Aller guten Dinge sind drei. Am kommenden Wochenende drehen sich zum dritten und letzten Mal in dieser Saison die Räder der ADAC Procar-Produktionswagen in der Motorsport Arena Oschersleben. Nach dem Auftakt im Mai und dem Gastspiel bei der FIA GT im Juli folgt nun das Saisonfinale im Herbst.
Im Rahmen des TOP 10 Racing Weekends beim "ADAC Börde-Preis" sind die 26 gemeldeten Fahrzeuge der in 3 Divisionen unterteilten Tourenwagen-Serie Garant für mächtig Action und Spannung auf dem 3667 Meter langen Kurs.
Dabei dürfte der noch ausstehende Titelkampf bei den 1600er-Flitzern der Division 2 für zusätzliche Brisanz sorgen. Der Recklinghäuser Thomas Mühlenz (Citroën C2 VTS) reist mit nur knappen drei Punkten Vorsprung vor dem Germersheimer Andreas Ziggel (Citroën Saxo VTS) in die Magdeburger Börde.
Bei den 2-Liter-Boliden der Division 1 holte sich Routinier Franz Engstler (BMW 320i E46) bereits am Nürburgring vorzeitig den Meistertitel. Danach entbrannte ein heftiger Fünfkampf um den Vizetitel. Aussichtsreichste Kanditatin ist die Spanierin Maria de Villota Comba (Chevrolet Lacetti).
Die Maurer-Pilotin erkämpfte sich mit ihrem ersten Saisonsieg am Nürburgring sowie Platz zwei und drei auf dem Sachsenring satte sieben Zähler Vorsprung (68 Punkte) vor dem Russen Andrej Romanov (61 Punkte, BMW 320i E46). Bei den Diesel-Rennern der Division 3 machte der Wolfsburger Kai Jordan (VW Golf 2.0 TDI) den Titel bereits am Sachsenring für sich perfekt.
Division 1: De Villota will den Vizetitel
Bei den Super-2000-Tourenwagen steht mit Franz Engstler der Meister bereits fest, doch der Kampf um die Vizemeisterschaft ist nun erst richtig entbrannt. Ganze fünf Piloten haben zumindest rein rechnerisch noch die Chance, diese für sich zu entscheiden. Dabei sind die Spanierin Maria de Villota Comba sowie die beiden Russen Andrej Romanov und Vladimir Labazov wohl die aussichtsreichsten Kandidaten.
Die Madrider Fitnesstrainerin reist nach zwei Podestplätzen in Folge mit einem Sieben-Punkte-Vorsprung vor den beiden Moskauern nach Oschersleben und will ihr Saisonziel – Tabellenplatz zwei - unbedingt erreichen. „Nachdem ich mich in den vergangen Rennen immer besser auf meinen Chevrolet Lacetti einstellen konnte und selbst bei für mich neuen Strecken schnell gute Rundenzeiten fahren konnte, bin ich für das Finale äußerst zuversichtlich", gibt sich de Villota kämpferisch:
„Ein großer Vorteil ist, dass ich den Kurs in Oschersleben schon kenne und mich diesmal voll auf mein Setup und nicht auf die Streckenführung konzentrieren kann". Für den Leubnitzer Philip Geipel (Toyota Corolla T-Sport) sowie den Schweizer Peter Rikli (Honda Accord), die beide gleichauf mit 19 Zählern Rückstand auf de Villota liegen, sind die Chancen auf den Vizetitel nur rein theoretischer Natur. „Ich hoffe natürlich, dass ich mit zwei guten Ergebnissen noch einmal richtig nach oben klettern kann", meint der Eidgenosse.
Division 2: Kopf-an-Kopf-Duell um den Titel
In der Division 2 liefern sich Thomas Mühlenz und Andreas Ziggel ein Kopf-an-Kopf-Duell um den Titel. Beide Piloten schenkten sich bislang nichts und das ist auch beim Showdown in der Börde nicht zu erwarten. Ziggel, der zwar deutlich weniger Siege als Mühlenz zu verzeichnen hat, liegt dennoch nur knappe drei Punkte hinter dem Piloten des Citroën Ravenol-Teams.
Der Leubnitzer Charlie Geipel (Toyota Yaris), der bei seinem Heimspiel auf dem Sachsenring gleich einen Doppelsieg verzeichnen konnte, startete seine Aufholjagd zu spät. Der 17-jährige Nachwuchspilot des TFS-YACO-Teams liegt 34 Punkte hinter dem Leader Mühlenz momentan auf Tabellenplatz drei und kann somit bei noch 20 zu vergebenden Punkten im Kampf um die Meisterschaft nicht mehr mitreden.
Gleiches gilt für den Preetzer Jens-Guido Weimann, der mit seinem Thate-Ford Fiesta ST erst ab dem Lausitzring mit einem Doppelsieg so richtig in Fahrt kam. Auch Vorjahressieger Guido Thierfelder konnte sich mit seinem neuen Peugeot 206 Sport in dieser Saison nicht wie gewohnt in Szene setzen, hat aber in Oschersleben immerhin noch die Chance, zumindest den dritten Tabellenplatz zum ETH-Team nach Troisdorf zu holen.
Division 3: Drei Marken kämpfen um den Diesel-Sieg
Ein Kampf um die Ehre wird es bei den Diesel-Rennern der Division 3 wohl werden. Schließlich hat sich Kai Jordan beim letzten Lauf auf dem Sachsenring die Meisterkrone vorzeitig aufgesetzt und will sich auch beim Saisonfinale nicht hinten anstellen.
Als seinen Teamkollegen hat die RSG Wolfsburg den Braunschweiger Ralph Bohnhorst ins Boot geholt, der als Gaststarter den zweiten VW Golf 2.0 TDI steuern wird. Auch Uwe Reich (Alfa 147 JTD) will zum Abschluss natürlich noch einmal auf dem obersten Treppchen stehen, schließlich siegte er beim zweiten Oschersleben-Auftritt der ADAC Procar im Rahmen der FIA GT schon einmal vor Jordan.
Ebenso ehrgeizig dürfte sich der Rösrather Erwin Lukas (Opel Astra GTC CDTI) zeigen, der beim Auftaktrennen in Oschersleben im Mai als Erster die Zielflagge sah.
- Jens Galkow -
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