Pole Position in blau
Zum ersten Mal in der noch jungen Saison steht keiner Fahrer aus dem Team HS Technik auf der Pole-Position im ATS Formel-3-Cup. Diese schnappte sich auf dem Grand Prix Kurs des Nürburgrings, im Rahmen des 36. ADAC 24h-Rennens, der Italiener und Tabellenführer Matteo Chinosi mit einer Zeit von 1:38.634 Minuten.
Auf der zweiten Position folgt mit Kevin Mirocha der beste Deutsche. Ihm fehlen nur 0,035 Sekunden auf Chinosi. Auch der amtierende Vizemeister lässt aufhorchen: der Belgier Frédéric Vervisch sorgte für großen Jubel im Swiss Racing Team über den dritten Startplatz. Nach zwei harten Wochenenden denkt man in dem Schweizer Team nun wieder an Erfolge.
Auf Platz vier und fünf folgen die beiden blau-gelben Dallara F307 Mercedes aus dem Team HS Technik. Johnny Cecotto, der bei seinem ersten Einsatz in Oschersleben gleich einen Sieg einfahren konnte, setzte sich vor seinen Teamkollegen Sebastian Saavedra.
Der Kolumbianer steht damit zum ersten Mal in dieser Saison nicht in der ersten Startreihe. Hinter ihnen lauert mit Laurens Vanthoor der erste Volkswagen-Pilot. Der Belgier wird heute Abend zusammen mit seiner Teamkollegin Rahel Frey an dem Adenauer Racing Day teilnehmen. Demorunden mitten in der Stadt sind geplant.
Viele Piloten betreten auf dem Nürburgring absolutes Neuland. Da ihnen heute auf Grund des eng gesteckten Zeitplans nur 15 Minuten für Testfahrten zur Verfügung standen, war es wichtig, auch im Qualifying möglichst viele Runden zu absolvieren.
Probleme gab es allerdings bei David Hauser und Bernd Herndlhofer, die beide nicht am Zeittraining teilnehmen konnten. Hauser war in den letzten Minuten des Tests mit Getriebeproblemen neben der Strecke zum Stehen gekommen. Herndlhofer kam nicht mal auf die Strecke. Als er losfahren wollte, starb sein Dallara F304 Opel ab. ″Wir wissen noch nicht woran es liegt″, erklärte sein Teamchef Franz Wöss.
Matteo Chinosi: Das war ein fantastisches Qualifying. Wir konnten uns nach Oschersleben stark verbessern und weiterentwickeln. Mit neuen Reifen lief der Wagen super. Jetzt bin ich sehr zuversichtlich für das Rennen morgen. Ich denke, ich habe durch meine Erfahrung hier auf dem Grand Prix Kurs den anderen gegenüber einen Vorteil.
Kevin Mirocha: Hier habe ich endlich eine freie Runde gehabt. Darauf habe ich in Oschersleben vergeblich gewartet. Das konnte ich auch gleich in ein besseres Ergebnis umsetzen. Leider haben zu diesem Zeitpunkt die Reifen schon wieder etwas abgebaut, sonst hätte es vielleicht für die Pole gereicht. Aber mit Platz zwei bin ich auch sehr zufrieden.
Frédéric Vervisch: Der dritte Platz ist mein bisher bestes Quali-Ergebnis. In meiner schnellen Runde hatte ich noch etwas Verkehr, vielleicht würde ich sonst weiter vorne stehen. Ich freue mich sehr, dass wir uns weiter verbessern konnten. Wir sind jetzt näher an der Spitze dran. Im Rennen werden wir sehen, ob wir auch das Tempo der anderen auf Dauer mitgehen können.
- F3 Vereinigung -
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