Qualifying 1
Zum Tausendstel Krimi mauserte sich die erste Hälfte des Zeittrainings. Jürgen von Gartzen und Jörg Bergmeister hießen die Kontrahenten. Bei jeder Durchfahrt wechselte die Führung, bis sich Bergmeister im Mühlner Porsche mit 1.30,376 Minuten für einige Zeit vorne halten hatten konnte. Ganze 39 Tausendstel trennten von Gartzen und Bergmeister auf dem Zeitenmonitor.
Ähnlich knapp ging es dahinter zu, wo sich Harald Becker (#4 ARGO Lamborghini) und Albert von Thurn und Taxis (Flatex Reiter Lamborghini) um Rang 3 stritten. Nur 36 Tausendstel trennten die Markenkollegen. Schlussendlich setzte sich an der Spitze Jürgen von Gartzen durch und sicherte sich mit 0,096 Sekunden Vorsprung die Pole Position.
Jörg Bergmeister konnte nicht mehr nachlegen und wurde als Zweiter gewertet. "Das war absolutes Maximum bei uns", gestand Bergmeister. "Mehr geht hier mit dem Porsche nicht." Für eine reine Lamborghini Startreihe sorgten Asch (#3 ARGO Lamborghini) sowie von Thurn und Taxis.
Sebastian Asch war kurz vor Ende am Reiter Piloten sowie an seinem Teamkollegen Becker vorbei auf Rang 3 gezogen. "Ich war mir eigentlich sicher den dritten Platz zu halten", so Harald Becker. "Daher bini ich am Ende nicht noch mal raus gefahren.
Aber mit Startplatz 5 sind wir auch zufrieden." Mit Thomas Acary (Hexis Aston Martin) auf Platz 6 und Luca Pirri (G-Private Corvette) auf Rang 7 klassierten sich fünf Marken auf den ersten sieben Rängen. Chris Hyman war schnellster Ferrari Pilot auf Gesamtrang 14.
Qualifying 2
Noch eindeutiger gestaltete sich die Lage im zweiten Teil des Zeittrainings zugunsten des Matech Teams. Thomas Mutsch belegte von Beginn an die Spitzenposition und schraubte die Bestzeit bis auf 1.29,360 Minuten herunter.
Ein Level, welches die Konkurrenz nur knapp verfehlte. Zu Beginn lag Teamkollege Marc Hennerici in Schlagreichweite, wurde aber zum Ende des Trainings von Frank Kechele verdrängt. Der 22-jährige ex Formel Pilot griff erst zur Halbzeit ins Geschehen ein. Kechele wartete im ARGO Lamborghini die ersten Runden der Gegner ab und suchte sich ein freies Rundenfenster aus.
Nach zwei Aufwärmrunden legte Kechele los und schrappte mit 1.30,026 nur knapp an der Marke von 1.30 Minuten vorbei. Hennerici blieb sechs Zehntel zurück auf Rang 3. Frank Stippler rehabilitierte sich mit Rang 4 als bester Porsche Pilot nach seinem Ausrutscher vom gestrigen Tag. "Das Auto scheint wieder in Ordnung zu sein, mit dem Training bin ich soweit jedenfalls zufrieden", so Stippler. Um 0,076 Sekunden geschlagen geben musste sich Tim Bergmeister im Mühlner Cup S.
Eigentlich hätte Gianni Morbidelli die Lamborghini Krone tragen müssen. Doch der Italiener absolvierte seine beste Runde unter Gelb, weshalb die Rennleitung eben jene schnellste Runden strich. So war es schließlich Mike Hezemans im #11 Reiter Gallardo, dem die Ehre der schnellsten Lamborghini Runde zuteil wurde.
Rang 6 mit 1,7 Sekunden Rückstand auf die Spitze war das Ergebnis für den Niederländer. Analog zu Morbidelli erging es auch Julien Rodrigues im Hexis Aston Martin sowie Jörg Peham aus dem G-Private Team im Porsche 997 Cup. Nach einem Abflug von Carsten Welpmann (#23 Kessel Ferrari) nach der McDonalds Schikane und geschwenkten gelben Flaggen hatten diese Piloten ihre schnellsten Runden gedreht.
Schnellste Markenvertreter waren in der zweiten Session Peter Terting (Ferrari, Rang 7), Phillipe Dumas (Aston Martin, Rang 8) und Toni Seiler (Corvette, Rang 10). Damit konnten alle sechs anwesenden Marken mindestens ein Fahrzeug in die Top 10 bringen. Gut eingelebt haben sich die Olympioniken Christoph Langen und Sven Hannawald. Mit dem Buchbinder Porsche 997 Cup qualifizierte sich Langen für Platz 22 (Langen, Rennen 1) bzw. 18 (Hannawald, Rennen 2).
-- SRO -
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