Zum ersten Mal bietet der ADAC beim 36. ADAC Zurich 24h-Rennen einen eigenen Wetterservice vor Ort am Nürburgring an. Dafür verantwortlich zeichnet Thomas Ranft.
Der Moderator und Wetterexperte spricht im Interview über seine Tätigkeiten an der Rennstrecke, das bevorstehende Wetter für die Hatz zwei Mal rund um die Uhr und seine persönlich Beziehung zum Megaevent in der Eifel.
Thomas, was ist Deine Aufgabe vor Ort?
Thomas Ranft: „Nachdem wir alle wissen, dass das Wetter das Renngeschehen in der Eifel sehr beeinflussen kann, hat sich der ADAC dazu entschlossen einen Wetterservice anzubieten. Gemeinsam mit meinem Kollegen Bernhard Mühr schauen wir uns die Wetterentwicklung an. Nicht nur, was auf dem Radar zu sehen ist, auch Satellitenbeobachtung – das volle Programm.
Wir geben täglich Wettervorhersagen heraus und sind in Box drei jederzeit ansprechbar. Daneben gibt es den ADAC Wetter-SMS-Service. Renningenieure und alle anderen rund um das Renngeschehen, die es interessiert können sich anmelden. Wenn eine Wetteränderung ansteht, verschicken wir zeitnah eine SMS."
Der Nürburgring ist für das typische Eifelwetter bekannt…"
Thomas Ranft: „Der Nürburgring liegt mitten in einem Mittelgebirge – der Eifel. Da ist es zehn Monate kalt und die restliche Zeit ist Winter – oder umgekehrt. Letztendlich ist die Situation nicht anders als in anderen Mittelgebirgen.
In den Bergen ist das Wetter generell wechselhafter, weil es dort selbst im Sommer mal gerne schauert oder man häufiger auch Nebel hat. Wir sind ganz im Westen der Republik. Wenn vom Atlantik etwas herüber kommt, sind wir hier in der Eifel die Ersten, die es abbekommen. Weil wir deutlich höher liegen als Köln, ist es automatisch schon kühler. Daher ist an dem typischen Eifelwetter schon etwas dran."
???: Im vergangenen Jahr hat das Wetter das Rennen maßgeblich beeinflusst. Was erwartet uns in diesem Jahr?
Thomas Ranft: „Es wird zum Glück nicht ganz so chaotisch. Aber ich finde, dafür dass die Eifel eine der sonnenärmsten Regionen Deutschlands ist, haben wir bisher schon ganz ordentlich Sonne abbekommen. Trotzdem – im Laufe des Samstags steigt das Schauerrisiko. In der Nacht werden wir wohl Regen abbekommen, der Sonntag wird uns unter Umständen sogar das eine oder andere Gewitter bringen."
Seid ihr auch rund um die Uhr im Einsatz?
Thomas Ranft: „Es wäre unglaublich uncool, wenn es regnet und ich sagen würde »Ist mir egal, ich bin müde und lege mich nun mal drei Stunden aufs Ohr«. Die Fahrer können auch nicht einfach rechts ranfahren, wenn sie müde sind. Natürlich stehen wir gerade in den kritischen Phasen bereit."
Wie ist Deine Beziehung zu der Veranstaltung selbst?
Thomas Ranft: „Ich bin über die Moderation zum 24h-Rennen gekommen. Auch in diesem Jahr stehe ich weder im Race Club und moderiere dort für die vielen hundert Gäste. Ich bin Autonarr, solange ich denken kann. Da war klar, dass ich automatisch irgendwann beim 24h-Rennen landen würde.
Die Veranstaltung ist sensationell. Ich bin am Donnerstag mit einem Shuttle über die Nordschleife gefahren. Die Strecke ist so genial und auch die Fans haben es einfach drauf – das gibt es doch sonst nirgendwo. Ich bin viele Jahre bei der DTM gewesen, das ist auch nett, aber das hier ist etwas anderes."
- ADAC - photo Maggy Parries automobilsport.com
http://adac.24h-rennen.de/live/live-streaming.html