(2. Lauf frz. Berg-MS)
Bereits seit Tagen kündeten die Wetterfrösche mieseste Rennbedingungen an, und nachdem das Training am Samstag noch bei trockener Witterung einen gut aufgelegten Lionel Regal sah, der mit 3 Sekunden Vorsprung und mehr vor Sebastien Petit, Fabien Frantz, Nicolas Schatz und Alban Thomas den Ton angab, sorgte am Sonntagvormittag heftiger Regen für teilweise völlig überschwemmte Streckenabschnitte auf der immerhin 5,28 km langen Strecke in den Cevennes, dichter Nebel erschwerte zudem noch die Auffahrt, sodass etliche Ausrutscher, darunter auch jener des Sportwagen-Trainingsschnellsten Eric Pernot im Osella-BMW, für längere Unterbrechungen sorgten.
« Ich hab hier in 30 Jahren schon vieles erlebt, aber diese Wetterbedingungen gab’s noch nie zuvor », resümierte Alt-Haudegen Christian Debias die Situtation. Und Peugeot-Pilot Jean-Luc Fritsch fügte hinzu : « Streckenweise war der Nebel derart dicht, dass man völlig im Blindflug unterwegs war. »
Aus Sicherheitsgründen entschied die Rennleitung denn auch nach dem ersten Rennlauf auf eine Fortführung des Rennens.
Somit konnte sich Lionel Regal im Reynard-Mugen in 3'06"8 bereits vorzeitig als klarer Sieger feiern lassen. Die Elektrikprobleme von Bagnols-Sabran scheinen gelöst, und auch mit seinem ersten Lauf war der Mann aus Lyon voll zufrieden : « Ich hab mich gut amüsiert, richtig mit dem Auto gespielt. » Obschon Regal bei diesen Streckenbedingungen über 40 Sekunden langsamer war als der weiterhin geltende Streckenrekord von Bernard Chamberod aus dem Jahre 2004 (2’25,030), war er immerhin fast 7 Sekunden schneller als sein direkter Verfolger Sebastien Petit (Reynard-Cosworth 95D), der in 3'13"7 Platz 2 sicherte.
Auf Platz 3 folgt ein sehr guter Alban Thomas(Lola-Judd), der aber bereits weitere 10 Sekunden zurück liegt (3'23"6). Auch Nicolas Schatz im Lola-Cosworth (3'26"6) zeigt erneut, dass er selbst bei delikaten Bedingungen zum absoluten F3000-Spitzenfeld zählt, während Christophe Malateste im Norma-BMW (3'30"1) als Gesamtfünfter unterstreicht, dass er bei den Sportwagen im Regen eine Klasse für sich darstellt. Bagnols-Sabran-Auftaktsieger Fabien Frantz, dafür bekannt, dass er Regen absolut nicht mag, folgt im Reynard-Cosworth auf Platz 6 (3'30"7).
Bis auf F3000-Neueinsteiger Benoit Bouche im Reynard-Mugen (11. in 3'36"1) liegt das übrige Formel- und Sportwagenfeld derweil in den Tiefen des Ergebnisses zurück, der zweite Sportwagenpilot Cyrille Frantz im Norma-BMW wurde so nur 31., seine Markenkollegen Daniel Bassora 43. und Alain Castellana 61.
Ein bunt durcheinander gewürfeltes Bild zeigt sich bei den Tourenwagen, wo völlig überraschend Lokalmatador und Rallyespezialist Nicolas Liron im Peugeot 306 Maxi Kitcar als Gesamtsiebter die Gruppe A gewinnt (3'31"3), vor Gruppe N-Sieger Olivier Nicolle im BMW M3 (3'31"5), Eric Perier im Gr.N-Renault Clio Ragnotti (3'35"4) und GT-S-Sieger François Salhien im Caterham, der in 3'36"0 die Top10 abschliesst.
Christian Debias im Porsche (22. in 3'47"7) und Françis Dosières im BMW 320 ST (27. in 3'51"6, nur Fünfter der Gruppe A/ST) mussten derweil ebenso dem Wetter Tribut zahlen, wie Roger L’Hermet im Scora AMD, der als Gesamt-37. den Gruppe FC/F2000-Sieg diesmal dem CG Simca von Christian Januel überlassen musste.
Bleibt zu hoffen, dass am kommenden Wochenende in Abreschviller beim 3. lauf zur französischen Bergmeisterschaft der Wettergott es mit dem Bergvolk gnädiger meinen wird.
Bergrennen Col St. Pierre Das Ergebnis :
1. Lionel Regal, Reynard-Mugen FNippon, 3.06,8 min.
2. Sebastien Petit, Reynard-Cosworth 95D F3000, 3.13,7
3. Alban Thomas, Lola-Cosworth B99/50 F3000, 3.23,6
4. Nicolas Schatz, Lola-Cosworth T94/50 F3000, 3.26,6
5. Christophe Malateste, Norma-BMW M20 3L CN, 3.30,1 (1. CN)
6. Fabien Frantz, Reynard-Cosworth 92D F3000, 3.30,7
7. Nicolas Liron, Peugeot 306 Maxi Kitcar, 3.31,3 (1. Gr. A/ST)
8. Olivier Nicolle, BMW M3, 3.31,5 (1. Gr. N)
9. Eric Perier, Renault Clio Ragnotti, 3.35,4 (2. Gr. N)
10. François Salhien, Caterham, 3.36,0 (1. Gr. GT-S)
11. Benoit Bouche, Reynard-Mugen FNippon, 3.36,1
12. Nicolas Werver, BMW M3, 3.40,2 (3. Gr. N)
13. Christophe Fargier, Honda Civic Type R, 3.40,4 (4. Gr. N)
14. Jean-Charles Rossel, Dallara-Opel F399, 3.42,4
15. Louis Granjon, BMW M3, 3.44,2 (5. Gr.N)
16. Jean-Louis Pelissier, BMW M3, 3.45,0 (2. Gr. A/ST)
17. Mickaël Pesenti, Renault Clio, 3.45,0 (3. Gr. A/ST)
18. Guillaume Auzeby, Renault Clio RS, 3.46,8 (6. Gr.N)
19. Christian Januel, CG Simca, 3.46,9 (1. Gr. FC/F2000)
20. Thierry Ressouche, Renault Clio Cup, 3.47,0 (4. Gr. A/ST)
Ferner :
22. Christian Debias, Porsche 996 GT3 RS, 3.47,7 (1. Gr. GT-N)
23. Antony Neveu, Reynard-Cosworth 93D F3000, 3.48,6
24. Noëlie Gerus, Dallara-Opel F395, 3.50,0 (1. Dame)
26. Philippe André, Citroën AX Sport, 3.50,7 (2. Gr. FC/F2000)
27. Françis Dosières, BMW 320 STW, 3.51,6 (5. Gr. A/ST)
29. Jean-Luc Fritsch, Peugeot 306 Kitcar, 3.52,2 (6. Gr. A/ST)
31. Cyrille Frantz, Norma-BMW M20 3L CN, 3.53,6 (2. CN)
32. Dimitri Nugue, Peugeot 106 XSi, 3.54,1 (3. Gr. FC/F2000)
37. Roger L’Hermet, Scora AMD Turbo, 3.57,6 (4. Gr. FC/F2000)
41. Pascale Carbone, Dallara-Mugen F393 F3, 4.00,3 (2. Dame)
43. Daniel Bassora, Norma-BMW M20 3L CN, 4.01,4 (3. CN)
61. Alain Castellana, Norma-BMW M20 3L CN, 4.13,2 (4.CN)
90. Yannick Latreille, Osella-BMW PA20S 3L CN, 4.53,8 (5. CN)
- Patrick WEBER -
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