
Das Rennwochenende in Spa war ganz anders geplant. Genau wie in Donington Park wollte ich Thomas das gesamte Wochenende nach Spa-Francorchamps begleiten aber Termine in der Firma sollten mich erst Samstag in aller Frühe starten lassen. Das erste Sprintrennen begann schon gegen 9 Uhr also plante ich ein 2 Stunden früher zu erscheinen. Der 8°C, für August auch in den Ardennen ganz schön knackige, aber herrlich klare und sonnige Morgen versprach super Rennwetter.

Nach einem kurzen Small-Talk mit Thomas am Vorstart machte ich mich auf den Weg zur alten Boxengasse um von den Dachterrassen einen guten Blick auf die Eau Rouge zu haben. Nach einem super Start bei dem Thomas einige Plätze gut machte verwunderte mich allerdings, das er nach der ersten Runde wieder auf der alten Platzierung lag.
Ab Runde 4 beobachtete ich wie Thomas pro Runde ein Fahrzeug nach dem anderen überholte und sich scheinbar warm geschossen hatte.

Dann ereignete sich folgendes:
Von der La Source den Berg hinab schossen ca. 7 Wagen auf die Eau Rouge zu. Thomas zog ganz innen an Malcom Johnstone vorbei als dieser plötzlich nach rechts zuckte. Wenn ich jetzt sage ich dachte das war aber knappt war gar keine Zeit mehr zu denken, den bei erneutem Ausscheren von Johnstone traf er Thomas voll in die Seite.
Der Horror beginnt. Thomas wird an die Boxenmauer gedrückt und steigt an dieser auf. Das rechte Vorderrad und Hinterrad sind schon hinter der Mauer. Der Unterboden schleift mit lautem Knirschen auf der Mauer entlang. Dann beginnt sich der Caterham auf der Mauer Uhrzeigersinn zu drehen.
Kurz vor dem Ampelhäuschen wird der Bolide quer auf die Strecke zurückgeschleudert.
Jetzt tanzt der Wagen von einer auf die andere Seite und beginnt zu trudeln.
Immer noch mit viel Schwung und kreiselnd schießt er die Eau Rouge hoch und kommt auf dem Grünstreifen zwischen Strecke und Boxenausfahrt endlich zum stehen.
Was für ein Crash. Ich lief sofort los um so nah wie möglich an das Wrack zu gelangen weil ich von hier unten nicht sehen konnte was mit Thomas war. Erst als ich auf dem Weg zur oberen rechten Tribüne war sah ich wie sich im Auto was regte und das Medical Car ankam und die Doc´s ihm aus dem ordentlich rampunierten Seven halfen.
Als ich am Zaun ankam fragte ich nur kurz ob mit Ihm soweit alles O.k. sei. Er zeigte kurz Daumen nach oben.
Mir zitterten die Knie immer noch. Erst als ich wieder in die Box kam sah ich die Krankenwagen in der Boxengasse.
Das auch hier Leute verletzt worden sind habe ich trotz der Nähe zum Geschehen nicht realisiert.
Die teilweise heftigen Schnittwunden wurden durch Trümmerteile und auch von herumfliegenden Zeittafeln verursacht.

Alle Beteiligten hatten wirklich Glück. Das nicht nur aus meiner Sicht. Es hätte wesentlich schlimmer kommen können. Auf diesem Wege wünsche ich den Betroffenen gute Genesung.
Heiko Adams
Caterham Euro Cup letter from Nick Carter
6 August Spa round-up
I’m very pleased to be able to start this newsletter with a lovely message from Richard Flanagan of Graham Fennymore’s Ambitions Race Team:
Richard says: "I would like to thank everyone for their help following the pit wall incident at Spa. Graham’s dad and I both received fantastic support from everyone involved with the racing and really appreciate it.
"Special thanks must go to Ian Millar for his rapid response, running all the way down the pit lane at breakneck speed, as well as Sharon and Vicky from Hyperion Motorsport. They both took hold of my injuries and were a massive comfort. Also huge thanks to Graham’s sponsors, Martin and Sue Langdon of Sherlock Interiors, for driving Michael and I back to Dover.
Michael and I are both doing fine and will hopefully see everyone at Silverstone.
"Again thanks to everyone involved in Caterham Motorsport."
It’s a big relief to me, Ian, Magnus, Ros, Bernard and everyone else involved with Caterham Motorsport that Richard is able to make his kind comments, and that the other injured parties, Michael Fennymore and Dave Epstein, are doing fine also.
That more of you were not injured was a miracle, pure and simple. A timely reminder, I hope, to all competitors that itis not just their own lives they risk when competing in the sport we all love. It was quite the most sickening accident I have seen at a race track in my 19 seasons in the sport, and I truly hope never to witness another like it. To that end, we shall be making representation to the authorities in Germany and Belgium with a view to ensuring that debris fencing is installed along the support race pit wall at Spa.
I would like also to voice my thanks to Ian (who has never been seen to move so fast in his life) and to everyone else who responded rapidly to the emergency. Well done everybody.
Rumours that most of Dave Epstein’s bruises were caused when Nick Phillips landed on top of him are being denied vehemently, I believe. Remarkably, amid all the chaos Graham Fennymore held his head to win the Superlight class in two of the three races to clinch the Sprint and Endurance championship titles. Our congratulations to him not only for the wins but for giving his poor team members something positive to smile about.
Special congratulations also go to Glen Denny for his splendid Superlight class win in his first Eurocup outing, and also to Clive Richards and Richard Hay for their two wins, and to Phil Glew for his maiden Caterham victory. Lee Cunningham, who led his first CSR race, deserves a special mention also.
Commiserations are owed to many, as always: Nick Payne, who charged up to third from the back of the grid only for his car’s battery to die, deserved better, as did Simon Harris, who didn’t get a run at all.