- In der ADAC Procar-Tabelle liegt der Hennefer weiter auf Rang 2 -
Nasskaltes Wetter empfing die ca. 30 Tourenwagen-Piloten der ADAC Procar Meisterschaft bei ihrem ersten Auslandsgastspiel der Saison2008 im niederländischen Assen. Deshalb kamen profillose Slicks an ihren Fahrzeugen so gut wie nie zum Einsatz. Doch pünktlich zum zweiten Rennen des Wochenendes stellte sich eine Regenpause ein, die in Verbindung mit dem aufkommenden Wind ein Abtrocknen der 4,555 km langen Rennstrecke in der Nähe von Groningen erwarten ließ.
Erwin Lukas erkannte sofort seine Chance und bat sein Team GENA Motorsport, die Reifen zu wechseln, obwohl der Asphalt zu Beginn noch nass war. Teamchef Gerald Nahr reagierte blitzschnell und schickte den Hennefer mit seinem Opel Astra CDTI goldrichtig ins Rennen. Während Konkurrent Uwe Reich aus Lohmar im regenbereiften Alfa 147 JTD mit stumpfen Waffen kämpfte, schnappte sich Lukas die Führung und fuhr den Sieg sicher nach Hause.
"Zu Beginn des Rennwochenendes war ich nicht so gut drauf, denn die Trainingssitzungen haben mir wieder einmal deutlich bewusst werden lassen, dass ich gegenüber Uwes Alfa Romeo einfach zu wenig Leistung im Auto habe. Aber der taktische Sieg im zweiten Lauf war ein mehr als versöhnliches Ergebnis und hat mir eine großes Stück Motivation für die zweite Saisonhälfte gegeben", strahlte der DEKRA-Kfz-Sachverständige mit dem Pokal in der Hand nach der Siegerehrung.
Bereits am Samstag wurde die Zeitenjagd in der Division drei der ADAC Procar zu einem direkten Duell der beiden Routiniers Erwin Lukas und Uwe Reich. Beide verfügen über 30 und mehr Jahre Erfahrung im Motorsport, so dass oft nur die Tagesform von Mensch und Material über Sieg oder Niederlage entscheidet. So konnte der 67-jährige Reich mit seinem Alfa im freien Training und im Zeittraining jeweils einen kleinen Vorsprung von sechs Zehntel auf den LINDENBERG-Opel des Hennefers herausfahren.
An diesem Kräfteverhältnis änderte sich auch im ersten der beiden Sprintrennen am Sonntag Nachmittag nichts. Lukas blieb seinem Widersacher im Kampf um die Meisterschaft zwar auf den Fersen, ein Überholen war jedoch abseits der Ideallinie des rutschigen TT-Circuit von Assen völlig unmöglich. Als nach etwas mehr als 20 Minuten die schwarzweiß-karierte Flagge den ersten Lauf beendete, musste sich der gebürtige Rösrather mit Platz zwei zufrieden geben.
Doch in Lauf zwei drehte der IGOL-Pilot den Spieß um und hatte dank seines perfekt aufgegangenen Reifenpokers keine Mühe, den Sieg sicher ins Ziel zu bringen. "Uwe hatte diesmal keine Chance und ich konnte es mir sogar zwischendurch leisten, etwas Tempo herauszunehmen. Dass ich gerade den zweiten Lauf gewonnen habe, freut mich besonders, denn wegen des engen Zeitplans in der ADAC Procar gibt nur hier eine Siegerehrung auf dem Podium - und so durfte ich mir den Pokal und die Sektdusche abholen!"
Der direkte Zweikampf der beiden Piloten aus dem Rhein-Sieg-Kreis ging mit je einem Sieg und einem zweiten Platz unentschieden aus, so dass Lukas nach wie vor fünf Punkte auf seinen Widersacher fehlen. Die möchte sich der 50-jährige Ingenieur nun bei der fünften von acht Veranstaltungen Ende August in der Motorsportarena Oschersleben holen. Der Auftritt in der Magdeburger Börde ist für die Teilnehmer der ADAC Procar ein absolutes Saisonhighlight, denn zum ersten Mal seit zwei Jahren treten die Teams und Fahrer wieder im Rahmen des einzigen deutschen Laufs der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) gegeneinander an.
- F. Wagner / Pitwall Media Office -
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