Mysliwietz/Schumacher zufrieden mit WM Lauf und Chancen auf DM Titel

„Die Mühen der letzten Wochen haben sich gelohnt", grinst ein zufriedener Lars Mysliwietz, „jeder im Team hat fast bis zur Erschöpfung alles gegeben. Oliver und ich können mit diesem Ergebnis allen die dazu beigetragen haben Danke sagen." Der Weltmeisterschaftslauf Rallye Deutschland bringt einen Klassensieg und den vorzeitigen Divisionssieg in der Deutschen Rallyemeisterschaft.
Nach drei langen Rallyetagen rund um Trier, Baumholder und dem nördlichen Saarland ist die gesamte Truppe um Chefmechaniker Andreas Scuzzarella nur noch müde. Beim abschließenden Abendessen am Sonntagabend löst sich die gesamte Anspannung der letzten Tage und Co Oliver Schumacher zieht Bilanz: „Mit dem Klassensieg und den vielen eingefahrenen Punkten für die Deutsche Rallyemeisterschaft (DRM) haben wir mehr erreicht als es eigentlich mit unserem schmalen Budget und relativ kleinem Auto möglich ist."

Mysliwietz und Schumacher war schon am Jahresanfang beim Studium der neuen DRM Regularien klar, dass das Punktesystem im Gegensatz zu den Vorjahren nun auch kleineren Teams die Möglichkeit gibt, mit Konstanz und Schnelligkeit ganz nach vorne in der DRM zu fahren. Die wichtigste Veranstaltung, das war sehr schnell klar, werden die DRM Läufe drei und vier im Rahmen der WM Runde Rallye Deutschland werden.
Zweimal volle Punktevergabe an einem Wochenende und starke internationale Konkurrenz in allen Divisionen sollte das DRM Klassement noch einmal durcheinander wirbeln.
„Wir haben vor dieser Rallye jedes Teil, was Probleme bereiten könnte ausgetauscht, wir haben Abläufe wie beispielsweise mögliche Reifenwechsel auf der Wertungsprüfung trainiert und wir haben natürlich auch taktische Überlegungen angestellt", blickt der Piesbacher Mysliwietz zurück.
Alle technischen Voraussetzungen nützen aber nichts, wenn das Fahrer-Beifahrer Duo keine optimale Leistung bringt. Schnell, aber nicht mit der Brechstange und stets mit einem Blick auf die Meisterschaftssituation meisterte das Honda Team die speziell am Samstag harten Strecken.
Der Lohn für diese Taktik: Rang 3 in der Gesamtwertung Deutsche Rallyemeisterschaft, vorzeitiger Gewinn der Divisionswertung innerhalb der DRM und Klassensieg bei einem WM Lauf !

Fast schon zurücklegen könnte sich nun das Saarländisch/Westerwälder Rallyeteam. Der dritte DRM Rang und der DRM Divisionssieg ist beim Finale im Oktober bei Lausitz Rallye nicht mehr zu verlieren. Allerdings ist der Rückstand auf die beiden Führenden der Gesamtwertung, Herrmann Gassner vor Sandro Wallenwein, so klein, dass selbst der Deutsche Rallyemeistertitel noch möglich ist. Lars Mysliwietz blickt schon mal realistisch voraus:
„Aus eigener Kraft können wir nicht weiter nach vorne kommen, aber wenn Herrmann und Sandro Probleme bekommen, werden wir zur Stelle sein."
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