Schnellster in Quali 2: Rafael Suzuki
Heute Vormittag durfte sich Laurens Vanthoor (Dallara F307 Volkswagen) über seine erste Pole-Position im ATS Formel-3-Cup freuen - jetzt ist es der Brasilianer Rafael Suzuki (Dallara F307 OPC-Challenge), der jubelt. Nach etwa der Hälfte des Qualifyings entschied das Team Performance Racing Suzuki auf die Strecke zu schicken, während sich die anderen Top-Teams noch zurückhielten.
Doch die Entscheidung früher rauszufahren war richtig: Suzuki übernahm die Führung, ehe es rund sechs Minuten vor Schluss zu einer Kollision in der Zieleingangskurve kam. Massimo Rossi (Dallara F304 Mugen-Honda) hatte sich gedreht und war auf der Strecke zum Stillstand gekommen. ″Ich habe zuvor innen die Curbs zu stark erwischt″, erklärt der 26-Jährige sein Missgeschick.
Der Venezolaner Johnny Cecotto (Dallara F307 Mercedes), auf einer schnelle Runde unterwegs, konnte nicht mehr ausweichen und donnerte in den Monoposto des Italieners.
Dass beide Fahrer völlig unverletzt blieben, unterstreicht den hohen Sicherheitsstandard der Formel-3-Monoposti. Nach einer anfänglichen Gelbphase entschied die Rennleitung, das Zeittraining knapp drei Minuten vor dem regulären Ende wegen der Bergungsmaßnahmen mit der roten Flagge abzuwinken.
Wie schon im ersten Qualifying platzierte sich der Kolumbianer Sebastian Saavedra (Dallara F307 Mercedes) auf der zweiten Position. Er war erst kurz vor der Gelbphase rausgefahren, konnte aber schon in seiner zweiten gezeiteten Runde seine persönlich schnellste Zeit fahren. Trotz seines Unfalls rettete Cecotto die dritte Position und hofft nun auf die umfangreiche Reparatur seines Autos.
Besonderes Pech hatte die Schweizerin Rahel Frey. Sie war erst kurz vor dem Unfall aus der Boxengasse gekommen und konnte somit keine schnelle Runde fahren. Sie startet morgen von der 26. Position. Das galt auch für ihren Teamkollegen Laurens Vanthoor (beide Dallara F307 Volkswagen), der somit nur 20. ist. Auch Hamad Al Fardan (Dallara F307 Mercedes) haderte mit seinem Schicksal und kam nur auf die 22. Position.
Rafael Suzuki: Wir hatten uns dazu entschieden früher auf die Strecke zu fahren, um dem Verkehr zu entgehen. So konnte ich mehr schnelle Runden fahren. Aber natürlich hatten wir auch Glück mit der gelben Flagge. Trotzdem ist der Sieg morgen möglich, denn wir konnten uns in den letzten Rennen verbessern.
Sebastian Saavedra: Das war ein verrücktes Qualifying. Überall waren gelbe Flaggen, da Fahrzeuge von der Strecke gerutscht waren. In meiner ersten Runde hatte ich auch noch Verkehr. Zum Glück haben meine beiden schnellen Runden gereicht, um nach vorne zu fahren. Doch erst der morgige Tag mit den beiden Rennen zählt wirklich.
Johnny Cecotto: Mein Auto war besser als im ersten Zeittraining und hat sich super angefühlt. An Anfang hatte ich nur eine freie Runde. Später waren meine Sektorenzeiten zwar besser, aber ich konnte sie nicht zusammenbringen. Dann ist auch noch Rossi vor mir abgeflogen und wieder auf die Strecke gekommen.
- Formel 3 Vereinigung -
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