183 Fahrzeuge, davon 10 F3000, 24 Sportwagen (10 mit 3-Liter-BMW-Motor), 2 ex-DTM-Opel Astra V8, ein Mercedes-Judd V8, 4 «SuperTouringCars» (2 BMW 320, sowie je ein Audi A4 quattro und Opel Vectra), 4 Porsche, ein Lancia Delta Integrale und 52 Autos des «KW-Gruppe H-Bergcups»

Fünffacher Berg-Europameister Françis Dosières (BMW 320 STW), zweifacher Berg-Europameister Jörg Weidinger (Osella-BMW), siebenfacher deutscher Bergmeister Norbert Brenner (Opel Astra V8 DTM), dreifache französische Bergmeister Lionel Regal (Reynard-Mugen-Honda) und Christian Debias (Porsche 996 GT3 RS), deutscher Rennsportwagen-Bergmeister Uwe Lang (Osella-BMW), deutscher Tourenwagen-Bergmeister Reto Meisel (Mercedes-Judd 190 V8), deutscher ex-Tourenwagen-Bergmeister Norbert Handa (Lancia Delta Integrale), zehnfacher belgischer Bergmeister Jean Schmits (Ralt-Cosworth) führen die Lange Liste an Spitzenfahrern an
Mit einem erneut sowohl qualitativ als auch quantitativ hochklassigen Teilnehmerfeld wartet die «Union des Pilotes» am kommenden Wochenende (3./4. Mai) zur Jubiläumsausgabe des Eschdorfer Bergrennens «European Hill Race» auf. Mit 183 Anmeldungen wurde das Vorjahres-Rekordnennergebnis bei einem Luxemburger Bergrennen erneut übertroffen.
Als offizieller Saisonauftakt zur Deutschen Automobil-Bergmeisterschaft, in deren Terminkalender das Eschdorfer Rennen nach mehrjähriger Unterbrechung als eine von nur zwei Auslandsveranstaltungen nun wieder vom Deutschen Motorsport Bund (DMSB) zurückbehalten wurde, zugleich auch Auftaktrennen des «AvD-Sportwagen-Berg-Cup» sowie des «KW-Gruppe H-Bergcup» und «Classic Berg Cup», war bereits im Vorfeld die Teilnahme der nahezu kompletten deutschen Bergelite sicher gestellt.
Zudem lockt der bis weit über die Landesgrenzen hinaus ausgezeichnete Ruf der Veranstaltung auch dieses Jahr wieder zahlreiche Vertreter der französischen Bergelite an den Start, und als 3. Wertungslauf zur Luxemburger Bergmeisterschaft, sowie der Wertung als Auslandsjoker für die belgische Bergmeisterschaft, kann der Veranstalter letztlich mit dem erneuten Rekordergebnis von insgesamt 183 Fahrern und Fahrzeugen aufwarten. Und kein anderes Bergrennen europaweit bietet einen ähnlichen Vergleich zwischen den deutsch- und französischsprachigen Bergspezialisten.
Wobei am kommenden Wochenende die Fans sämtlicher Fahrzeugkategorien auf ihre Kosten kommen werden, sind doch sowohl das Formelwagenfeld (mit allein 10 rund 500 PS starken F3000-Fahrzeugen), die zweisitzigen Sportprototypen (insgesamt 24 Fahrzeuge, davon allein 10 mit ca. 380 PS-starken 3 Liter-BMW-Motoren), als auch das Touren- und GT-Wagen-Feld (mit zahlreichen ex-DTM- und STW-Fahrzeugen) äusserst stark und spektakulär besetzt.

10 F3000 : Rekordhalter Lionel Regal (F) im Visier
Als Hauptanwärter auf den Gesamtsieg reist erneut der dreifache französische Bergmeister Lionel Regal nach Eschdorf. Die drei vorausgegangenen Ausgaben 2004, 2006 und 2007 konnte der Mann aus dem Beaujolais recht klar für sich entscheiden, wobei er im Vorjahr seinen eigenen seit 2004 geltenden Streckenrekord um 9 Hundertstel auf 49,90 sec. für die 1,85 km lange Strecke herunterschrauben konnte.
Neben dem erneuten Gesamtsieg wird Regal im Reynard-Mugen Honda FNippon natürlich in erster Linie auch seine eigene Bestmarke aus dem Vorjahr ins Visier nehmen.
Als härtesten Kontrahenten im Kampf um den Gesamtsieg muss man vor allem Fabien Frantz in Betracht ziehen. Seit der französische Vize-Bergmeister 1998 aus dem Jura zu Beginn der Saison 2007 dem fünffachen französischen Bergmeister Bernard Chamberod dessen Reynard-Cosworth 92D abkaufte, hat der 42-jährige Garagist zu neuer Jugend zurückgefunden, wovon nicht zuletzt sein rezenter Sieg beim Auftaktrennen zur französischen Bergmeisterschaft in Bagnols-Sabran zeugt.
Im Vorjahr war der französische Bergmeister der 2. Division 1997 in Eschdorf im Training überraschend Bestzeit gefahren, was seinem Rivalen Lionel Regal einige schlaflose Stunden bereitet hatte. Ob er es dieses Jahr wohl schaffen mag, den «Lionel King» vom Eschdorfer Thron zu stürzen?
Im insgesamt mit 10 F3000-Fahrzeugen besetzten Spitzenfeld dürfen sich aber weder Lionel Regal, noch Fabien Frantz in Sicherheit wähnen, gehen ihre Herausforderer doch hoch motiviert ins Rennen. Gespannt darf man dabei natürlich sein, wie sich der Luxemburger Titelverteidiger Guy Demuth, im Lola-Zytek B02/50 Auftaktsieger in Lorentzweiler, sowie Frank Maas im Reynard-Cosworth 93D bei ihrem Heimspiel gegen die insbesondere französische Formelwagen-Phalanx behaupten können.
Auch der inzwischen zehnfache belgische Bergmeister Jean Schmits will im Ralt-Cosworth Rt23 in Eschdorf endlich wieder an seinen Gesamtsieg aus dem Jahre 2001 anknüpfen.
Erstmals in Luxemburg am Start sein wird am Wochenende mit Stephane Baudin einer der wenigen französischen Fahrer, welcher in den vergangenen Jahren einen Gesamtsieg bei einem Lauf zur französischen Bergmeisterschaft feiern konnte, dies 2004 ausgerechnet auf Lionel Regals Heimstrecke in Marchampt beim Bergrennen Beaujolais.
Nach einer beruflich und umzugsbedingten Rennpause meldete sich der in der Normandie lebende Baudin Ende vergangener Saison mit einem neuen Fahrzeug, dem inzwischen wunderschön dekorierten Reynard-Mugen Honda FNippon zurück und dürfte bald, vielleicht schon am Sonntag in Eschdorf, den Weg zurück auf die Siegerstrasse finden, wie seine stetigen Zeitenverbesserungen am vergangenen Wochenende in Abreschviller unterstreichen.
Gleich drei viel versprechende F3000-Neueinsteiger wollen in Eschdorf von der hervorragenden, noch dazu extrem breiten Strecke profitieren, um weitere wichtige Erfahrungen in der Königsklasse des Bergrennsports zu sammeln. Mit Billy Ritchen und Benoit Bouche sind dabei die zwei Erstplatzierten der französischen Espoirs-Bergmeisterschaft 2007 gemeldet.
Der 28-jährige Benoit Bouche aus der Auvergne, in den beiden Vorjahren der grosse F3-Dominator in seiner Heimat, musste dabei erst kurz vor Saisonende dem Elsässer Billy Ritchen, seinerseits in der Formel Renault-Klasse nahezu unschlagbar, den Vortritt im Kampf um die Nachwuchskrone lassen. Während sich der 20-jährige Benjamin der internationalen F3000-Riege über Winter einen Lola-Cosworth B99/50 aus den Beständen des südtirolischen ex-Europabergmeister Franz Tschager zulegte, setzt Benoit Bouche genau wie Regal und Baudin auf einen aus der Formel Nippon stammenden Reynard, dessen Mugen-Honda-Motor im Vorjahr den Spanier Ander Vilarino zum Berg-EM-Titel führte.
Ob Bouche jedoch nach einem heftigen Abflug beim Training des Bergrennens Abreschviller sein Fahrzeug am kommenden Wochenende einsetzen kann, wird sich erst im Laufe der Woche entscheiden können, da das Fahrzeug, neben kleinerer Reparaturen, erst einem tiefgreifenden Check-up unterzogen werden muss. Der 28-Jährige blieb glücklicherweise bei dem Unfall unverletzt.
Dritter F3000-Einsteiger im Bunde ist der 26-jährige Deutsch-Slowene Patrik Zajelsnik, bislang im Osella-BMW-Sportwagen recht schnell und erfolgreich unterwegs, der im G-Force Mugen-Honda FNippon in Eschdorf erst zum zweiten Mal in der Königsklasse unterwegs ist, nachdem er am Wochenende in Abreschviller erste Erfahrungen sammeln konnte und nun auf der wesentlich breiteren Strecke in Eschdorf sicherlich bereits weitere Fortschritte erzielen kann.
Last but not least rundet als Zehnter im Bunde der Italo-Franzose Antoine Lombardo aus den Vogesen im Reynard-Cosworth 94D das imposante F3000-Feld ab.
24 Sportprototypen: Le Mans lässt grüssen
International haben die zweisitzigen Sportwagen nicht zuletzt dank des ins Haus stehenden Zweikamps Audi/Peugeot in Le Mans derzeit wieder Hochkonjunktur, auch bei den Bergfans erfreuen sich die flachen Flundern grösster Beliebtheit. Nicht zuletzt auch durch die Wertung zum «AvD-Sportwagen Berg Cup» wird Eschdorf wie bereits im Vorjahr eine Hochburg der schnellen Sportprototypen darstellen, wobei nicht weniger als zehn der gemeldeten Fahrzeuge über rund 380 PS starke BMW-3 Liter-Motoren verfügen.
Das grösste Kontingent mit ingesamt 9 Exemplaren stellen dabei die Modelle der italienischen Sportwagen- und ex-Formel 1-Schmiede Osella dar, angeführt vom amtierenden deutschen Bergmeister Uwe Lang, dem zweifachen Tourenwagen-Europabergmeister (2005 und 2006) Jörg Weidinger, sowie dem Belgier Jacques Marchal, dem Sportwagenstreckenrekordhalter (52,08 sec.) am Eschdorfer Berg.
Doch auch die beiden Deutschen Michael Behnke und Bernd Simon, der Franzose Yannick Latreille (im ex-Cyrille Frantz-Auto), der Slowene Alexander Zajelsnik, sowie der in Österreich lizenzierte Luxemburger Nic Brebsom, Austria-Sportwagen-Meister, sind Garanten für schnelle Zeiten. Verfügen die Osella PA20S der hier aufgeführten Fahrer allesamt über 3 Liter-BMW-Motoren, so wird der Osella PA21S von Martin Bobinger von einem 2 Liter-Honda-Motor angetrieben.
Zwei Hechte im Karpfenteich wollen jedoch der Osella-Übermacht in Eschdorf bei den Sportwagen den Rang ablaufen. Da wäre einerseits der in Deutschland lizenzierte Schweizer Marcel Steiner, zweifacher deutscher Vize-Bergmeister (2006 und 2007) sowie zweifacher Gewinner des Avd-Sportwagen Berg Cup (2005 und 2007), dessen Vater Heinz 1995 und 1996 in Eschdorf Gesamtsieger und bis 2004 auch Streckenrekordinhaber war. Der 32-jährige Automechaniker setzt erneut seinen extrem seltenen Martini-BMW Mk77 ein.
Doch im Vorjahr hatte der Franzose Cyrille Frantz die deutschsprachige Sportwagenriege in Eschdorf fest im Griff, und konnte auch in seiner Heimat mit dem Vize-Meistertitel an seine bislang erfolgreichste Saison 2003 anknüpfen, als er um nur einen winzigen Punkt sogar nur knapp den Meistertitel verpasste. Cyrille Frantz ist gegenüber dem Vorjahr nun vom bisherigen Osella (den in Eschdorf sein Landsmann Yannick Latreille einsetzt) auf einen Norma-BMW M20 umgestiegen und konnte in Abreschviller bereits den ersten Sportwagensieg im erst dritten Einsatz feiern.
Dass es beim Kampf um den Sportwagensieg in Eschdorf ganz sicher in Zeitenbereiche gehen wird, die für einen Top10-, vielleicht sogar Top5-Platz reichen dürften, steht ausser Frage, so mancher F3000-Fahrer dürfte sich dabei an den flachen Flundern die Zähne ausbeissen.
Erfreulich, dass im imposanten Prototypenfeld dabei erstmals in Luxemburg auch eine Dame kräftig mitmischen wird, reist doch mit der charmanten Sandrine Néel im 2 Liter-Norma-Honda M20 eine der schnellsten und erfolgreichsten französischen Rennamazonen aus der Normandie an. Historischen Charakter haben derweil der Tiga-Hart SC93 von Peter Behnke, der allerletzte überhaupt von der britischen Sportwagenschmiede gebaute offene Rennwagen, sowie der Behnke-Cosworth-Condor von Stephan Collisi.
Insgesamt gehen in Eschdorf 48 Sport- und Formelrennwagen an den Start, wobei im Feld der Formelwagen bis 2 Liter der Luxemburger Bergmeister 2006 Léon Linden im Martini-Honda Mk59 gegen die schnellen Franzosen Bertrand Hoyez (Dallara-Opel 399) und Philippe Fusillier im ex-Nick Heidfeld-Dallara-Renault 399, sowie die nicht minder schnellen Belgier Georges Hubert (Dallara-VW) und Gilles Saintmard (Dallara-Fiat 393) einen schweren Stand haben wird.
Aber auch die mit 5 Fahrzeugen stark besetzte französische Tatuus Formel Renault-Meute mit Paul Nuguet (Equipe Frantz), Antony Loeuilleux (Hauser Racing Experience), den beiden Regal-Schützlingen Damien Berney und Magalie Berthet, einer zweiten «fast lady» im Rennsportwagenfeld, sowie Samy Guth muss hier beachtet werden.

Tourenwagen : PS-Festival
Wem die offenen Rennwagen weniger zusagen, der kommt dennoch in Eschdorf voll auf seine Kosten. Angesichts der imposanten PS-Kawallerie dürfte das Touren- und GT-Wagenfeld sogar den offenen Rennwagen zumindest auf der Beliebtheitsskala den Rang ablaufen.
Nie zuvor bei einem Luxemburger Bergrennen gab es eine derart geballte Ladung Pferdestärken zu bewundern, wie sie sich nun für das kommende Wochenende angekündigt hat. Und man darf gespannt sein, wie weit sich die schnellsten Vertreter der «Fahrzeuge mit Dach» inmitten der Formel- und Sportwagen im Gesamtergebnis nach vorne kämpfen können.
Allen voran muss man auf die Zeiten des in Deutschland lizenzierten Schweizers Reto Meisel im von einem knapp 600 PS starken Judd-ex-Formel 1-Motor angetriebenen Mercedes 190 V8 gespannt sein, der im Vorjahr auf seinem Weg zum deutschen Bergmeistertitel der Tourenwagen nahezu sämtliche Tourenwagen-Streckenrekorde an den deutschen Bergrennstrecken unterbot. Die bisherige Eschdorf-Tourenwagenbestmarke von 54,40, welche der Österreicher Herbert Stolz 2004 im Porsche Bi-Turbo aufstellte, dürfte demnach am Sonntag arg in Bedrängnis geraten.
Doch der 37-jährige Schweizer Bergmeister 2002 darf sich seinerseits seines Sieges im Vorfeld nicht zu sicher sein. Denn über Winter wurden die beiden ex-DTM-Opel Astra V8 von Norbert Brenner und Werner Jetzt einer Kraft- und zugleich Abmagerungskur unterzogen, wobei nun etwa zwischen 530 und 550 PS unter der Motorhaube der beiden Rüsselsheimer Boliden schlummern dürften.
Während der insgesamt siebenfache deutsche Tourenwagen-Bergmeister Norbert Brenner im Bergrennsport ein wahres Monument darstellt, ist Werner Jetzt in dieser Disziplin vorerst noch ein eher unbeschriebenes Blatt, sorgte dafür aber beispielsweise zu Beginn der diesjährigen deutschen Rallyesaison für Aufsehen, als er bei der DM-Rallye Bayern Oberland im Uralt-Fiat 131 Abarth den ubermächtigen Mitsubishi und Porsche riesig einheizte und am Ende den 5. Gesamtrang belegte. Genau der richtige Mann also, um den Astra V8 des österreichischen Team «Ammann Performance Team» zu Siegerlorbeeren zu heizen.
Sollte es, was natürlich niemand wünscht, am Wochenende regnen, aber durchaus auch bei trockener Witterung, darf man aber auch Norbert Handa, seit Jahren ein fester Wert der deutschen Tourenwagen-Bergszene, 2002 deutscher Meister und seit 2003 jeweils Vize-Meister, im rund 630 PS starken Lancia Delta Integrale nicht unterschätzen.
Gegen die genannten PS-Geschosse werden die übrigen Stargaststarter in Eschdorf einen schweren Stand haben, obschon sie in ihrer jeweiligen Heimat zu den absoluten Topfahrern im Touren- und GT-Wagen-Bereich zählen. Allen voran der Franzose Françis Dosières, seit 30 Jahren ununterbrochen zur französischen Bergelite zu rechnen, der vor allem aber auch in der Berg-Europameisterschaft mit gleich fünf EM-Titeln (1985, 89, 90, 92 und 93) sowie einem Vize-EM-Titel (94) aufwarten kann.
Seit mehreren Jahren sammelt Dosières, der zuletzt Anfang der 90er in Luxemburg auf einem BMW M3 am Start war, die Tourenwagen-Gesamtsiege in der französischen Bergmeisterschaft, mit seinem BMW 320 STW («SuperTourenwagen») geht er am Sonntag vor allem als grosser Favorit der 2 Liter-Division an den Start, wobei er hier besonders auf seinen Landsmann Daniel Roudet (Audi A4 quattro STW) und das belgische Rallye-As Jannick Bodson im VW Golf achten muss.

Besonders interessant wird aber auch der Zeitenvergleich zwischen Dosières und den – separat gewerteten – 2 Liter-Königen des «KW-Bergcup» der deutschen Gruppe H, wie etwa den Opel Kadett von Holger Hovemann, Sebastian Schmitt, Michael Wensorra und Co, vor allem aber auch dem Opel Vectra STW des Österreichers Kurt Flatz. Mit Dosières, Roudet, Flatz, sowie Dieter Rottenberger im BMW 320 STW haben sich für Sonntag somit übrigens insgesamt vier «SuperTouringCars» angekündigt.
Spannung verspricht auch der Kampf der gleich drei genannten Porsche 996 GT3, wobei hier zugleich drei höchst erfahrene Piloten ins Lenkrad greifen. Mit mehr als 50 Gesamtsiegen in Luxemburg, davon gleich vier in Eschdorf (1993, 99, 2000 und 2001), drei französischen Bergmeistertiteln, einem Luxemburger Bergmeistertitel (1998) sowie dem französischen Formel Renault-Rundstreckenmeistertitel 1975, ein Jahr nach dem viel zu früh verstorbenen ex-F1-Piloten Didier Pironi und ein Jahr vor F1-Weltmeister Alain Prost, stellt der inzwischen bei Avignon in Südfrankreich lebende Nanziger Christian Debias ein wahres Denkmal des französischen Motorsports allgemein dar, wobei ein schwerer Rennunfall beim legendären 24-Stundenrennen von Le Mans 1998 wahrscheinlich eine noch grössere Karriere vereitelte.
Ebenfalls beim Le Mans-Klassiker ging der Schweizer Nicolas Bührer 1976 und 1977 auf Porsche 934 bzw. 911 an den Start, bei zahlreichen Rundstrecken- und Bergrennen sammelte der Ingenieur aus Biel unzählige Siege auf stets spektakulären Fahrzeugen wie Ferrari, Porsche, BMW M1 oder auch Ford Sierra RS500 « Eggenberger ».
Dritter Porsche GT3-Fahrer im Bunde ist der inzwischen in Luxemburg lebende Unternehmer Pierre Tel, der bereits 1971 auf einem Renault Alpine das französische «Critérium de la Montagne», die damalige Nachwuchswertung innerhalb der französischen Bergmeisterschaft, für sich entscheiden konnte. Nach rund dreissigjähriger Rennpause feiert Tel am Wochenende in Eschdorf nun sein Comeback im Bergrennsport. Ein vierter Zuffenhausener Bolide, der historische Porsche 911 RS, wird vom in Luxemburg lebenden Franzosen Françis Kienert an den Start gebracht.
Quantitativ noch stärker als das Porsche-Kontingent sind in Eschdorf die BMW M3 vertreten, wobei insgesamt sieben Exemplare der verschiedensten Generationen und Motorausbaustufen zum Einsatz kommen.
Hier stechen vor allem die Deutschen Christian Reuter (sein M3 wird von einem 5 Liter-V8-Motor angetrieben), Armin Dellkamm, Lutz Pfeil (im wunderschönen, «Silhouetten»-ähnlichen Look) und Peter Röllinghoff (ex-Christian Danner-DTM-SportEvo), sowie der Schweizer Fréderic Neff, Dritter der Schweizer Tourenwagen-Bergmeisterschaft 2007, hervor, dessen E30-Modell von einem 3 Liter-Motor angetrieben wird .
Es bliebe noch so vieles über das nahezu in allen Divisionen qualitativ und quantitativ hervorragende Teilnehmerfeld zu sagen. Etwa über das insgesamt 52 Fahrzeuge umfassende, beim Publikum extrem beliebte Feld des «KW-Gruppe H-Bergcups» mit seinen vielen hochgezüchteten Opel Kadett, Ford Escort, VW Golf, Polo und Scirocco, Renault Clio und Megane, Fiat 127 und 128, Talbot Lotus, usw., das kleine, aber feine Kontingent des «Classic Bergcups», doch am Besten ist es eigentlich, sich das abwechslungsreiche und in dieser Mischung in Europa nahezu einzigartige Starterfeld «live und in Farbe» vor Ort anzusehen.
Und so auch die Demofahrten des bulligen, rund 500 PS starken Jaguar V8 Star von Rüdiger Julius-Bernhart mitzuerleben.

Die Gelegenheit dazu bietet sich bereits am Samstag ab 9.30 Uhr mit drei Trainingsläufen, während am Sonntag ab 9.30 Uhr der erste Rennlauf startet, ab 13.00 Uhr die zwei restlichen Rennläufe, wobei die schnellste Zeit für das Gesamtergebnis gewertet wird, die Fahrer der deutschen Bergmeisterschaft aber auch in jedem einzelnen Rennlauf um Punkte kämpfen werden.
Die komplette Teilnehmerliste kann im Internet auf der Veranstalterhomepage www.udp.motorsport.lu eingesehen werden. Der Eintrittspreis beträgt 15 Euro, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre sind frei.
Starterliste auch unter bergrennen-eschdorf-european-hill-race-starterliste-photos---36688.html
- Patrick Weber - photos Thomas BUBEL
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