von Thomas Bubel www.berg-meisterschaft.de

Bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt, begleitet immer wieder von Schnee und Graupelschauern, wurde das Bergrennen Lorentzweiler, erster Lauf zur Luxemburger Bergmeisterschaft 2008, von der Ecurie Tetelbierg routiniert durchgezogen.
Eine geschlossenen Schneedecke verhinderte am Morgen des Ostermontag einen pünktlichen Trainingsbeginn. Erst um 10 Uhr 30 war die Strecke befahrbar und die ersten der knapp 60 angereisten Piloten eröffneten die Bergsaison. Rund 20 Fahrer verzichteten auf einen Start oder mussten den den winterlichen Straßenverhältnissen Tribut zollen, wie z.B. der Deutsche Gruppe H-Pilot Thomas Flik (Renault Clio), der zuhause im Schwarzwald eingescheit war.
Drei Rennläufe wurden auf der "Blaschette" absolviert, wobei nur die schnellste Zeit für die Endabrechnung gewertet wurde. Wie sich im nachhinein herausstellte bot der erste Rennlauf, bei zögerlich abtrocknender Strecke, noch die besten Pistenverhältnisse. Guy Demuth im Lola Zytek F3000 (unser Foto) nutzte die Gunst der Stunde und fuhr in 47,89 Sekunden die absolute Tagesbestzeit, 1,41 Sekunden vor dem 10fachen Belgischen Bergmeister (in Folge !) Jean Schmits (Ralt RT 23 Cosworth F3000).
Bester CN-Sportwagenpilot war der Belgier Jacques Marchal im Osella PA 20 S BMW), noch vor Frank Maas im Reynard 93D Cosworth F3000 auf Platz 4. Zu den beiden restlichen Auffahrten sorgten die bereits angesprochenen Schauer führ eine nasse Straße, sodass keiner der am Ende 53 gewerteten Fahrer sich noch verbessern konnten. Somit hatte die Reihenfolge nach dem ersten Rennlauf bis zum Schluss bestand.
Ohne echte Konkurrenz steuerte Bruno Ianniello seinen Lancia Delta S4, mit Gesamtrang fünf zum Tourenwagensieg noch vor den F3-Piloten Roland Tromp (F / Martini Mk 79) und Gilles Saintmard (B / Dallara 393). Hinter dem Belgier Willy Weyten (Hema ZX C3) und dem Franzosen Anthony Loeuilleux (Hauser Formel Renault 2.0) stellte der Deutsche Rainer Krug seinen BMW M3 Gruppe N auf einen hervorragenden zehnten Rang in der Gesamtwertung.
Die weiteren Deutschen Teilnehmer platzierten sich wie Folgt: 21. Manfred Bläsius (BMW 320), 22. Ralf Kleinsorg (BMW 316i), 24. Markus Goldbach (Opel Corsa), 27. Thomas Stelberg (Opel Corsa), 33. Heinz Kilp (Opel Calibra), 43. Mario Jung (VW New Beetle Cup).
André Stelberg im Ex-Glaser VW Polo 16V lag nach dem ersten Rennlauf mit 1.00,00 min auf Gesamtplatz 17, trat aber danach genauso nicht mehr an, wie der erst 20jährige Elsässer Billy Ritchen bei seinem Formel F3000 Debüt im Lola 99B 50.
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