
Dominik Schwager (#57 Martini Callaway Corvette) und Frank Kechele (#4 ARGO Racing Lamborghini Gallardo) waren in den Zeittrainings die jeweils schnellsten Piloten in ihren Gruppen.
Schwager setzte mit 2.00,133 Minuten die Bestzeit für Rennen 1, Kechele lag mit 1.58,914 Minuten für Rennen 2 sogar noch 1,2 Sekunden darunter.
Insgesamt vier Fahrer (Kechele, Ludwig, Bert und Schmickler) knackten die 2 Minuten Grenze auf dem 5,137 Kilometer langen Eifelkurs. Das erste Rennen beginnt am Samstagabend um 18 Uhr, Rennen 2 am frühen Sonntagmorgen um 09.10 Uhr.

1. Qualifying
Mit seiner ersten Runde setzte Thomas Jäger im Buchbinder Porsche 997 GT3 Cup ein Zeichen. Zwar war klar, dass eine 2.03,753 sicher nicht für die Pole reichen würde, dennoch sollte Jäger damit lange unter den Top 3 bleiben. An der Spitze wurde er schnell von Marc Hennerici (2.01,267 Minuten) und später noch von Dominik Schwager ((2.00,846 Minuten) verdrängt.
Hennerici konterte im Ford GT noch einmal und unterbot Schwagers Zeit um 1,5 Zehntel. Michel Frey ließ erneut das Potential der Aston Martin mit Rang 4 aufblitzen, gefolgt von Stippler (#15 Mühlner Porsche) und Cadei im schnellsten Kessel Ferrari.
Derweil ließ sich Schwager nicht mit Hennericis Runde abspeisen und legte seinerseits noch mal nach. Bei 2.00,133 Minuten blieb die Uhr für die Martini Callaway Racing Corvette stehen. Hennerici verzichtete auf einen Konter und schonte lieber die Reifen für das erste Rennen am Samstagmittag. "Jede Runde, die ich jetzt noch fahre, fehlt mir auf dem Reifen später", so die simple Erklärung.

Erst spät ins Qualifying griff die ARGO Racing Truppe ein. Harald Beckers erste schnelle Runde in der #4 führte ihn passenderweise auch auf Rang 4 hinter Schwager, Hennerici und Jäger. Sebastian Asch im zweiten ARGO Lamborghini Gallardo hatte sich nun ebenfalls auf Zeitenjagd gemacht und kam auf Anhieb in die dritte Position.
Nick Cadei verdrängte kurzzeitig Becker von Rang 4, doch der legte nach einer Abkühlungsrunde für die Reifen noch mal eine Schüppe Kohlen nach. Damit beide ARGO Gallardo in Reihe 2.
Cadei klassierte den besten 430er Ferrari auf Rang 5 vor Martin Matzke (MM Corvette). Überraschend jedoch der siebte Rang für Thomas Jäger im Standard Cup Porsche. Nur 2,158 Sekunden sollten Jäger nach 20 Minuten Training auf die Spitze fehlen.
Damit holte er die beste Startposition für diesen Fahrzeugtyp in dieser Saison. Etwas besser als am Freitag ging es für die Tabellenführer. Albert von Thurn und Taxis fuhr sich in letzter Sekunde noch mit Rang 10 in die Top 10, nur sieben Tausendstel (!) vor Frank Stippler im Mühlner Porsche Cup S.
"Wir hatten schon gehofft weit vorne zu stehen", erzählte Dominik Schwager. "Aber nachdem uns das zweite freie Training aufgrund des Motordefektes gefehlt hat, wussten wir nicht ob wir mithalten können. Das Auto war auch nicht perfekt und hat stark über die Vorderachse geschoben.
Ich musste daher meinen Fahrstil etwas darauf anpassen, um schnell zu sein. Dazu kam, dass die Strecke im Vergleich zu gestern doch sehr rutschig war. Von daher ist meine Zeit ganz ok. Aber eine mittlere 1.59er Runde wäre für mein Ego schon besser gewesen."

2. Qualifying
Klaus Ludwig legte 2.01,089 Minuten vor und wurde bei der nächsten Durchfahrt von Christopher Haase im team flatex reiter Lamborghini um 3 Zehntel Sekunden unterboten. Sascha Bert bildete in der #38 Corvette die dritte Kraft. Nachdem die 2-Minuten Marke im ersten Training noch Bestand haben sollte, fiel sie nun in der zweiten Hälfte des Qualifying. Ludwig fuhr 1.59,657 Minuten.
Sascha Bert wurde derweil von Tim Begmeister (#15 Mühlner Porsche) auf Rang 3 abgelöst. Frank Kechele sollte es schließlich sein, der die Zeit an der Spitze vorgeben sollte. Wie schon Co Harald Becker ging auch der 22-Jährige aus Ulm spät auf die Strecke und schoss sich sofort an die erste Position.
1.59,5 Minuten sprangen bereits in der ersten Runde heraus, doch das Ende war noch nicht erreicht. Kechele schraubte seine Bestzeit bis auf 1.58,914 Minuten herunter. Schneller war an diesem Wochenende noch kein Pilot unterwegs. Klaus Ludwig blieb mit etwas mehr als sieben Zehntel Sekunden Rückstand auf Rang 2, gefolgt von Sascha Bert (#38 Corvette) und Frank Schmickler (#3 ARGO Gallardo).

Am Ende musste sich Christopher Haase mit Platz 5 zufrieden geben. Hatte der Kulmbacher zu Beginn des Trainings noch an der Spitze gelegen, hatte er schlussendlich gut eine Sekunde Rückstand auf Schmickler.
Gleich zwei Porsche 997 Cup S brachte Mühlner Motorsport in die Top 10 der Startaufstelllung für Rennen 2. Sebastian Bleekemolen fuhr mit der #16 2.00,827 Minuten, was für Rang 6 langte, Tim Bergmeister folgte mit gut 1,5 Zehnteln Abstand auf P7.
"Wie üblich haben wir etwas abgewartet", schilderte Frank Kechele die Taktik. "Dadurch habe ich nicht mehr viel Verkehr gehabt und steckte nicht in einer Gruppe drin, die gerade versucht den Peak der Reifen zu nutzen. Meine erste Runde war nicht einmal perfekt, hat aber schon für eine Bestzeit gereicht.
Im nächsten Umlauf war auch nicht alles optimal, hat mir aber noch mal einen großen Vorsprung eingebracht. Mehr als die zwei fliegenden Runden wollte ich dann auch nicht fahren um mir das Reifenmaterial für das Rennen aufzusparen."

Ritskes ohne Druck
Mit Benzindruckproblemen strandete der #11 flatex reiter Gallardo mit Marius Ritskes am Steuer in der Mercedes Arena. Für den Niederländer sollte somit nur Rang 22 heraus springen. Co Jan Lammers konnte in seinem Training wieder etwas mehr angasen und wurde 13.
Matech mit gebremstem Schaum
Nach dem Unfall in Assen musste Matech GT Racing ein komplett neues Chassis für Kenneth Heyer und Marc Hennerici aufbauen. In den Trainings konnte man zwar die Fühlung zur Spitze halten, aber der letzte Schritt fehlte in der Regel.
"Es lief noch nicht so alles optimal, da fehlte es noch an einigen Kleinigkeiten", so Hennerici.

"Ich habe in meiner Session versucht den Peak der Reifen in den ersten zwei Runden zu treffen. In meiner Gruppe hat es zwar für Rang 2 gereicht, aber wir sind noch nicht ganz da, wo wir sein sollten.
Dazu ist natürlich die Einstufung des Ford recht happig aus unserer Sicht. Andererseits muss man sagen, dass damit aber auch bewiesen ist, dass die Einstufungswege der FIA durchaus funktionieren."
- SRO -
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