24 Stunden-Rennen Nürburgring 2008

Das Volvo Team PSR wird beim 24 Stunden-Rennen auf dem Nürburgring am Wochenende einen Volvo S60 mit bewährtem 2,5-Liter-Fünfzylinder an den Start bringen. Die Volvo Stammfahrer Ulli Andree und Andreas Middendorf werden erstmals um den Quiddelbacher Ingenieur Stefan Wölflick ergänzt.
Das PSR-Team von Danny Berk aus Adenau konzentriert seine Kräfte beim bevorstehenden 24 Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ganz auf ein Auto. Die Mannschaft aus der Eifel setzt jenen Volvo S60 mit seinem 2,5-Liter-Fünfzylinder in der Klasse SP4 ein, mit dem man zuletzt das vorletzte Rennen zur Deutschen Langstrecken-Meisterschaft auf dem Nürburgring bestritten hatte.
Mit der Rückbesinnung auf den Göteborger Fünfzylinder setzt Teamchef Danny Berk auf bewährte und bekannte Technik. „Mit dem Fünfzylinder haben wir drei Klassensiege bei den 24 Stunden holen können", verweist Fahrer Ulli Andree auf die lange und erfolgreiche Historie des Volvo S60. „Das Auto ist voll und ganz langstreckentauglich. Damit könnten wir wieder vorn mitmischen, die Klasse SP4 ist aber stark besetzt, so dass ich uns nicht in der Favoritenrolle sehe."
Teamchef Berk erklärt: „Das Jahr 2008 steht für uns eigentlich im Zeichen der Entwicklung eines neuen Zweiliter-Motors. Den haben wir beim letzten Durchgang der DLM auch erstmals erprobt. Das Auto war damit extrem schnell. Aber der Zweiliter setzt Vibrationen in einer ganz anderen Frequenz frei als der 2,5-Liter.
Deswegen haben die Motoraufhängungen beim ersten Einsatz nicht gehalten. Wir haben die inzwischen neu berechnet und werden das Zweiliter-Projekt nach dem 24 Stunden-Rennen mit aller Macht vorantreiben. Aber für die 24 Stunden braucht man natürlich ein bekanntes, ausgetestetes und standfestes Paket. Das liefert uns der Volvo S60 in seiner 2,5 Liter-Spezifikation."
Neben Ulli Andree setzt das PSR-Team für die 24 Stunden wieder auf Andreas Middendorf aus Grevenbroich. „Ich fahre zwar inzwischen nicht mehr regelmäßig in der DLM mit", sagt der Architekt. „Aber das 24 Stunden-Rennen ist für mich immer noch das Motorsport-Highlight des Jahres in Deutschland.
In den verschiedenen Volvo Teams gehöre ich quasi schon zur Stamm-Besetzung. Den Volvo S60 von PSR kenne ich von Grund auf; er bleibt auch nach so langer Zeit immer noch ein Spitzenauto in der Klasse, und ich rechne mir auch für dieses Jahr einiges aus."
Neuer Dritter im Bunde ist Stefan Wölflick, ein ehemaliger Ford-Ingenieur aus Quiddelbach in unmittelbarer Nähe der Grünen Hölle. „Er setzt selbst einen Ford Focus auf der Nordschleife ein und bezieht dafür einige Teile von mir", erklärt Teamchef Berk. „Auf dieser Basis ist über die Jahre ein Vertrauen zwischen uns gewachsen.
Er ist als Testfahrer oft auf der Nordschleife unterwegs und hat dort auch schon viele Rennen bestritten. Er kennt die Strecke bestens und verfügt über ein profundes technischen Wissen. Er ist für uns ein schnell fahrender Ingenieur, der bei einem Langstrecken-Rennen wie den 24 Stunden mit einem eng gesteckten Zeitplan sehr wichtig werden kann."
Den angepeilten Einsatz der Chevrolet Corvette musste Berk kurzfristig verschieben. „Das Auto steht einsatzbereit bei uns in der Werkstatt. Aber wir mussten kurzfristig den Motorentuner wechseln, und nach dem Wechsel war die Zeit zu knapp, als dass unser neuer Partner den 6,2 Liter-V8 noch hätte fertig stellen können", begründet Berk.
„Jetzt konzentrieren wir alle Kräfte auf den Volvo S60, um dem in der Fünfzylinder-Konfigurationen einen würdevollen und erfolgreichen Abschied zu bescheren."
- Volvo auch Photo -
photos erscheinen auf automobilsport.com unter PHOTOS - 24h Races
More reports from this category all copyright automobilsport.com.