Hennefer Opel-Pilot war auch am Nürburgring schnell unterwegs

Ein dritter Platz auf dem 25,378 km langen Nürburgring-Gesamtkurs reichte dem Hennefer Erwin Lukas, um nach 3 von 15 Rennen der ADAC Procar Meisterschaft zum ersten Mal die Tabellenführung zu übernehmen. Im Rahmen des 36. ADAC 24 Stunden-Rennens überzeugte der Kfz-Sachverständige vor der Rekordkulisse von über 220.000 Zuschauern mit einer soliden Leistung und brachte seinen Opel Astra CDTI sicher ins Ziel.
„Die beiden VW Golf der RSG Wolfsburg sind dem Rest der Dieselklasse haushoch überlegen, gegen die hätte ich ohnehin keine Chance gehabt. Also bin ich mein eigenes Rennen gefahren und habe Rang drei sicher ins Ziel gebracht", begründete der Rheinländer seine relativ unspektakuläre Fahrt aufs Siegerpodest.
Das 24 Stunden-Rennen auf dem Nürburgring zählt schon seit Jahren zu den absoluten Highlights im Terminkalender der ADAC Procar Meisterschaft, denn bei keinem anderen Rennen können die Piloten ihren Gästen und Sponsoren ein größeres Medieninteresse präsentieren. Und der bunte Mix aus Sportwagen, Formel- und Tourenwagenrennen am langen Fronleichnams-Wochenende lockte auch in diesem Jahr bei sommerlichen Temperaturen wieder mehr Zuschauer in die Eifel als zu jeder anderen Rennstrecke.
Bereits am Donnerstag Mittag gingen die Procar-Piloten zu ihrem ersten Zeittraining auf die Kombination aus Grand Prix-Kurs und Nordschleife des Nürburgrings, und in der Division 3 der Turbodiesel bis zwei Liter Hubraum konzentrierte sich alles auf den Dreikampf von Volkswagen gegen Opel und Alfa Romeo. Vorjahresmeister Kai Jordan und sein Teamkollege Stefan Michels legten mit ihren Golf TDI auch in diesem Jahr wieder die Messlatte sehr hoch, doch bereits knapp dahinter wurde Erwin Lukas in 10:46,237 Minuten mit der drittschnellsten Zeit im Starterfeld notiert. Im zweiten Qualifying konnte sich der DEKRA-Ingenieur noch einmal deutlich steigern und bei seiner schnellsten Runde in 10:34,599 Minuten Michels um mehr als eine Sekunden auf den dritten Platz verweisen.
„Ich bin selbst etwas überrascht, dass ich es geschafft habe, in unserer Klasse soweit vorne zu stehen, denn nach dem Sieg in Oschersleben bekam ich 50kg Strafgewicht ins Auto. Aber unser Team GENA Motorsport hat das Auto für die anspruchsvolle Nordschleife sehr gut eingestellt und so konnte ich gleich zu Beginn eine fast perfekte Runde hinlegen", lobte Lukas nach dem Training seine Mannschaft. Für das Vier-Runden-Rennen am Samstag Morgen blieb der Lindenberg-Pilot trotzdem realistisch: „Unter normalen Voraussetzungen kann ich die beiden Golf nicht halten. Wenn die keine Probleme kriegen, dann ist maximal Platz drei möglich."
Wie recht Erwin Lukas mit seiner Prognose behalten sollte, zeigte sich bereits zu Beginn des Rennens. Trotz eines guten Starts konnte der Opel-Pilot nicht verhindern, dass die beiden Wolfsburger Dieselflitzer an der Spitze auf und davon fuhren. Einem Startunfall, in den gleich mehrere Vertreter aus den anderen Klassen verwickelt wurden, konnten die Piloten der Division 3 zum Glück alle ausweichen, doch danach waren die Positionen bezogen. Im Verlauf des Rennens profitierte Lukas ein wenig vom Pech seines Konkurrenten Uwe Reich, dessen Alfa von Elektronikproblemen eingebremst wurde. So wurde der dritte Platz zu einer sicheren Beute des Hennefers, der jetzt mit 24 Zählern die Tabelle anführt. Auch in der Teamwertung liegt GENA Motorsport auf Platz eins.
Die nächste Veranstaltung der ADAC Procar findet Mitte Juni in Hockenheim statt. Auf dem Grand Prix-Kurs in Baden-Württemberg werden wieder wie üblich zwei Sprintrennen von je 20 Minuten ausgetragen.
- F. Wagner / Pitwall Media - auch Photo
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