24-Stunden-Rennen Nürburgring 2008

Nach drei Vierteln des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring führt der neue Scirocco GT24 weiter die Klasse für Fahrzeuge mit Zweiliter-Turbomotoren an und liegt im Gesamtklassement auf Rang elf unter 219 gestarteten Autos. Jimmy Johansson (S), Florian Gruber (D), Thomas Mutsch (D) und Hans-Joachim Stuck (A) lagen in der stark besetzten Klasse nach 18 Stunden vor dem Schwesterauto der Rallye-Asse Carlos Sainz (E), Giniel de Villiers (RSA), Dieter Depping (D) und abermals Hans-Joachim Stuck (A), die im Gesamtklassement auf Position 17 rangierten.
Der dritte Scirocco von Volkswagen Entwicklungsvorstand Dr. Ulrich Hackenberg (D), den Journalisten Bernd Ostmann (D) und Matthias Malmedie (D) sowie Nürburgring-Kenner Altfrid Heger belegte zu diesem Zeitpunkt Platz fünf in der Klasse und Gesamtrang 38.
Der erstmals eingesetzte R-Line Golf GTI mit Erdgas-Antrieb des deutschen Quartetts Thomas Klenke, Kai Jordan, Mario Merten und Peter Terting, der im Gesamtklassement zwischenzeitlich bis auf Rang 17 vorgerückt war, stand sechs Stunden vor der Zielflagge an der Box - ein Fremdkörper hatte auf der Döttinger Höhe das Getriebegehäuse beschädigt und somit einen zeitaufwändigen Getriebewechsel notwendig gemacht.
Kris Nissen, Volkswagen Motorsport-Direktor
"Mit dem Zwischenstand können wir zufrieden sein: Die neuen Scirocco führen auch nach 18 Stunden ihre Klasse deutlich an. Die regnerischen Nachtstunden waren eine schwierige Aufgabe und unsere Strategie, auf Konstanz zu setzen und kein unnötiges Risiko einzugehen, hat sich ausgezahlt.
Wir haben bislang ein starkes Rennen geliefert, aber noch nichts gewonnen. Am Fahrzeug mit der Nummer 116 haben wir nach etwa 17 Stunden die Pumpe der Servolenkung gewechselt, die immer stärker nachgelassen hat. Das Team hat nur 16.44 Minuten benötigt - eine echt klasse Leistung."
#116 - Volkswagen Scirocco GT24 - silberne Markierungen - Klassenrang 5
Dr. Ulrich Hackenberg (D):
"Unser Einsatz verläuft bisher sehr positiv. Die Autos sind wirklich exzellent vorbereitet und das Team ist bestens organisiert. Jetzt heißt es Daumendrücken für die letzten sechs Stunden."
Altfrid Heger (D): "Der Scirocco macht mir von Runde zu Runde mehr Spaß - und das, obwohl es diese Nacht teilweise recht schwierig auf dem nassen oder feuchten Asphalt war. Einmal ist mir auch die Straße ausgegangen, aber das war zum Glück auf dem Grand-Prix-Kurs."
Bernd Ostmann (D): "Die Bedingungen in der Nacht waren nicht ganz einfach. Das zunehmende Problem mit der Servolenkung hat es uns nicht unbedingt leichter gemacht."
Matthias Malmedie (D): "Ich begann meinen Turn im Trockenen auf Slicks, aber leider begann es kurz darauf zu regnen. Nach meinem Wechsel auf Regenreifen haben die vielen Überholmanöver großen Spaß gemacht."

#117 - Volkswagen Scirocco GT24 - orange Markierungen - Klassenrang 2
Carlos Sainz (E): "Bei einem Überholmanöver hat mich mein Vordermann offenbar übersehen und wir berührten uns. Ich musste in langsamer Fahrt mit Reifenschaden zurück zur Box fahren. Die nötige Reparatur und Vermessung hat uns mehr als 15 Minuten gekostet. Des Weiteren verloren wir Zeit durch eine Stop-and-Go-Strafe, weil ich offenbar bei Gelb überholt habe."
Giniel de Villiers (RSA): "In der Dunkelheit ist es auf der Nordschleife teilweise sehr unübersichtlich. Auf der Döttinger Höhe hatte ich eine Schrecksekunde, als mich ein anderer Fahrer nicht bemerkte und beinahe mit mir kollidierte."
Dieter Depping (D): "Die Nacht mit Regen war durchaus schwierig, es gab rund um die Nordschleife einige Unfälle. Das Renn-ABS unseres Scirocco hat uns die nötigen Reserven geboten, auch abseits der sauberen Linie zu überholen und damit viel Zeit zu sparen."
Hans-Joachim Stuck (A): "Ich bin in der Nacht knapp zwei Stunden am Stück gefahren. Unser Scirocco läuft super und die anderen Teilnehmer waren sehr kooperativ. Das Rennen macht richtig viel Spaß."
#118 - Volkswagen Scirocco GT24 - gelbe Markierungen - Klassenrang 1
Jimmy Johansson (S): "Ich habe zwar zwischen meinen Einsätzen nur eine halbe Stunde schlafen können, aber ich bin richtig fit und mehr als zufrieden. Wir führen unsere Klasse an und knabbern an den Top 10. So kann es bis zur Zielflagge weiter gehen."
Florian Gruber (D): "Wir hatten Glück im Unglück: Eine defekte Sicherung verhinderte in der Box die Weiterfahrt und es setzte starker Regen ein. Als der Fehler behoben war, hatte das Team bereits Regenreifen montiert, was uns einen zusätzlichen Stopp ersparte."
Thomas Mutsch (D): "Alles bestens. Ich habe es in der Nacht auf feuchter Strecke zunächst ruhig angehen lassen. Als es morgens hell wurde, hat es richtig Spaß gemacht - ich wäre am liebsten noch länger gefahren."
- Uwe Baldes- Photos Volkswagen
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