordschleife.

Ich bin stolz auf jeden Einzelnen, der zu diesem Sieg beigetragen hat! Besten Dank an die VLN, an Honda und an BFGoodrich sowie alle weiteren Partner uns Sponsoren, die uns das ermöglicht haben."
Weiter geht es für das VLN Honda Junior Team mit dem sechsten Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft nach einer längeren Sommerpause erst Mitte August.
- Jan Derenbach, FH Köln Motorsport e.V.-
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