Hennefer Opel-Pilot fuhr in der ADAC Procar wieder aufs Podium
Mit einem Rückstand von nur sechs Zehntelsekunden verpasste Erwin Lukas beim vierten Lauf der ADAC Procar Meisterschaft in Hockenheim denkbar knapp einen weiteren Sieg.
Auf regennasser Fahrbahn lag der Opel-Pilot aus Hennef fast das gesamte Rennen an der Spitze der Division drei für Dieselfahrzeuge, musste sich jedoch in der Schlussphase seinem Verfolger Uwe Reich aus Lohmar geschlagen geben und mit Platz zwei vorlieb nehmen.
Im zweiten Durchgang bremsten Reifenprobleme den Vorwärtsdrang des Routiniers, doch mit Platz drei konnte der Sieger des Auftaktwochenendes in Oschersleben auch diesmal wieder wichtige Punkte für die Meisterschaft sammeln.
Nach dem Gastspiel auf der über 25 km langen Nürburgring-Nordschleife im Rahmen des 24 Stunden-Rennens standen für die Piloten der ADAC Procar am vergangenen Wochenende wieder zwei Sprintrennen auf einem Grand Prix-Kurs auf dem Programm. Im badischen Motodrom von Hockenheim wollten Erwin Lukas und sein Team GENA Motorsport alles daran setzen, die Tabellenführung zu verteidigen.
Doch die wechselhaften Witterungsbedingungen machten dem DEKRA-Kfz-Sachverständigen leider einen Strich durch die Rechnung. Den ganzen Samstag über hatte das Team die Trainingssitzungen dazu genutzt, um den Lindenberg-Astra CDTI möglichst optimal für den anspruchsvollen Formel 1-Kurs vorzubereiten.
Doch ein heftiger Regenguss etwa eine Stunde vor dem Start am Sonntag Mittag machte alle Arbeit des Vortages zunichte und zwang die Teilnehmer zum Wechsel auf Regenreifen.
Am Start zum ersten der beiden Sprintrennen über je 20 Minuten konnte Lukas gleich an Polesetter Uwe Reich vorbeiziehen und die Führung übernehmen. Doch im letzten Renndrittel gerieten die beiden in heftige Zweikämpfe der 1600er-Klasse, so dass Reich wieder herankam und sich schließlich an dem Opel des Hennefers vorbeischieben konnte.
Lukas blieb zwar am Heck des Alfa Romeo, sah jedoch keine Chance zu einem gefahrlosen Überholmanöver und zog es vor, die sicheren Punkte für Platz zwei nach Hause zu fahren.
Nach der obligatorischen Reparaturpause starteten die 30 Tourenwagen zum zweiten Lauf des Tages, und wieder erwischte Erwin Lukas einen glänzenden Start, der ihn an die Spitze seiner Klasse nach vorne brachte.
Doch nachdem der Regen aufgehört hatte, trocknete die Ideallinie des 4,574 km langen Grand Prix-Kurses von Hockenheim se
hr schnell ab, was zu einem rapiden Abbau der weichen Regenreifen führte. Jetzt rächte sich die rundenlange Führungsarbeit des GENA-Piloten, denn in der Schlussphase hatte er den Angriffen seiner Verfolger nichts mehr entgegenzusetzen. So musste Lukas zwar zunächst Uwe Reich und dann auch noch den Liechtensteiner Dario Pergolini vorbeilassen, schaffte jedoch als Dritter in seiner Klasse erneut den Sprung auf das Siegerpodest.
Nach fünf von 15 Rennen liegt Erwin Lukas mit jetzt 38 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz in der Fahrerwertung, fünf Zähler trennen ihn von seinem härtesten Konkurrenten Uwe Reich.
Doch bei den verbleibenden fünf Doppelläufen werden noch je 20 Punkte vergeben, so dass sich das Blatt schnell wieder wenden kann. Die nächsten beiden Rennen der ADAC Procar finden erst in fünf Wochen statt. Am 19. und 20. Juli ist die „zweite Bundesliga des Tourenwagensports" im niederländischen Assen zu Gast.
-F. Wagner / Pitwall Media- auch Photos
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