1. Freies Training
Die Corvette bestimmten das Bild an der Spitze im ersten Training. Lange hatten Dominik Schwager und Klaus Ludwig die Nase vorn, dann schritt Sascha Bert in der silbernen Vette mit der #38 ein und fabrizierte die schnellste Runde. Kurz vor Schluss legte der Hesse noch mal nach und durchbrach die 2 Minuten Schallmauer. 1.59,9 Minuten war die einsame Bestzeit. Dahinter folgten im Paarlauf die ARGO Gallardo.
Um nur ein Zehntel voneinander getrennt lagen Asch / Schmickler 1und Becker / Kechele am Ende der Sitzung auf den Rängen 3 bzw.4. Noch verhalten agierte die Aston Martin Fraktion, wo Christian Hohenadel und Michel Frey die Spitze stellten. Zwischen 2,6 und 2,8 Sekunden fehlten dem Hexis Team auf die Spitze.
Vor allem mit der Mercedes Arena hatte man Probleme, liebt der DBRS9 doch eher flüssige Abschnitte. Zudem schwebte mit dem Wetter ein Damoklesschwert über den Zeiten der britischen GT. Nur im Trockenen können die Aston Martin brillieren.
Plamen Kralev und Nicki Cadei, sonst mit dem Kessel Ferrari 430 in der GT3 Europameisterschaft unterwegs, bildeten die Ferrari Speerspitze. Während Kralev durch beherzte Fahrweise auffiel und auch mal zu viel Einsatz mit einem Dreher bezahlte, spulte Cadei zuverlässig schnelle Runden ab.
Der Italiener coacht den Bulgaren Kralev, der aus der Ferrari Challenge in die GT3 aufgestiegen ist. Gekürzt wurde das Training von der Rennleitung kurzfristig von 60 auf 55 Minuten, da der Zeitplan des Wochenendes äußerst eng gefasst war.
2. Freies Training
Erneut schaffte es nur ein Fahrzeug unter die 2 Minuten Grenze. Diesmal war es Frank Kechele, der zur Mitte des Trainings 1.59,630 Minuten fuhr und damit die Tagesbestzeit setzte.
Die ARGO Teamkollegen bildeten wieder mal den Schatten, Schmickler / Asch waren nun Zweite mit 0,8 Sekunden Rückstand. "Wir haben im Vergleich zum Vormittag noch ein paar Dinge am Fahrwerk geändert, die sich nun gut ausgewirkt haben", so Frank Schmickler über die gute Leistung des Teams in den beiden Trainings.
"Allerdings sollten wir die Zeiten nicht überbewerten, erst morgen im Qualifiyng mit neuen Reifen werden wir die wahre Stärke aller Konkurrenten sehen."
Sascha Bert fuhr die drittschnellste Zeit, kam jedoch aufgrund der gestiegenen Temperaturen nicht ganz an seine beste Runde aus dem ersten Training heran. Fast neun Zehntel fehlten dem Corvette Piloten am Ende.
Trotz Rang 4 war man bei Matech GT Racing nicht ganz zufrieden,. 1,7 Sekunden fehlten auf die Spitze, ebenso wie das Wissen, woran es speziell krankte. Direkt nach dem Training zogen sich Marc Hennerici und Kenneth Heyer daher zur Beratung mit ihrem Renningenieur zurück.
Frank Stippler und Tim Bergmeister waren schnellstes Porsche Team im Mühlner 997 Cup S. Mit 2.01,591 Minuten belegten sie Rang 5. "Wir tun uns hier halt schwer, liegen aber im Endeffekt da wo wir immer im Training sind", so Tim Bergmeister.
Pech hatten die Mit-Tabellenführer Christopher Haase und Albert von Thunr und Taxis. Mit den alten Reifen und 100 KG Gewicht kamen sie mit ihrem Gallardo nicht recht in Gang. Am Ende des zweiten Trainings rutschte das team flatex reiter Auto schließlich ins Aus, schlug jedoch nirgendwo an. Haase vermutete einen gebrochenen Querlenker.
Technikprobleme bei Corvette
Gleich zwei Teams haderten mit der Technik ihrer Corvette Z.R. Bei Ludwig / Schwager gab es einen Motorschaden, der mangels Ersatztriebwerk am Freitag nicht mehr behoben werden konnte. Ein neues Aggregat soll für das Qualifying am Samstag beschafft und eingebaut werden.
"Wir hatten wohl einen Materialfehler an einem Kolben", schilderte Ernst Wöhr die Lage. "Klaus hat Öldämpfe im Cockpit bemerkt und ist gottseidank sofort rein gekommen und hat das Auto abgestellt. Den Motor werden wir wohl zuhause wieder richten können."
Toni Seiler kämpfte in seiner #18 Vette dagegen mit dem Getriebe. "Irgendwo hakt es im Schaltgestänge. Man muss beim Schalten immer noch mal nachdrücken, vor allem beim herunterschalten tritt das Problem auf", so der Schweizer. Im zweiten Training lief es dann merklich besser. 1,1 Sekunden schneller pro Runde und Rang 8 standen am Ende auf der Zeitenliste.
Rainer Stiefel mit Jetlag
Frisch aus dem Urlaub kam MRP Racing Pilot Rainer Stiefel an den Nürburgring. Allerdings litt Stiefel noch an den Folgen des Jetlag. "Ich bin eigentlich hundemüde und schlafe aber kaum.
Dadurch kann ich noch nicht alles aus dem Auto rausholen. Da müsste von der Zeit noch was gehen." Dazu kamen noch die ungewohnten Temperaturen. "Nach zwei Wochen Florida sind 19 Grad in der Eifel wie Winter", grinste Stiefel.
Fahrzeugwechsel bei G-Private
Bislang waren Jörg Peham und Matthias Schmitter auf einem Porsche 997 GT3-Cup im ADAC GT Masters unterwegs. Nun wechselten sie am Nürburgring auf die neuere Variante GT3 Cup S.
Dabei handelte es sich um das Chassis, welches zu Saisonbeginn unter der Nennung von HEICO im Masters lief. Zum Verkauf steht nun der Cup Elfer von Peham, da man den Rest der Saison im Cup S bestreitet.
- SRO -
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