Das Rennen
Wie erwartet übernahm Thomas Mutsch die Spitze, gefolgt von Frank Kechele (ARGO Lamborghini) und Marc Hennerici. Einen Blitzstart legte Phillipe Dumas im Hexis Aston Martin hin. Von Rang 8 lag der Franzose schon nach der ersten Kurve auf Platz 4 vor Stippler im Heico Porsche, an dem die Heckstoßstange nach Feindkontakt nur noch in Fetzen hing.
Ebenfalls rauchend unterwegs war Peter Terting (#22 Kessel Ferrari), der sich vorne rechts das Auto beschädigt hatte und das Tempo der Spitze dadurch nicht mitgehen konnte. Frank Schmickler (#3 ARGO Lamborghini) kassierte Terting als erster ein und war dann Achter.
Während sich Thomas Mutsch vorne schnell absetzte und bereits nach drei Runden 3,1 Sekunden Vorsprung hatte, geriet Kechele unter Druck von Hennerici. In Runde 7 konnte sich Hennerici in der Hotel Kurve schließlich vorbei schieben. Aus den Top 6 verabschiedete sich kurz danach Frank Stippler. Aufgrund der herabhängenden Stoßstange holte die Rennleitung den Porsche an die Box, das Team entschied sich zur Aufgabe.
Neuer Mann auf Rang 5 war nun Mike Hezemans (#11 Reiter Lamborghini) vor Tim Bergmeister, Frank Schmickler, Christopher Haaase und Toni Seiler. Vor allem die drei letztgenannten bildeten eine . interessante Gruppe beim Kauf um die Positionen.
Vor allem der Schweizer Seiler versuchte sich Haase und damit den letzten Punkterang zu schnappen. Doch Haase blieb standhaft und verteidigte Rang 8. Mit der 16. Runde begann das Boxenstoppfenster. Tim Bergmeister scherte als Erster aus der Spitzengruppe aus und übergab an Bruder Jörg. Auch die Ford Doppelspitze kam früh in den Runden 18 (Mutsch) und 19 (Hennerici) an die Box.
Frank Kechele blieb länger auf der Piste, konnte aber die Spitze nicht erreichen. Beide Matech Ford GT lagen auch nach den Stopps in Führung. Jürgen von Gartzen hielt sich vor Kenneth Heyer. Überhaupt glichen die ersten Platzierungen denen vor den Stopps. Hinter den Ford GT lag Harald Becker (ab Runde 22 Im #4 ARGO Lamborghini), Manu Rodrigues (Hexis DBRS9), Jörg Bergmeister, Marius Ritskes, Albert von Thurn und Taxis und Sebastian Asch.
Jürgen von Gartzen setzte sich erst bis auf 3,3 Sekunden von Heyer ab, bekam aber dann Probleme mit dem Getriebe. ""Die Gänge ließen sich immer wieder nicht richtig einlegen und ich bin im Leerlauf gelandet", so von Gartzen. "Dadurch habe ich viel Zeit verloren." Kenneth Heyer nutzte die Chance und schloß schnell auf und hing in Runde 33 nur noch 0,3 Sekunden hinter dem Teamkollegen.
Auch um Platz 3 ging es hoch her. Tim Bergmeister übte Druck auf Harald Becker aus und wollte diesen letzten Podestplatz noch erreichen. 8 Minuten vor Schluss konnte Becker nicht mehr gegenhalten und ließ Bergmeister ziehen. Die Spitze sah ebenfalls ein Wechselspiel. In Umlauf 34 konnte Heyer an von Gartzen vorbeigehen und lag nun in Führung.
Der Wegberger ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und holte sich seinen ersten Sieg im ADAC GT Masters. Von Gartzen / Mutsch wurden Zweite und sammelten weitere achte Punkte, was sie mit insgesamt 18 Zähler an die Tabellenspitze bringt. Jörg und Tim Bergmeister komplettierten das Podium auf Rang 3.
"Unser Ziel war erstmal durch zu fahren", erzählte Marc Hennerici. "In den ersten Runden habe ich mir das Spiel erstmal angeschaut. Als ich dann auf Platz zwei lag und mich absetzen konnte, habe ich Speed rausgenommen und dann an Kenneth übergeben." Der hatte am Ende mit nachlassenden Reifen zu kämpfen: "Die Reifen waren schon ziemlich hinüber, aber es hat gereicht", freute sich Heyer.
Schwarzes Wochenende für Seiler Racing
Gleich beide Corvette Z06 des Schweizer Teams traf es am Sonntag in Oschersleben. In der zweiten Rennhälfte sackte der Öldruck der #18 Corvette mit Oliver Mayer am Steuer wie schon am Samstag in den Keller.
Ein zusätzlicher Stopp brachte keine Besserung, so dass Mayer den GT vor Rennende vorzeitig abstellte. Mit dem gleichen Problem fiel auch die #19 Vette von Hauser / Casadei aus.
Terting / Kremer disqualifiziert
Aus der Wertung genommen wurde der #22 Kessel Ferrari von Kremer / Terting. Zwar absolvierten sie aufgrund technischer Probleme mehrere Stopps, doch keiner davon lag im Zeitfenster der 23. bis 37. Minute.
"Ein Kerzenstecker hatte sich gelöst, so dass ich teilweise nur sieben Zylinder zur Verfügung hatte", gab Peter Terting zu Protokoll. "Deshalb waren wir bestimmt dreimal an der Box".
Jörg van Ommen zufrieden
Als Neueinsteiger mit den Piloten Manuel Lauck / Jens Richter war Jörg van Ommen Autosport in Oschersleben im ADAC GT Masters dabei. "Wir sind realistisch und wissen, dass wir mit einem Standard Cupauto hier nicht vorne mitfahren können.
Daher sind wir mit den erreichten Ergebnissen sehr zufrieden, mehr war sicher nicht möglich", so Teamchef Jörg van Ommen. "Manuel und Jens haben sehr gute Leistungen auf der Strecke gezeigt, wir sammeln in diesem Jahr jetzt einfach mal Erfahrung in der Serie."
Aus für Langen / Hannawald
Ein Dreher von Christoph Langen in der zweiten Runde sorgte früh für Rückstand, ein Getriebeschaden warf den von Schnabl Engineering betreuten Porsche 997 GT3-Cup schließlich aus dem Rennen.
- SRO -
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