ADAC Eifelrennen vom 26. bis 28. September 2008:
Ein Treffen historischer Rennlegenden erwartet die Zuschauer, wenn am kommenden Wochenende (26. bis 28. September) das ADAC Eifelrennen sein Revival feiert. Nach mehrjähriger Pause lässt der veranstaltende ADAC Nordrhein das Event als
Oldtimer-Veranstaltung wieder aufleben und knüpft damit an eine mehr als 80-jährige Tradition an: Mit dem Eifelrennen wurde 1927 schon der Nürburgring eröffnet, seitdem starteten hier von Rudolf Caracciola bis Michael Schumacher praktisch alle berühmten Rennfahrer ihrer jeweiligen Epoche.
Und auch bei der Neuauflage ist die Besetzung hochkarätig. Von legendären Vorkriegsfahrzeugen wie dem Mercedes-Benz S, mit dem Caracciola das Nürburgring-Eröffnungsrennen gewann, bis zum sechsrädrigen Tyrrell P34/5-Formel-1-Boliden aus den späten 70er Jahren können Besucher die Evolution des Motorsports hautnah erleben.
Hinter dem Steuer nehmen Ex-Formel-1-Piloten wie Jochen Mass und David Piper ebenso Platz, wie Rennsportlegenden vom Schlage eines Klaus Ludwig. Tickets für das ADAC Eifelrennen gibt es zwischen 9,00 Euro (Freitags) und 30,00 Euro (Wochenende, Kinder bis 12 Jahren frei, Jugendliche ermäßigt) an den geöffneten Tageskassen. Weitere Informationen zum Rennen sind unter www.adac-eifelrennen.de im Internet verfügbar.
Im Programm der 67. Auflage des ADAC Eifelrennens reiht sich Höhepunkt an Höhepunkt Insgesamt 13 Rennen, Revivalfahrten und Gleichmäßigkeitsprüfungen präsentieren ein denkbar breites Spektrum historischen Rennsports. Bei den fast 1.000 startenden Fahrzeugen stimmt aber nicht nur die Masse, sondern auch die Klasse.
Über 100 Vorkriegsfahrzeuge tummeln sich in der authentischen Kulisse des historischen Fahrerlagers am Nürburgring und lassen die großen Rennsport-Events der 20er und 30er Jahre wieder auferstehen. Neben dem Siegerwagen des Nürburgring-Eröffnungsrennens finden sich hier auch weitere einmalige Fahrzeuge. So bringt das Mercedes-Benz-Werksmuseum etwa einen Benz 120-PS-Rennwagen mit, der beim 1908 im französischen Dieppe den ersten Grand-Prix-Sieg der Unternehmensgeschichte einfuhr.
Mercedes-Benz-Kompressorwagen und fast ein Dutzend Bentleys stehen sich hier gegenüber und erinnern an die legendären Auseinandersetzungen der Bentley-Boys mit den Werksteams der Stuttgarter. Alfa Romeo P3 knüpfen ebenso an die Vorkriegs-Grand-Prix an, wie der Mercedes-Benz W154-Silberpfeil von 1939, den Jochen Mass im Mercedes-Sonderlauf auf die Rennstrecke ausführt.
Fahrzeug-Highlights wie Tic-Tac-Porsche und sechsrädriger Formel-1-Tyrrell am Start
Motorsporthistorie erwacht aber auch im neuen Fahrerlager zum Leben. So etwa im Feld der Porsche-Rennlegenden, die sich nicht nur in einem 140 Meter langen Ausstellungszelt präsentieren, sondern die auch auf der Strecke zu bewundern sind. Vom „James-Dean"-Porsche RS Spyder bis zum legendären Tic-Tac-Porsche 962 sind rund vier Dutzend einzigartige Modelle der Zuffenhausener Sportwagenschmiede zu bewundern.
Während die Porsche-Legenden wie die Vorkriegsfahrzeuge zu einer gemeinsamen Revivalfahrt auf die Strecke gehen, sind auch jede Menge Oldtimerrennen zu sehen, bei denen um Zehntelsekunden und Platzierungen gef i g h t e t wird. Zu den unbestreitbaren Höhepunkten in dieser Beziehung gehören zwei renommierte britische Clubs, die Formel-1-Fahrzeuge aus den späten 50er Jahren bis hinein in die 80er Jahre mit an den Ring bringen.
Die Historic Grand Prix Cars Association hat ein exquisites Feld mit Rennwagen von Lotus, Cooper, Alfa, Ferrari und Maserati zusammengestellt, das den Übergang von der Front- in die Heckmotor-Ära dokumentiert.
In der historischen Formel-1-Meisterschaft der FIA starten die Rennboliden der nachfolgenden Ära, in der die Aerodynamik ihren Siegeszug antrat und das gewagte Experimentieren noch siegfähige Fahrzeuge hervorbrachte – etwa den sechsrädrigen Tyrrell P34/5, der beim ADAC Eifelrennen als eines von zwei Dutzend Fahrzeugen dieses Rennens zu sehen sein wird. Er ist der einzige jemals im Rennen eingesetzte „Six-Wheeler" der Königsklasse.
Prominente Piloten am Start
Auch in den Starterfeldern tummelt sich am Wochenende so mancher prominente Gast. So pilotiert etwa Jochen Mass bei der Mercedes-Benz-Revivalfahrt einen W154-Silberpfeil von 1939. Ex-Formel-1- und Sportwagen-Pilot David Piper gehört zu den bekannten Gesichtern im Starterfeld der Porsche-Legenden.
Die bildschönen und wertvollen Modelle aus Zuffenhausen gehen in zwei Startergruppen zur Revivalfahrt auf die Strecke, die von zwei überaus bekannten Piloten angeführt werden: Klaus Ludwig, der es im Sport- und Tourenwagen-Cockpit selbst schon zum Legenden-Status am Nürburgring brachte, und der Niederländer Gijs van Lennep, der mit 5.335 Re n n - Kilometern beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans einen noch heute gültigen Distanzrekord beim französischen Langstreckenklassiker aufstellte.
Ebenfalls bei diesem Treffen zu Gast sind Formel- und Sportwagenlegende Kurt Ahrens, der Ex-Rallye-Europameister Jochen Berger sowie der ehemalige Porsche-Rennleiter Manfred Jantke. Aber auch in anderen Starterfeldern sind besondere Gäste zu sehen.
So startet im Feld der historischen Formel 1 etwa Tony Smith, Manager der Rock-Gruppen Genesis und Pink Floyd. Im 400km-Rennen der historischen Tourenwagen und GTs versprechen Top-Piloten wie der Langstrecken-spezialist Ralf Kelleners und Renn-Amazone Claudia Hürtgen einen heißen Tanz.
www.adac-eifelrennen.de
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