
Bei den Rennen der ADAC PROCAR in Hockenheim erzielten Stephan Zbinden und Dario Pergolini zwei gute Resultate. Peter Rikli als dritter Pilot des Rikli Motorsport- Teams hatte in beiden Läufen Pech.
Stephan Zbinden, Honda Civic: Stephan Zbinden war nach dem Qualifikationstraining erleichtert. Endlich war das Problem in der Elektrik seines Honda Civic gefunden und ein Sensor getauscht. "Ich hatte mit extremen Aussetzern zu kämpfen. Im Qualy habe ich zwar Zeit an der Box verloren, aber letztlich bin ich froh, dass das Fahrzeug wieder richtig läuft."
Auf Rang sieben, mit nur minimalem Rückstand auf den BMW des Russen Oleg Petrishin, konnte sich der Zollikofer in die Startaufstellung einreihen.
Motiviert war der Civic-Pilot in das erste Rennen gegangen und legte mit einem guten Start die Grundlage für seinen größten Erfolg auf internationalem Terrain. Bei schwierigsten Witterungsbedingungen und regennasser Fahrbahn kämpfte der Honda-Fahrer mit Jens-Guido Weimann (Mercedes C-Klasse) um den dritten Rang. Nur ein Wimpernschlag trennte am Ende Zbinden von einem Podiumsrang.
"Ich wusste nicht, wie lange das Rennen noch dauerte und hätte meinen Angriff in der Sachskurve wahrscheinlich energischer gestartet. Ich war ja schon neben Jens-Guido", erklärte der Eidgenosse überglücklich, denn auch das zweite Rennen beendete er als Vierter. Nach einem nur mäßigen Start kämpfte er sich in spannenden Duells sogar an BMW-Fahrer Oleg Petrishin vorbei.

Dario Pergolini, Scallen Alfa 147 JTD: Auch bei Dario Pergolini lief das Wochenende nicht reibungslos an. Zunächst plagte seinen Alfa ein Problem in der Elektronik, später quittierte auch noch ein Stoßdämpfer seinen Dienst. "Durch die Schwierigkeiten konnten wir leider nicht am Setup arbeiten, aber das Team hat mich hier super unterstützt.
Ich danke auch besonders den Mitarbeitern von Sachs, die mir sehr spontan geholfen haben", erzählte der sympathische Italiener nach dem Qualifying. Von Startrang drei in der Diesel-Division sollte er ins Rennen gehen.
In den Rennen am Sonntagmittag waren alle Schwierigkeiten des Wochenendes vergessen, der rote Alfa von Beginn an konkurrenzfähig. Obwohl die Bedingungen alles andere als gut waren – die Fahrbahn war regennass, trocknete jedoch nach und nach ab – machte Pergolini die am gesamten Wochenende verlorene Zeit wieder gut.
Und während er im ersten Lauf noch den dritten Rang für sich verbuchte, ließ er im Zweikampf des zweiten Rennens Erwin Lukas auf Opel Astra CDTi hinter sich. Lediglich Markenkollege Uwe Reich kam vor dem Rikli-Fahrer ins Ziel. "Es wurde ja zum Schluss auf den Regenreifen immer schwieriger, aber ich dachte, das Problem haben wir ja alle. Deswegen habe ich gepuscht, um mir den Platz von Erwin (Lukas) noch zu erkämpfen", freute sich der Diesel-Pilot, der auch mit der schnellsten Rennrunde seine Performance bestätigte.
Peter Rikli, Honda Accord: Ein wenig enttäuscht über seinen vierten Startrang war Peter Rikli. Der Wangener aus dem Aare Städtli hätte sich eine bessere Rundenzeit gewünscht, musste allerdings auch eine 30 kg schwere Bleiplatte als Zusatzgewicht für vorangegangene gute Leistungen in seinem Honda Accord mit sich schleppen. Das Qualifikationsergebnis sollte jedoch nicht die letzte Enttäuschung für das gesamte Team sein.

Schon in der ersten Runde des ersten Rennens musste der Accord mit einem Problem an die Box; in Windeseile wurde dort die Antriebswelle getauscht. Dass der rote Honda mit den mintgrünen Streifen locker auf das Podest hätte fahren können, bewies Peter Rikli, als er zurück auf die Strecke kam und die Konkurrenz überholte. Leider hatte er durch die Reparatur Rundenrückstand und keine Chance auf einen vorderen Platz.
Zudem musste Peter Rikli im zweiten Wertungslauf von ganz hinten starten, was ihm bereits in der Haarnadelkurve zum Verhängnis wurde. "Obwohl ich auf Sicherheit ganz innen fuhr, ist mir eines der kleineren Fahrzeuge ins Auto gekracht. Schade, denn Philip (Geipel) hat jetzt in der Tabelle leider einen riesigen Vorsprung", erklärte Rikli, für den der Unfall das Aus bedeutete.
Am 19. und 20. Juli geht es weiter. Die Rennen sechs und sieben finden im Niederländischen Assen statt. (pw)
Division 1
Rennen 1:
1. Philip Geipel
2. Stefan Neuberger
3. Jens-Guido Weimann
4. Stephan Zbinden
...
13. Peter Rikli
Rennen 2:
1. Philip Geipel
2. Martin Brückl
3. Jens-Guido Weimann
4. Stephan Zbinden
...
-- Peter Rikli
Tabelle:
1. Philip Geipel 46
2. Jens-Guido Weimann 28
3. Stephan Zbinden 18
4. Andrej Romanov 15
5. Peter Rikli 14
Division 3
Rennen 1:
1. Uwe Reich
2. Erwin Lukas
3. Dario Pergolini
Rennen 2:
1. Uwe Reich
2. Dario Pergolini
3. Erwin Lukas
Tabelle:
1. Uwe Reich 43
2. Erwin Lukas 38
3. Dario Pergolini 14
- Petra Weddige, Fotos: Michael Schillinger, MotorSport-Concepts-