1. Qualifying
Christopher Haase begab sich früh auf die Strecke und legte 1.23,210 Minuten vor, gefolgt von Marc Hennerici (1.23,366) und Jörg Bergmeister (1.23,842).In der vierten Runde des Trainings kam dann der nächste Rutsch in den Zeiten.
Jeroen Bleekemolen verdrängte erst Hennerici von P2, der schlug dann aber zurück und blieb gleich unter der 1.23 Minuten Marke. 1.22,957 Minuten bedeuteten provisorische Pole für den dunkelblauen Ford GT.
Zwischen diversen gelben Flaggen schraubten Bleekemolen und Klaus Ludwig die Zeiten im Zehntelbereich nach unten, bis Sebastian Asch ca. 8 Minuten vor Schluß die Zeitmeßlinie kreuzte.
Seine schnellste Runde in 1.22,638 Minuten sollte Bestand halten und ARGO Racing die dritte, für Asch die allererste Pole Position im ADAC GT Masters bedeuten. "Klar war die Zeit an sich ok, aber ich denke eine hohe 1.21er Runde hätte vielleicht noch drin sein können", so Sebastian Asch nach dem Training.
Spannend war natürlich die Frage, wo die Titelaspiranten bleiben würden. Am Ende des ersten Qualifyings sollten sowohl der #15 Mühlner Porsche als auch der #1 team flatex reiter werden das Rennen am Samstag aus der dritten Startreihe aufnehmen. Jörg Bergmeister hielt schließlich die Nase des Porsche vor dem Gallardo von Christopher Haase.
2. Qualifying
Frank Kechele (#4 ARGO Racing Lamborghini) setzte seine Ankündigung aus dem freien Training nun im Qualifying um. Von 1.23 fielen seine Rundenzeiten über 1.22,008 auf 1.21,726 Minuten. Die Verfolgergruppe rekrutierte sich aus den Gallardo von Albert von Thurn und Taxis sowie Peter Kox sowie dem Hexis Aston Martin mit Frederick Makowiecki am Volant.
Nur eine Runde nach Kecheles schnellstem Umlauf unterbot der Franzose die Bestzeit des Ulmers um gerade einmal 27 Hundertstel Sekunden. Weitere Konter mussten erst einmal eingestellt werden, als die Rennleitung die gelbe Flagge nach einem Dreher von Toni Seiler zeigen musste. Die ersten 5, alle inzwischen im Bereich von hohen 1.21er Zeiten, kamen an die Box und kühlten Fahrer sowie Reifen.
Kurz vor Ablauf der 20 zur Verfügung stehenden Minuten ging die Jagd noch einma los, doch keiner der Piloten aus der Spitzengruppe konnte noch einmal nachlegen. Einzig Frank Schmickler aus dem ARGO Racing Team schob seinen #3 Gallardo noch in die Top 10 vor. Rang 6 sollte schließlich für ihn herausspringen. Die Pole jedoch ging zum zweiten Mal an diesem Jahr an Hexis Racing und Aston Martin.
"Es ist phantastisch", freute sich Frederic Makowiecki. "Und ich bin sicher, dass noch zwei Zehntel drin waren in meiner schnellsten Runde. Aber ich habe einen kleinen Fehler gemacht und etwas Zeit liegen lassen. Ich kannte die Strecke hier zwar überhaupt nicht, aber es macht richtig Spaß, sie ist so anders als die üblichen GP Strecken. Zudem liegen unserem Aston die langgezogenen Kurven."
Der Titelkampf
Hatten die Bergmeister Brüder im ersten Training noch die Oberhand im Titelduell, so war es diesmal der flatex reiter Lamborghini. Albert von Thurn und Taxis wird von Platz 5 aus am Sonntag starten, Tim Bergmeister von Rang 9 aus.
Mein bester Umlauf war eigentlich keine Reifenrunde mehr. Als die Reifen noch richtig Grip hatten, haben ein paar kleine Fehler von mir bessere Zeiten verhindert, dann hatte ich mal eine freie und gute Runde."
Tim Bergmeister kommentierte das Qualifying Ergebnis relativ gelassen. "Jörg hat sehr gute Arbeit in seinem Training geleistet, bei mir lief es nicht ganz so gut. In meinen ersten Runden bin ich zweimal behindert worden. Dann haben wir etwas geändert, das hat sich aber nicht positiv ausgewirkt.
Wie üblich wird es im Rennen sicher besser für uns laufen, da wir über die Distanz immer sehr konstant und schnell fahren. Vielleicht kommt es uns hier auch zugute, dass der Porsche etwas schonender mit dem Reifen umgeht."
Heimspiel
Ruben Zeltner, Geschäftsführer des Fahrsicherheitszentrums am Sachsenring, teilt sich an diesem Wochenende den #40 Porsche 997 GT3-Cup S mit Jörg Peham.
Trotz Rang 16 im zweiten Qualifying war der gebürtige Österreicher zufrieden. "Ich freue mich, nach 2007 auch in diesem Jahr wieder hier als Gast im ADAC GT Masters fahren zu dürfen. Der Cup S macht mir noch mehr Spaß als der normale Cup Porsche. Durch die breitere Spur liegt das Auto viel ruhiger und lässt sich besser beherrschen. Sicher könnte die Zeit besser sein, aber wie gesagt, ich bin Gast und möchte es auch nicht übertreiben."
Mit 1.25,300 Minuten war Zeltner aber immerhin gut vier Sekunden schneller als vor Jahresfrist.
- SRO -
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