Zu ihrem 25. Vereinsjubiläum lädt die Ecurie Tetelbierg am Ostermontag zum traditionellen Bergrennen Lorentzweiler, das inzwischen bereits zum 41. Mal stattfinden wird und somit eines der ältesten noch bestehenden Bergrennen weltweit darstellt.
Rund 80 Wagen stellen sich ab 14 Uhr dem Starter zu drei Rennläufen, wobei die schnellste Zeit zur Wertung herangezogen wird.
Als Favorit geht Vorjahressieger Fabien Frantz an den Start, der seit letztem Jahr auch in 41,66 sec. den Streckenrekord hält. Der ältere der beiden Frantz-Brüder aus dem französischen Jura, Vierter der französischen Bergmeisterschaft 2007, bringt erneut seinen Reynard-Cosworth 92D F3000 an den Start, jenes Fahrzeug, mit dem sein Landsmann Bernard Chamberod zwischen 2000 und 2004 fünf Mal französischer Bergmeister wurde.
Mit dem inzwischen seit 1998 zehnfachen belgischen Bergmeister in ununterbrochener Reihenfolge, Jean Schmits im Ralt-Cosworth Rt23, sowie den beiden Luxemburgern Guy Demuth (Lola-Zytek B02/50), dem Titelverteidiger in der Luxemburger Bergmeisterschaft, sowie Frank Maas, der nach einjähriger Rennpause nun den ex-Hauser-Reynard-Cosworth 93D gekauft hat, muss Fabien Frantz zumindest 3 seiner Gegner im Auge behalten, sich vor allem aber auch vor seinem eigenen Bruder Cyrille in Acht nehmen. Im Vorjahr lagen die beiden Frantz-Brüder nach dem ersten Rennlauf in Lorentzweiler zeitgleich an der Spitze.
Nach seiner mehr als hervorragenden Saison 2007, die Cyrille Frantz als französischer Vize-Bergmeister sowie Sportwagen-Meister abschloss, ist der 36-jährige Krankentransport- und Taxi-Unternehmer aus Ornans nun über Winter vom italienischen Osella auf einen französischen Norma-BMW M20 umgestiegen, wobei Lorentzweiler nun, zwei Wochen vor dem Start seiner diesjährigen Landesmeisterschaft in Bagnols-Sabran, der erste Renneinsatz des neuen Fahrzeugs wird.
Doch die Norma-Premiere von Cyrille Frantz wird nicht die einzige große Neuheit sein. Daneben feiert nämlich mit dem erst 20-jährigen Elsässer Billy Ritchen, im Vorjahr im Formel Renault Dritter der französischen Espoirs-Bergmeisterschaft, sein großes Debüt in der Königsklasse im Lola-Cosworth B99/50 F3000.
Auf dem ex-Fahrzeug vom südtirolischen ex-Europabergmeister Franz Tschager sollte man von dem aufstrebenden Talent beim ersten Rennen nicht gleich Wunder erwarten, man darf aber dennoch gespannt sein, wie er zwei Wochen vor Bagnols-Sabran auf Anhieb zurecht kommen wird. Mit 20 Jahren zählt Billy Ritchen natürlich zu den jüngsten Fahrern, die je einen F3000 am Berg einsetzten.
Last but not least muss man aber auch den Belgier Jacques Marchal im Osella-BMW PA20S CN-Sportwagen als Geheimfavoriten auf einen ganz vorderen Rang ansehen. Im Vorjahr hatte der Motorradhändler Pech, als ein Getriebeschaden den Osella im ersten Lauf lahm legte, nun sinnt er natürlich nach Revanche.
Im insgesamt 20 Fahrzeuge umfassenden Sport- und Formelwagenfeld sollte man daneben auch den Lothringer Roland Tromp (Martini-Opel Mk79), die Belgier Georges Hubert (Dallara-VW F2) und Gilles Saintmard (Dallara-Fiat 393), die beiden Formel Renault-Youngster Paul-Emile Nuguet (Equipe Frantz) und Anthony Loeuilleux (Hauser Racing Experience) im Auge behalten.
Mit 2006-Meister Léon Linden, vorerst noch nicht im neuen Dallara, sondern wie im Vorjahr im Martini-Honda Mk59, Youngster Joé Schmitz im Formel BMW Junior, sowie Hugo Vitali (Reynard-Opel 903) werden zusätzlich zu den beiden einheimischen F3000-Fahrern Demuth und Maas immerhin 5 Luxemburger hier an den Start gehen.
Doch auch das Tourenwagenfeld verspricht Spannung und viel Spektakel. Neben dem italo-schweizerischen Publikumsliebling Bruno Ianniello im Lancia Delta S4 und dem Deutschen Peter Röllinghoff im BMW M3 Sport-Evo gilt das Augenmerk natürlich ganz besonders den beiden Semi-Werks-Nissan Skyline der beiden Niederländer Tom Coronel (Vater des gleichnamigen Seat-WTCC-Piloten) und Olaf Commijs, welche besonders bei internationalen Drift-Wettbewerben stets zu den absoluten Höhepunkten zählen und auch in Lorentzweiler für reichlich spektakuläre Einlagen sorgen dürften.
Aus dem gut besetzten Tourenwagenfeld seien daneben noch der Deutsche Rainer Krug im BMW M3, ex-Gruppe H-Bergcup-Sieger Martin Kleiner (VW Polo), Michael Wensorra (Opel Kadett) und der Belgier Pascual Perez im Peugeot 306 Maxi-Kitcar erwähnt, während aus Luxemburger Sicht vor allem Bob Kellen und Bob Wilwert (beide BMW M3), Yves Stocklausen (Mitsubishi Lancer Evo 7 und Honda S2000), Slalom-Meister Christian Franck (Renault Clio RS), Georges Keipes (Ford Escort Cosworth) und Mike Souvigné (Citroën Saxo Kitcar) erwähnt, derweil Hugo Arellano, Zweiter des deutschen Suzuki Rallye Cups 2007, gleich auf zwei Fahrzeugen (Honda Civic Type R und Citroën C2 R2) genannt hat.
- Patrick Weber -
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