Bergrennen Dunières, 9. Lauf frz. Berg-Meisterschaft
Den Weg zu seinem erhofften vierten Meistertitel in Folge hatte sich Lionel Regal sicherlich leichter vorgestellt. Während er in der Berg-EM die Konkurrenz recht deutlich dominiert, musste er in Dunières bei St.Etienne im « Massif Central » nun einen Tag vor seinem 33. Geburtstag eine weitere Niederlage in der Heimat einstecken.
Doch nicht das zweite Geburtstagskind, Nicolas Schatz, der zu seinem 23. Geburtstag mit dem rezenten Sieg in Vuillafans und der Tabellenführung im Gepäck anreiste, durfte sich am Ende als Gesamtsieger feiern lassen, im Gegenteil, der Rookie kämpfte das ganze Wochenende über mit Kupplungsproblemen, die ihn gar an einem der Trainingsläufe sowie dem 2. Rennlauf hinderten, bevor er sich im dritten Rennlauf doch noch auf Platz 4 vorschieben konnte.
Nachdem Lionel Regal im Training in 1 :03,801 auf der 2,18 km langen, für ihren geringen Grip berüchtigten Strecke Bestzeit gefahren war vor Fabien Frantz, Sebastien Petit, Anthony Neveu und Alban Thomas, machte ein Gewitter am Sonntagvormittag im ersten Lauf der Sport- und Formelwagenmeute einen Strich durch die Rechnung.
So übernahm vorerst Xavier Burgevin im Jidé, einem aus den Siebzigern stammenden, GT-ähnlichen Sportwagen mit Renault-Saugmotor die Spitze, vor Françis Dosières im BMW 320 STW und Roger Lhermet im Scora AMD (mit Renault-Turbomotor).
Bester F3000 war Regal auf Platz 16 vor Schatz (21.), während Colin Le Maître von der Insel Guernesey im Dallara-Opel 302 als 25. die übrige F3000-Meute, angeführt von Benoit Bouche und Sebastien Petit, hinter sich liess. Bester Sportwagenpilot war, in Abwesenheit von Eric Pernot im Osella-BMW, wie bereits im Training Norma-Pilot Daniel Bassora als 39. ( !) vor Cyrille Frantz (54.) und dem im Training leicht verunfallten Pascal Malateste (59.). Alain Castellana seinerseits tat einen leichten Ausrutscher.
Ab dem zweiten Rennlauf war die Strecke dann wieder für alle trocken, dennoch blieben die Spitzenzeiten vorerst noch weit über dem seit 2005 von Lionel Regal (damals noch im Reynard-Mugen 95D) gehaltenen Streckenrekord von 1 :01,422.
Regal selbst kam dabei in 1 :02,200 seinem eigenen Bestwert noch am nächsten, doch mit nur 0,12 sec. Rückstand lag ihm nun Fabien Frantz dicht auf den Fersen. Sebastien Petit, der eine Woche zuvor beim nicht zur Meisterschaft zählenden Bergrennen Chanaz in der Savoie bei einem heftigen Ausrutscher seinen Reynard-Cosworth 95D arg beschädigt hatte und mit seinem Team die ganze Woche über geschraubt hatte, um den Wagen rechtzeitig wieder herzustellen, folgte mit 1,303 sec. Respektabstand auf Platz 3 vor Alban Thomas, Stephane Baudin und Pascal Malateste, der somit seinem Norma-Markenkollegen Bassora die CN-Führung wegschnappte, der auch Cyrille Frantz vorbeilassen musste.
Während F3000-Benjamin Billy Ritchen als Neunter gerade noch den Sprung in die Top10 schaffte, landeten Benoit Bouche und Anto Neveu neben der Strecke, während Schatz bereits am Start die Waffen strecken musste.
Mit Spannung erwartete man demnach den dritten Rennlauf und die Beantwortung der Frage, ob Fabien Frantz nach Bagnols-Sabran seinen zweiten Saisonsieg feiern werden könnte. Während Nicolas Schatz sich doch noch auf Platz 4 vorschieben konnte, verbesserte sich Frantz jedoch nicht mehr.
Dafür knallte nun Sebastien Petit in 1 :01,752 neue Bestzeit auf den Asphalt, womit der zuletzt startende Lionel Regal somit unter Druck stand, doch auch er konnte nicht mehr an seine zweite Laufzeit anknüpfen und musste sich somit Petit beugen, der somit die in Vuillafans an Schatz verlorene Tabellenspitze zurückeroberte.
Zufrieden sein durften auch Stephane Baudin, der sich als Gesamtfünfter im dritten Lauf noch um 7 Tausendtstel vor Alban Thomas verbessern konnte, und Billy Ritchen, der sich mit einem Husarenritt auf Platz 7 und somit vor die gesamte Sportwagenmeute schob.Christophe Malateste sicherte sich definitiv den CN-Sieg, während bei den « Wagen mit Dach » Xavier Burgevin die Nase letztlich vorne behielt, nachdem kurzfristig Roger Lhermet nach Lauf 2 die Spitze übernommen hatte.
Während Françis Dosières in Gruppe A/ST in Abwesenheit von Vuillafans-Sieger Marcelino (Vectra STW) wieder auf die Siegerstrasse zurückfand, sicherte sich Georges Soutrenon im Porsche 996 Cup den Gt-Sieg, vor Debias im seriennäheren Porsche 996 GT3 RS. Die Gruppe N war wie gehabt spannend, doch an die Bestzeit von Pascal Cat aus dem ersten Lauf sollte letztlich keiner seiner M3-Kollegen Werver, Nicolle und Co mehr heranreichen.
Mit dem EM-Lauf am Mont-Dore (9./10. August), Chamrousse (bei Grenoble) am (23./24. August), Turckheim (6./7. September) stehen nun drei recht lange Strecken auf dem Programm, bevor am 13./14. September in Limonest direkt vor den Pforten von Lyon die definitive Titelentscheidung zwischen Regal, Schatz und Petit fallen wird, die dort alle drei ein Heimspiel haben werden.
Resultat:
1. Sebastien Petit, Reynard-Cosworth 95D F3000, 1:01,752
2. Lionel Regal, Reynard-Mugen 1KL FNippon, 1:02,200
3. Fabien Frantz, Reynard-Cosworth 92D F3000, 1:02,320
4. Nicolas Schatz, Lola-Cosworth T94/50 F3000, 1:02,921
5. Stephane Baudin, Reynard-Mugen 1KL FNippon, 1:05,013
6. Alban Thomas, Lola-Judd B99/50 F3000, 1:05,020
7. Billy Ritchen, Lola-Cosworth B99/50 F3000, 1:05,317
8. Pascal Malateste, Norma-BMW M20 3L CN, 1:05,424
9. Cyrille Frantz, Norma-BMW M20 3L CN, 1:05,889
10. Benoit Bouche, Reynard-Mugen 99L FNippon, 1:06,053
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29. Xavier Burgevin, Jide, 1:13,303 (1. Gr. FC/F2000)
30. Francis Dosières, BMW 320 STW, 1:13,322 (1. Gr. A/ST)
:
33. Georges Soutrenon, Porsche 996 GT3 Cup, 1:13,520 (1. GT/S)
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37. Christian Debias, Porsche 996 GT3 RS, 1:14,711 (1. GT/N)
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51. Pascal Cat, BMW M3, 1:16,860 (1. Gr.N)
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- Patrick Weber -
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