Zeittrainings

Kenneth Heyer beweist diese Saison immer mehr, dass er auf dem Weg zum Profi ist. Beim Saisonhighlight der Sportwagenweltmeisterschaft, der FIA-GT in Spa setzte der junge Wegberger bereits im zweiten freien Training eine Duftmarke. Platz eins in der vollbesetzten GT3 Klasse.
Die Zeittrainings sollten den Trend bestätigen. Das erste der drei Zeittrainings war auch gleichzeitig das schnellste. Um 20.30 ging es los und alle Top Piloten der jeweiligen Autos setzten ihre Zeit. Kenneth stand mit 0,6Sekunden Vorsprung auf Platz 1. Nur er und der momentan Führende der FIA-GT Europameisterschaft Gilles Vannelet fuhren unter 1.30Min. Man freute sich bereits über die GT3 Pole, als Vannelet einen zweiten Reifensatz Riskierte und um 8tausetztel die Zeit von Heyer Junior unterbot.
Kenneth: „Platz Zwei ist an sich super. Ich hatte aber in meiner Runde einen kleinen Fehler drin und ärgere mich schwarz. Einen weiteren Satz Reifen und das Risiko einer Quali-Runde nehmen wir aber nicht in Kauf. Wir fahren schließlich ein 24h-Rennen am Samstag."
Im Nachtraining sowie Freitag morgens im dritten Zeittraining stand man jeweils vorne in der Zeitenliste, man war jedoch in diesen beiden Trainings deutlich langsamer als beim entscheidenden 1.Zeittraining.

Kenneth Heyer: „Ich habe ein gutes Gefühl, die Truppe passt und GS Motorsport hat eh 24h-Erfahrung genug. Wenn wir durchkommen habe ich ein gutes Gefühl."
Georg Severich: „Unser Ken macht mittlerweile echt spaß. Ich hatte ihn ein wenig kitzeln wollen und ihm nach dem freien Training gesagt, dass die Belcar Mädels (hatten beim Belcar-Spa Auftritt vergangenen Monat Pole) eine 1.30,20Min gefahren sind. Er sagte nur Chef ich fahre drunter versprochen. Dann kam im Zeittraining die 1.29.07Min. Wir sind zwar um 8tausentztel unterboten worden, aber wir wollten kein Risiko mehr eingehen. Jetzt wird alles nachgeschaut und 24h tauglich gemacht."
Rennen
Mark J.Thomas fuhr den Start und lag an 4er Position als das Fahrzeug kurz nach Eau Rouge ausging und keinen Ton mehr von sich gab. Ein Elektrikproblem verhinderte knapp 30 Minuten die Weiterfahrt. Thomas behob das Problem und fuhr zur Box. Danach lief das Auto Problemlos und Philipp Broodcooren und Roger Crowels drehten ihre Turns. Gegen ca. 19.00Uhr setzte Kenneth bei seiner ersten Ausfahrt gleich die Bestzeit in der GT3 Klasse. Bis morgens um 6Uhr lief das Auto wie ein Uhrwerk, als das zweite Negativhighlight passierte. Die Lenkung war defekt.
Eine weitere Stunde Standzeit für den Austausch! Von nun an war das Podium in weite Ferne gerückt. Man konnte nur hoffen, dass der eine oder andere Kontrahent Fehler macht oder auch dort die Technik streikt. Kenneth fuhr meistens Doppelturns und war zu jeder Zeit, ob trocken oder Regen, bester GT3 im Feld und blies zur Attacke.
Der starke Regen machte jedoch vielen Piloten Schwierigkeiten, so dass man letztendlich sogar noch bis auf den 5.Platz nach vorne kam. Kenneth hatte die Ehre den Schluss zu fahren und als dann in seinem Doppelturn die letzten 20 Minuten anbrachen und man nach vorne und nach hinten mehrere Runden Differenz hatte streikte der dritte Gang. Man nahm enorm Tempo raus und trug das Auto als 5er ins Ziel.

Stimmen zum Rennen
Kenneth Heyer: "Wirklich schade, dass wir so früh in Rückstand geraten sind. Bis auf die beiden technischen Dinge lief das Auto einwandfrei und ich habe in meinen Turns jeden Kontrahenten mindestens 1 Mal überholt. Wären diese Probleme nicht gewesen, wäre ein Sieg definitiv drin gewesen. Hätte, wenn und aber erzählen aber außer die Siege alle, so muss man eben auch mit dem 5.Platz zufrieden sein.
Eigentlich fing im Training alles so gut an. Ich war zu jedem Zeitpunkt als ich draußen war Schnellster und habe gleichzeitig Auto und Material geschont, dass hätte ich vor Monaten noch nicht für möglich gehalten. Georg Severich und seine Truppe haben mich riesige Schritte nach vorne gebracht."
Hans Heyer: „Ein schwieriges Rennen, dass nach einer Stunde eigentlich gelaufen war. Man fährt aber so lange bis sich nichts mehr dreht. Kenneth ist ein starkes Rennen gefahren und war bester GT3 Mann. Man merkt überall, dass es registriert wird.
Die Teamleistung war auch super nur leider zwei zu lange technisch bedingte Standzeiten. Danach ist ein 5.Platz wirklich zufriedenstellend."
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