Luxemburger Bergspezialisten zu Gast bei Frankreichs Elite, 13 F3000 am Start
Auf der sehr schnellen, 2,446 km langen Strecke mit einem Höhenunterschied von 205 Metern rund 50 km westlich von Strasbourg (knapp 240 km von Luxemburg) findet am kommenden Wochenende der 6. Lauf zur französischen Bergmeisterschaft statt, bei dem es ebenfalls zum 6. Mal in dieser Saison um Punkte zur Luxemburger Bergmeisterschaft gehen wird.
Insgesamt 144 Fahrer, sowie zusätzlich 21 Historische Rennfahrzeuge und, im Rahmenprogramm vor sämtlichen Rennläufen ein Bugatti Veyron (1001 PS, Spitze 407,92 km/h) sowie der Schweizer Driftspezialist Marc Fleury werden auf der für Zuschauer sehr übersichtlichen Strecke für Spannung sorgen.
In der Luxemburger Bergmeisterschaft übernahm bekanntlich beim Trierer EM-Bergrennen Frank Maas nach Guy Demuths vorzeitigem Ausfall die Tabellenführung, womit sich der Titelverteidiger nunmehr keinen Schnitzer mehr erlauben darf, wird den Fahrern doch nur ein Streichresultat gewährt.
Das Duell der beiden F3000-Fahrer steht somit nun nur noch 3:2 zugunsten des Lola-Zytek-Piloten, man darf gespannt sein, ob Maas im Elsass nun wird ausgleichen können. Léon Linden, immer noch im Martini-Honda Mk59 genannt, hofft natürlich darauf, dass sich die beiden Kontrahenten gegenseitig weiterhin die Punkte wegschnappen, um am Ende vielleicht wie bereits 2006 als lachender Dritter dazustehen.
Zugleich muss sich Linden aber auch vor seinem jungen Schützling Joé Schmitz im Formel BMW Junior in Acht nehmen, der in Wolsfeld kürzlich die schnellere Laufzeit gefahren war, in der Addition allerdings noch unterlegen war. Und nun in La Broque wird nur die schnellste der drei Laufzeiten gewertet.
Während der mit Linden punktgleiche Mike Souvigné in La Broque nicht antritt, will der Tabellenvierte Georges Keipes im Ford Escort Cosworth sich zumindest als schnellster einheimischer Tourenwagenpilot durchsetzen. Zu der recht kleinen, aber feinen Luxemburger Delegation zählen auch noch Rui Goncalves im Honda Civic, sowie Vater Jean-Paul und Sohn Christian Uhres (beide Opel Corsa).
Die französische Berg-Meisterschaft wird ihrerseits derzeit vom – wenn auch bislang sieglosen – Sebastien Petit im Reynard-Cosworth 95D F3000 (156 Punkte) angeführt, dies vor « Rookie » Nicolas Schatz (146), Fabien Frantz (141) und Titelverteidiger Lionel Regal (133 Punkte, aber ein Rennen ausgelassen). Diese vier dürften denn auch in La Broque den Gesamtsieg untereinander ausmachen, auf jener Strecken, auf der Regal 1998 seinen ersten Sieg in der französischen Meisterschaft gefeiert hatte.
Als Streckenrekordinhaber (59,879 seit dem Vorjahr) und nach seinen drei EM-Siegen in Portugal, Tschechien und Trier geht Regal natürlich als Favorit ins Rennen, doch neben Petit und Frantz muss vor allem der 22-jährige Nicolas Schatz im Lola-Cosworth t94-50 F3000 im Auge behalten werden, der Regal vor knapp einem Monat als jüngster Sieger eines französischen Meisterschaftslauf ablöste und inzwischen in Gassin bei Saint-Tropez bei einem nicht zum Championnat zählenden Rennen einen weiteren Gesamtsieg landen konnte und dabei sogar recht deutlich den bisher Regal gehörenden Streckenrekord unterbot.
Insgesamt sind 13 F3000 am Start, wobei der 20-jährige Billy Ritchen bei seinem Fast-Heimspiel natürlich seinem Markenkollegen Schatz nacheifern will. Besonders Anthony Neveu im Reynard-Cosworth 93D hat ebenfalls in den letzten Wochen riesige Fortschritte gezeigt, derweil Alban Thomas (Lola-Judd) und Stephane Baudin (Reynard-Mugen FNippon) endlich wieder an alte Erfolge anknüpfen möchten.
Benoit Bouche (Reynard-Mugen FNippon), Daniel Allais (Reynard-Judd 97D) und Antoine Lombardo (Reynard-Cosworth) vervollständigen das imposante 3 Liter-Formelwagenfeld. Insgesamt 42 Formelwagen sin dam Start, daneben auch 13 zweisitzige Sportwagen, wobei sich hier bislang Christophe Malateste im Norma-BMW M20 als Tabellenfünfter am Besten aus der Affäre zog, sich insgesamt gesehen aber der Vierkampf zwischen Malateste, Cyrille Frantz, Alain Castellana (alle Norma-BMW) und Eric Pernot (Osella-BMW PA20S), in den auch noch Daniel Bassora (Norma-BMW M20) eingreifen könnte, stets als echter Krimi gestaltet.
Bei den Tourenwagen sticht neben dem fünffachen Europameister Françis Dosières im BMW 320 STW, dem spannenden Zweikampf zwischen Roger L’hermet im Scora AMD Turbo und Yannick Poinsignon im CG Simca Turbo, sowie der von Christian Debias im Porsche 996 GT3RS angeführten GT-Riege vor allem der extrem spannende Dreikampf zwischen den Gruppe N-BMW M3 von Pascal Cat, Olivier Nicolle und Lokalmatador Nicolas Werver hervor.
Das Zeittraining findet am Samstag ab 14.45 Uhr statt, am Sonntag stehen ab 10 Uhr drei Rennläufe auf dem Programm.
- Patrick Weber -
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