24h Nuerburgring
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Platz 2 und 4 in den Klassenwertungen für die Autos Teichmann – Autos, das dritte Auto des Teams verabschiedete sich mit dem einem Horror – Crash aus dem Rennen.
Bei fast hoch sommerlichen Temperaturen rollten gegen kurz vor 14:00 Uhr die drei Teichmann - Renner am Samstag in die Startaufstellung. Nach Zeitplan sollte sich gegen 14:40 Uhr die erste Startgruppe zur Einführungsrunde bei Deutschlands größter Motorsportveranstaltung in Bewegung setzen, damit pünktlich um 15:00Uhr das Grün der Startampel die 24h – Jagd durch die „Grüne Hölle freigeben konnte.
Aber der Wettergott machte allen einen Strich durch die Rechnung. Kurz vor Beginn der Einführungsrunde verdunkelte sich der Himmel und ein sintflutartiger Regen ließ an manchen Streckenabschnitten Schlammbäche entspringen, die den Asphalt in ein lehmiges Braun verfärbten.
Reinigungstrupps mussten ausrücken und der Start wurde verschoben.
Mit fast zwei Stunden Verspätung schickte Rennleiter Hans Schnock die 220 Fahrzeuge gegen 16.51 Uhr endlich auf die 24h - Reise.
Im Laufe der Nacht zogen in den Streckenabschnitten um Breidscheid erste Nebelschwarten auf, die sich in der Folgezeit über den ganzen Ring ausbreiteten und verdichteten, so dass sich die Rennleitung kurz vor 4 Uhr entschied das Rennen abzubrechen.
Das wegen des Abruchs ungewöhnlich kurze Rennen bot dafür aber umso mehr Action. Bis zur Zwangspause hatten sich die Teams an der Spitze und in den Klassen packende Zweikämpfe geliefert, die nach dem Neustart gegen 9.45 Uhr nahtlos fortgesetzt wurden.
In diesem Wechselwetter der Hocheifel von Sonne und Temperaturen bis zu 30C, Nebel und Regen, duplizierte das Team von Olaf Manthey, vor 210.000 Zuschauer in einem der turbulentesten 24-Stunden-Rennen seinen Erfolg aus dem Jahre 2006.
Die Manthey - Truppe mit Timo Bernhard (Dittweiler ), Marc Lieb (Ludwigsburg ), Romain Dumas (Basel) und Marcel Tiemann (Monaco), konnte sich im Porsche 911 GT3 RSR nach 112 Runden auf der 25,378 km langen Strecke gegen die Dodge Viper des Zakspeed-Teams durchsetzen. Das Auto der Zakspeed – Mannschaft aus Niederziessen lag im Ziel eine Runde zurück. Als dritte ereichten die Porsche-Piloten von Land Motorsport die Ziellinie.
Chancenlos blieben die als Mitfavoriten gestarteten Lokalmatadore des Phoenix-Teams (Meuspath) um Klaus Ludwig (Aston Martin DBRS 9, Ausfall mit Motorschaden) sowie das im Ziel fünftplatzierte Schubert-Team (BMW Z4 M Coupé mit Hans-Joachim Stuck / Johannes Stuck / Claudia Hürtgen / Richard Göransson).
Im Team -Teichmann sollte das Problemkind des Trainings der Daihatsu Sirion Sport1,3 zum erfolgreichsten Auto avancieren. Bis auf das überkleben eines Risses in der Windschutzscheibe, der von herumfliegenden Teilen eines Reifenplatzers eines anderen Rennteilnehmers stammte und das Tapen der Heckpartie nach dem ein Fahrzeug in den Nachtstunden auf den Daihatsu aufgefahren war, gab es für die Boxenmannschaft nur die Routinearbeiten zu erledigen.
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Im erfolgreichsten Auto des Teams war Jürgen Müller (Wimbach) gemeinsam mit Peter Teichmann (Dormagen), Christian Tschornia (Bestwig) und Doppelstarter Michael Schneider (Erkraht) unterwegs. Die Mannschaft platzierte am Ende den mit Serienmotor ausgerüsteten Daihatsu Sirion 1,3 Sport, in der Klasse SP1, auf den zweiten Tabellenplatz. In der Gesamtwertung zeigte der Sirion fast der Hälfte des Feldes die Heckpartie und verbesserte sich von Startplatz 220 auf den 128 Gesamtrang.
Das Schwesterauto in dieser Klasse der Suzuki Swift EA mit der Fahrerbesetzung Heinz Teichmann (Barweiler ), Michael Schneider (Erkraht), Peter Kreuer (Pomster) und Walter Schneider (Herschbroich) hatte sich nach einem Motorwechsel in der Nacht bis an die 3. Position herangekämpft, bevor sich der Rennfloh mit dem wohl spektakulärsten Unfall der 24h aus dem Renngeschehen verabschiedete. „Uns stockte allen der Atem" kommentierte eine der verantwortlichen Organisatorinnen des ADAC später bei der Nachfrage zum Befinden des Fahrers beim Team, die Livebilder des DSF zum Unfall.
Bei der Anfahrt zum Schwalbenschwanz wurde der Suzuki Swift von einem schnelleren Fahrzeug hinten rechts bei über 160 km/h berührt wobei sich das Auto querstellte und auf einer Strecke von über 100 Metern durch die Luft geschleudert wurde und sich dabei mehrfach überschlug, bevor es von den Leitplanken aufgefangen werden konnte und auf dem Dach liegend zum Stillstand kam.
Walter Schneider (Herschbroich) der das Auto zu diesem Zeitpunkt pilotierte blieb trotz des Horror Crash weitest gehend unverletzt und konnte das Krankenhaus in Adenau nach einigen Untersuchungen noch am selben Tag verlassen. Fotos zum Unfall: http://nurburgr.ing.me.uk/orange_crash/orange_crash.html
Nach seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus äußerte sich Walter Schneider zum Geschehen.
„ Als allererstes möchte ich mich bei Karl Heinz bedanken, dass er ein so stabiles Auto gebaut hat und auch bei den Jungs, die beim anschnallen ganze Arbeit geleistet haben so dass der Gurt hundertprozentig saß und ich diesen Unfall bis auf ein paar blaue Flecken verletzungsfrei überstanden habe.
Ein Dank an dieser Stelle auch an die Sportwarte und alle Helfer vor Ort für Ihren Einsatz.
Während des Unfalls ging alles so schnell, ich habe nur noch gedacht, hoffentlich hört das bald auf, sonst war’s das für Dich".
Von Starplatz 199 begann die Jagd des Suzuki Swifts Sport 1,6 die nach einer Fahrzeit von 17:52:43 mit einer Platzverbesserung von 126 Rängen als beste Suzuki - Team enden sollte.
Mit fortschreitendem Rennverlauf machte das Team um Karl Heinz Teichmann (Barweiler), Andre Kleinschmidt (Erkrath), Hagen Schwarze (Erkrath) und Markus Hupperich (Wimbach) Platz für Platz gut. Mit Einbruch der Nacht spielte die Fahrerbesetzung ihre ganze Ringerfahrung aus und pilotierte den mit Serienmotor und Getriebe ausgerüsteten 145 PS starken Swift auf den 2 Klassenrang. Der Rennabbruch um kurz vor 4 machte aber alle Rechnungen zunichte, in der verbleibenden Zeit der Dämmerung den Vorsprung auf die bis zu 40 PS stärker motorisierten Autos soweit ausbauen zu können, dass man diese Platzierung über die noch verbleibende Zeit bis ins Ziel halten konnte. Ebenso konnten die nachfolgenden Teams in den folgenden 4 Stunden vor dem Re – Start ihre zum Teil kränkelnden Fahrzeuge ohne Zeitverlust wieder neu aufbauen. Nach dem Neustart kämpften die Swiftpiloten immer wieder mit persönlichen Rundenbestzeiten gegen das schmelzende Zeitpolster der sich nähernden PS – Giganten dieser Klasse.
Leider vergebens, beim Zieleinlauf mussten sich die Swift Sport 1.6 Mannschaft nach 24h, mit einem Rückstand von nur 1 Minute auf die Podiumsränge mit Klassenplatz 4 geschlagen geben. In der Gesamtwertung platzierte das Team den Swifts Sport auf einem beachtlichen 73. Platz. Mit mehr als 2 Runden und 10 Plätzen Vorsprung im Gesamtergebnis auf die Markengefährten, markierte die Teichmann - Mannschaft mit diesem Erfolg, die beste Platzierung der Suzukiteams bei den 24h 2007.
Mit den Plätzen 2 und 4 in den beiden Klassen untermauerte Team Chef und Fahrer Karl Heinz Teichmann sein Konzept, dass man mit weitestgehend serienbelassenen Antriebseinheiten am Ende eines 24h-Rennens ganz weit oben stehen kann.

„ Als allererstes freue ich mich natürlich, dass Walter diesen Horror – Crash so unbeschadet überstanden hat. Natürlich schmerzt der Verlust des kleinen Swift nach den 4 Klassensiegen für die weiteren Rennen in der Langstreckenmeisterschaft, der nach dem Überschlag Totalschaden zu sein scheint, aber das ist in diesem Moment Nebensache. Das wichtigste ist erst mal die Gesundheit des Fahrers. Zu den beiden anderen Autos kann ich nur sagen, leider fehlten uns am Ende die Restfahrzeit zu den 24 Stunden um auch den 2 Rang in der Klasse SP2 zu halten, aber ich bin auch so mit den beiden Platzierungen mehr als zu frieden", resümiert ein sichtlich glücklicher Team Chef Karl Heinz Teichmann die 24 Stunden
- Peter Burggraf auch Photos -
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