WTM-Racing musste beim 24-Stunden-Rennen vorzeitig aufgeben
Das 36. internationale 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring war für das Wochenspie-gel Team Manthey (WTM) in diesem Jahr ein echtes Wechselbad der Gefühle. Herausragenden Erfolgserlebnissen folgten ebenso niederschmetternde, frustrierende Momente. WTM-Racing trat mit der gewohnten Fahrerbesetzung an: Georg Weiss, Peter-Paul Pietsch, Michael Jacobs und Dieter Schornstein.
Beim diesjährigen 24-Stunden-Rennen durften die schnellen Fahrzeuge im Training zunächst einmal allein auf die Strecke. Michael Jacobs fuhr im ersten Umlauf eine Bestmarke, mit der im Team keiner wirklich gerechnet hatte. Die 8.43,082 Minuten für die 25,378 Kilometer lange Strecke reichten für Startplatz 5. Ein erster Rückschlag erfolgte im zweiten Zeittraining.
Bereits nach der zweiten Runde kam der Porsche zurück in die Box. Der dritte Gang machte Probleme. Damit war das Training beendet. Das Getriebe wurde ausgebaut und repariert werden. Trotzdem war Georg Weiss vor dem Start optimistisch:
"So weit vorne haben wir mit unserem Wochenspiegel-Porsche noch nie gestanden. Unser Ziel war es, unter die schnellsten 20 zu kommen. Das haben wir geschafft. Das Getriebe konnte repariert werden, jetzt hoffe ich auf eine Zielankunft."
Startfahrer Peter-Paul Pietsch konnte seinen Position sofort verbessern, als der Manthey-Porsche von Bernhard/Lieb/Dumas/Tiemann nach der Einführungsrunde zur Reparatur an die Box fuhr. Nachdem der Land-Porsche mit einem Reifenschaden zurückgefallen war und sowohl die Zakspeed-Viper und der Alzen-Porsche zum Tanken in die Boxengasse abbogen, übernahm Pietsch bis zum ersten Stopp die Führung im 24-Stunden-Rennen.
Auch der Michael Jacobs als zweiter Fahrer konnte sich weiter in der Spitzengruppe hal-ten. Zwar musste er die Führung an den Hisaq-Porsche abgegeben, lag aber weiter kom-fortabel an Position zwei. Bis zur 17. Runde als Jacobs auf eine Gruppe langsamer Fahrzeuge aufschloss. „Ich habe mich den Autos langsam genähert, um vorsichtig zu überholen, als plötzlich ein Wagen ausgeschert ist. Ich hatte keine Chance." Die Manthey-Crew arbeitete vorbildlich und schnell, trotzdem dauerte die Reparatur rund 30 Minuten.
Von Platz 80 arbeitete sich das Team in der Folge wieder nach vorn. Kurz nach Mitternacht war der Wagen schon wieder unter den besten 20 zu finden. Pietsch: „Die Bedingungen im Dunkeln waren schwierig, da zeitweise Regen einsetzte. Allerdings nie auf der gesamten Strecke, sondern immer nur in Teilabschnitten." WTM-Racing lag am frühen Morgen bereits auf Rang 15 wieder, als das Getriebe erneut Probleme machte.
Pietsch: „Der dritte Gang machte derart laute Geräusche, das man Angst um das Getriebe haben musste." Gemeinsam entschied das Team, aus Sicherheitsgründen aufzuhören. Georg Weiss: „Das Risiko war zu groß. Wenn das Getriebe kollabiert, kann viel passieren."
Georg Weiss
„Es hätte so schön werden können, aber es sollte wohl nicht sein. Auf jeden Fall wissen wir jetzt, dass der Wochenspiegel-Porsche wirklich schnell ist. Im nächsten Jahr nehmen wir halt einen neuen Anlauf."
Peter-Paul Pietsch
„Ich habe am Anfang gar nicht mitbekommen, dass ich in Führung lag. Das Auto fuhr wunderbar und ich konnte das Tempo an der Spitze locker mithalten."
Michael Jacobs
„Obwohl ich die Kollision nicht verhindern konnte, fühle ich mich als Depp. Warum müssen mir immer diese Sachen passieren."
Dieter Schornstein
„Es ist immer frustrierend beim 24-Stunden-Rennen nicht die Zielflagge zu sehen. Uns bleibt nichts anderes übrig als nach vorn auf das nächste Rennen zu schauen."
- Hasso Jacoby -
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