ADAC Wikinger Rallye 2008
Berliner Duo übernimmt im Ford Escort Cosworth auch die ADAC Masters Führung

Frank Richert und Co-Pilot Matthias Prillwitz hatten im Ziel der ADAC Wikinger Rallye doppelten Grund zur Freude. Nach dem zweiten Platz im vergangenen Jahr wurden sie diesmal als Sieger gefeiert. Zudem übernahm das Berliner Duo mit diesem Resultat die Führung in den ADAC Rallye Masters.
Nach einer Rallye, die von strömendem Regen bis zu strahlendem Sonnenschein alles bot, was diese Sportart so anspruchsvoll macht, lagen sie im Ziel vor den dänischen Vorjahressiegern Karl-Aage Jensen / Freddy Pedersen im Subaru Impreza STI. Jensen hatte bis zur Halbzeit geführt, ein zeitraubender Dreher warf ihn jedoch zurück. Richert hatte, „wie so oft am Morgen einfach zu vorsichtig agiert," und erkämpfte sich mit einem Spurt am Nachmittag den Sieg.
Den dritten Platz auf dem Podest eroberten Carsten Alexy mit Karlheinz Knaus im Audi S2 Quattro. Der Nordhesse musste um seinen Platz noch zittern, da eine gebrochene Reifenkarkasse auf der letzten Prüfungen für starke Vibrationen sorgte. Als bestes Team ohne Allradantrieb fuhren Guido Imhoff / Sebastian Walker im VW Golf Kit-Car auf den vierten Platz. „Ein toller Einstand in die Masters-Saison," freuten sich die beiden Niedersachsen.
Vor einer beeindruckenden Zuschauerkulisse auf der letzten Prüfung direkt an der Schlei sicherte sich Lokalmatador Ralf Bonde mit seinem dänischen Co-Piloten Ervin Gottschalk im BMW M3 den fünften Platz. Der Nordhesse Dirk Klemund und sein 16-jähriger Beifahrer Thomas Schöpf eroberten im Subaru Impreza bei den Wikingern den sechsten Platz. In der Zwischenwertung der ADAC Masters schob sich das Duo auf den zweiten Platz nach vorn.
Zwei starke Youngster komplettierten die Top-Ten. Just an seinem 28ten Geburtstag feierte der amtierende Sieger des ADAC Rallye Junior Cup eine gelungene Premiere. Mathias Kuhnert pilotierte erstmals einen Citroen C2R2.
Im Ziel wurde der zweite Platz in der Division und der zehnte Gesamtrang notiert. Noch zwei Plätze weiter vorn landete der Saar-Youngster Patrick Anglade. Im Opel Astra GTC gewann er die Division der Dieselfahrzeuge souverän und schob sich in der Gesamtwertung bis auf Platz acht nach vorn.
Wie anspruchsvoll die Veranstaltung rund um Schleswig war zeigt ein Blick in die Ergebnisliste. Nur 29 der 48 gestarteten Teams erreichten das Ziel in Wertung.
Endstand nach 9 Wertungsprüfungen
1. Frank Richert/Matthias Prillwitz (Berlin),Ford Escort Cosworth, Div. 1 1:22:43,6 Stunden.
2. Karl-Aage Jensen/Freddy Pedersen (Dänemark),Subaru Impreza STI, Div. 4 + 0:15,4 Minuten.
3. Carsten Alexy/Karlheinz Knaus (Rothenburg a.d.Fulda/Östringen),Audi S2 Quattro, Div. 1 + 1:39,6 Minuten.
4. Guido Imhoff/Sebastian Walker (Burgdorf/Sassenburg),VW Golf Kit-Car Div. 3 + 2:28,0 Minuten.
5. Ralf Bonde/Ervin Gottschalk (Steinberg/Dänemark),BMW M3, Div. 2 + 4:11,3 Minuten.
6. Dirk Klemund/Thomas Schöpf (Hungen/Kulmbach),Subaru Impreza STI, Div. 4 + 4:38,8 Minuten.
7. Björn Wulff/Carsten Wulff (Dänemark),Peugeot 106 Maxi, Div. 5 + 5:46,9 Minuten.
8. Patrik Anglade/Björn Röhm (Losheim/Schlitz),Opel Astra GTC dtci, Div. 7 + 6:10,7 Minuten.
9. Axel Schütt/Klaus Finke (Döhnsdorf/Berlin), Ford Escort RS2000, Div. 3 + 8:01,2 Minuten.
10. Mathias Kuhnert/Jens Söbke (Lahstedt/Warstein),Citroen C2R2, Div. 5 + 8:12,3 Minuten.
- Jürgen Hahn, ADAC auch Photo -
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