ADAC Procar Oschersleben

Seine Premiere in der ADAC Procar Serie hat Johannes Leidinger am vergangenen Wochenende hinter sich gebracht. Zwar hatte das Team im Qualifying und im Warm-Up mit technischen Problemen zu kämpfen - was Leidinger dazu zwang ohne Eingewöhnungsphase mit seinem Citroen C2 in sein erstes Tourenwagenrennen zu gehen - doch wie so oft behielt das Sprichwort recht: Geht die Generalprobe daneben, klappt dafür bei der Premiere alles.
Die Nervosität vor dem Start war Johannes Leidinger deutlich anzumerken. Er wippte ungeduldig von Überholvorgang auf seinem Konto verbuchen un erreichte Platz 9 in der Division 2 (bis 1600 ccm Hubraum). Im zweiten Rennen sorgte er zur Begeisterung des gesamten Teams für eine Überraschung: Gleich am Start ließ er drei Autos hinter sich und sicherte sich so Platz 7. „Ein Wahnsinn", freute sich Leidinger, „War das aufregend! Eine tolle Erfahrung in jedem Fall!"
Da darf man sich nicht über einem Fuß auf den anderen während er konzentriert den letzten Anweisungen von Teamchef Rafael Roscher und Ex-Procar Fahrer Rainer Bastuck lauschte. Wer wäre an seiner Stelle auch nicht nervös gewesen: Sein erstes Procar Rennen im Citroen C2 von Roscher Racing, den er bis auf ein paar Runden im freien Training noch nicht gefahren ist, stand kurz bevor. „Im Qualifying gestern ist uns in Runde 3 die Antriebswelle gerissen, bis dahin hatte ich nur die Reifen warm gefahren", erzählt Leidinger.
Nachdem dann vor dem Warm-Up noch die Kupplungsscheibe aus der Befestigung riss, war die Enttäuschung beim 7-fachen Saarländischen Kartmeister groß und die Nervosität wuchs: „Ich habe noch nie einen stehenden Start mitgemacht. Hoffentlich bleibe ich nicht stehen...", beschreibt Leidinger seine schlimmsten Befürchtungen.
Doch seine Sorge war völlig unbegründet. Wie ein Routinier meisterte er den Start. Bedingt durch den technischen Defekt im Qualifying startete er vom letzten Platz, arbeitete sich aber Runde für Runde an die vor im Fahrenden heran: „Das Überholen ist völlig neu für mich. Im Kart habe ich da Erfahrung, aber das kann man nun wirklich nicht vergleichen". Nach dem ersten 20-minütigen Rennen konnte er einen erfolgreichen
Und das nächste Highlight lässt nicht lange auf sich warten. Am 22. Mai ist die ADAC Procar am Wochenende des 24-Stunden Rennens zu Gast am Nürburgring. Nicht nur, dass dort die komplette Nordschleife auf den Rookie wartet, sondern auch, dass eine riesige Fanmenge zu erwarten ist, machen das Rennen zu einem ganz Besonderen. „Das wird mit nichts zu vergleichen sein. Der Nürburgring gilt nicht umsonst als eine der schwierigsten Rennstrecken überhaupt.

Da ich dort noch nie gefahren bin, werde ich versuchen, das ganze Umfeld zu genießen und das Auto heil ins Ziel zu bringen", beschreibt Leidinger sein Ziel.
Am Nürburgring wird nur ein Rennen à 40 Minuten gefahren – das heißt, der Piesbacher hat ungefähr vier Runden Zeit, die Atmosphäre in sich aufzunehmen und die „Grüne Hölle" kennenzulernen
www.j-leidinger.de
-Katharina Brüggmann, auch Photos -
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