Bergrennen Hébecrevon, 4. Lauf frz. Bergmeisterschaft
Bei seinem erst neunten Start im F3000 konnte sich der 22-jährige Nicolas Schatz aus Mâcon nördlich von Lyon am Pfingstsonntag beim Bergrennen Hébecrevon in der Normandie bereits seinen ersten Gesamtsieg innerhalb der französischen Bergmeisterschaft feiern.
In Abwesenheit von Lionel Régal, der am gleichen Wochenende eigentlich im spanischen Fito sein Berg-EM-Punktekonto einweihen wollte, dann aber, wie die nahezu gesamten EM-Stammfahrer aus Sicherheitsgründen auf den Start verzichtete, war es beim samstäglichen Training Fabien Frantz, der deutlich der Schnellere war.
Doch bereits im ersten Rennlauf bei herrlich sommerlicher Witterung legte Nicolas Schatz in 59,24 die Latte extrem hoch, Fabien Frantz folgte in 59,67, während Sebastien Petit vorerst an der Minutenschallmauer scheiterte (1:00,22) und so bereits knapp eine Sekunde zurücklag.
Obschon Frantz im zweiten Lauf Bestzeit fuhr und sich bis auf 19 Hundertstel an Schatz’ erste Laufzeit herantastete, war der Mann aus dem Jura sich sicher: «Erst der dritte Lauf wird die definitive Entscheidung bringen, und ich denke, um zu siegen, muss man den Streckenrekord knacken.» Petit seinerseits war im zweiten Lauf so schnell unterwegs, dass er zu heftig mit den Leitplanken flirtete und sich einen Plattfuss einfing.
Wie recht Fabien Frantz mit seiner Prognose behalten sollte, zeigte Nicolas Schatz im dritten Rennlauf: in 58,74 unterbot der Rookie den bisherigen Rekord von Regal aus dem Vorjahr um immerhin 22 Hundertstel, womit er seinem ersten Gesamtsieg im F3000 – noch vor einem Jahr sammelte er im Dallara mit Motorradmotor Gesamtsiege bei regionalen Bergrennen, bevor er im Juli beim Bergrennen Vuillafans-Echevannes erstmals im Lola-Cosworth T94/50 an den Start ging und nur 5 Rennen später, in Limonest beim Saisonfinale, erstmals auf dem Podium landete.- zudem noch besonderen Glanz verlieh.
Während sich Fabien Frantz nicht mehr steigern konnte, kam auch Petit nun endlich unter die Minutenschallmauer, der Tabellenleader war letztlich jedoch als Gesamtdritter der grosse Verlierer des Wochenendes.
Bereits auf dem vierten Gesamtrang folgt mit Christophe Malateste im Norma-BMW M20 der grosse Sportwagendominator des Wochenendes, der seinen Markenkollegen Cyrille Frantz, Alain Castellana und Daniel Bassora nie den Hauch einer Chance liess. Zwischen den Mann aus den Pyrenäen und seine CN-Kollegen schob sich noch Alban Thomas, der immer noch über einen unsauber drehenden Judd-Motor im Lola F3000 klagt und letztlich um 4 Hundertstel den 4. Rang verpasste.
Lokalmatador Stephane Baudin klagte das ganze Wochenende über Fahrwerksprobleme (« das Auto verhält sich teilweise zu brutal ») und musste sich hinter der Norma-Riege auf dem 9. Gesamtrang einreihen, gefolgt von Benoit Bouche, der zur Freude aller bereits zwei Wochen nach seinem schweren Trainingsunfall in Abreschviller wieder im Reynard-Mugen sass. Nicht am Start waren derweil Billy Ritchen, Antony Neveu und auch CN-Mitfavorit Eric Pernot, denen die beschwerliche Anreise in die Normandie zu weit war.
Schnellster Tourenwagenfahrer war wie so oft schon Françis Dosières im BMW 320 STW, der nach dem ersten Lauf noch Lokalmatador Eric Sechaud im Ford Escort RS2000 vier Hundertstel vor sich dulden musste. Letztere sicherte sich in Abwesenheit von Roger L’hermet im Scora auch den Gruppe FC-Sieg mit am Ende nur 11/100 Vorsprung auf Xavier Burgevin im Jidé.
Extrem spannend verlief wie gehabt die Gruppe N, wo Olivier Nicolle nach dem ersten Lauf 15 Hundertstel vor Nicolas Werver und eine Sekunde vor Pascal Cat lag, im zweiten Lauf seine Führung auf Werver ausbaute, während Cat seinen Rückstand auf eine halbe Sekunde verringerte, bevor dieser dann im dritten Lauf zum Gegenangriff überging und am Ende noch den BMW M3-Kampf mit 0,26 sec. Vorsprung für sich entschied.
Zum nächsten Lauf zur französischen Bergmeisterschaft müssen die französischen Bergspezialisten in zwei Wochen zum Rennen in La Pommeraye erneut die weite Anreise in die Normandie aufnehmen.
Das Ergebnis :
1. Nicolas Schatz, Lola-Cosworth T94/50 F3000, 58,74 sec.
2. Fabien Frantz, Reynard-Cosworth 92D F3000, 59,41 sec.
3. Sebastien Petit, Reynard-Cosworth 95D F3000, 59,70 sec.
4. Christophe Malateste, Norma-BMW M20 3L CN, 1:01,58 (1. CN-Sportwagen)
5. Alban Thomas, Lola-Judd T99/50 F3000, 1:01,62
6. Cyrille Frantz, Norma-BMW M20 3L CN, 1:01,96
7. Alain Castellana, Norma-BMW M20 3L CN, 1:02,75
8. Daniel Bassora, Norma-BMW M20 3L CN, 1:03,46
9. Stephane Baudin, Reynard-Mugen 01KL F3000/Nippon, 1:03,93
10. Benoit Bouche, Reynard-Mugen 01KL F3000/Nippon, 1:04,32
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27. Françis Dosières, BMW 320 STW, 1:11,79 (1. Gr. A/ST)
28. Eric Sechaud, Ford Escort RS2000, 1:11,82 (1. Gr. FC)
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35. Christian Debias, Porsche 996 GT3 RS, 1:14,08 (1. GT)
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39. Pascal Cat, BMW M3, 1:15,45 (1. Gr. N)
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- Patrick WEBER -
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