Vorschau: Großer Preis von Großbritannien 2008
Offizielle Vorschau des ING Renault F1 Teams auf den Großen Preis von Großbritannien in Silverstone, 9. von 18 Läufen zur FIA-Formel 1-Weltmeisterschaft 2008.
Fernando Alonso: „Ich bin immer fest entschlossen"
Fernando, Du hast beim Großen Preis von Frankreich einen Punkt geholt. Bist du damit zufrieden, oder hattest Du andere Erwartungen an euer Heimspiel?
Fernando Alonso : Nach unserer Leistung im Qualifying dachte ich, dass zum ersten Mal in diesem Jahr ein Podiumsplatz möglich wäre. Darum war ich verständlicherweise etwas enttäuscht vom tatsächlichen Ergebnis. Ich bin bereits zu Beginn des Rennens etwas zurückgefallen und kam auch danach nicht an meine Pace vom Samstag heran.
Das Auto war auf den Geraden wie erwartet sehr schnell, trotzdem konnte ich meine Position nicht verbessern. Ich habe immerhin einen Punkt geholt – das ist auch schon etwas. Aber ich bin fest entschlossen, es das kommende Wochenende besser zu machen.
Wie wirst Du Silverstone am kommenden Wochenende angehen?
Fernando Alonso : " Positiv, denn Magny Cours hat gezeigt, dass wir gute Fortschritte machen. Trotzdem ist nach wie vor viel zu tun: Vergangene Woche absolvierten wir dreitägige Testfahrten in Silverstone.
Dort haben wir ein paar neue Komponenten ausprobiert, am Setup gearbeitet und verschiedene Reifen getestet. Seitdem haben wir ein gutes Gefühl für die Strecke. Das wird uns nächstes Wochenende helfen, das Auto während der Trainingsläufe noch weiter zu verbessern.
Der Renault F1 Workshop in Enstone ist weniger als eine Autostunde von Silverstone entfernt …
Fernando Alonso :" Das stimmt. Nach Magny Cours ist Silverstone also unser zweites Heimspiel in Folge. Und es werden viele Mitglieder des Teams da sein, um uns am Sonntag zu unterstützen. Ein gutes Ergebnis ist also dem gesamten Team besonders wichtig.
Was kannst Du uns über den Kurs von Silverstone sagen?
Fernando Alonso :"Das ist ein wirklich klassischer Formel 1-Kurs. Die Strecke ist für Fahrer und Autos gleichermaßen anspruchsvoll. Das macht sich vor allem in den schnellen Kurven bemerkbar. Hier muss besonders das Chassis sehr gut ausbalanciert sein.
Zusätzlich ist es ein physisch sehr fordernder Kurs, denn die Fahrer müssen mit hohen G-Kräften zurechtkommen. Eine gute Runde in Silverstone ist immer besonders befriedigend, weil sowohl Fahrer als auch Auto absolut am Limit sein müssen, um das zu erreichen.
Nelson Piquet: „Hoffe, den Schwung in die zweite Saisonhälfte mitnehmen zu können"
Nelson, Du hast in Frankreich Deine ersten Punkte gesammelt. Was war das für ein Gefühl?
Nelson Piquet: "Erstmalig in die Punkte zu fahren, hat sich großartig angefühlt – zumal ich schon seit Saisonbeginn auf diesen Moment gewartet habe. Es hat länger gedauert, aber die ersten Rennen waren für mich und das Team nicht leicht. In Frankreich hat alles geklappt.
Wir hatten keine Probleme und konnten das Auto das ganze Wochenende stetig verbessern. Für das Rennen war ich gut vorbereitet. Ich fühlte mich wohl im Auto."
Bedeutet das Ergebnis von Magny Cours für Dich einen Motivationsschub für den Rest der Saison?
Nelson Piquet:" Ich hoffe, den Schwung aus Frankreich in die zweite Saisonhälfte mitnehmen zu können, und will damit in Silverstone anfangen. An meiner Einstellung hat Magny Cours aber nichts verändert. Ich wusste die ganze Zeit, dass ich in der Lage bin, nach vorne zu fahren und dass mir dies früher oder später auch gelingen würde.
Ich bin überzeugt, dass ich in der zweiten Jahreshälfte erfolgreicher unterwegs sein werde, denn ich habe viel Erfahrung gesammelt und aus den ersten acht Rennen eine Menge gelernt. Jede Sekunde, die ich im Auto verbringe, ist lehrreich und stärkt mein Selbstbewusstsein: ein ganz natürlicher Lernprozess, und der braucht eben seine Zeit."
Was erhoffst Du dir in England? Silverstone zählt ja zu deinen Lieblingskursen ...
Nelson Piquet:" Ja, ich mag den Kurs sehr. Wir haben bereits in der vergangenen Woche dort getestet – das Auto sollte also schon ganz gut vorbereitet sein. Mein Ziel ist natürlich, erneut in die Punkte zu fahren und an meinem Teamkollegen dranzubleiben. Aber in Frankreich ist deutlich geworden, wie eng es im Mittelfeld zugeht:
Da kämpfen sehr viele Fahrzeuge auf ähnlichem Niveau um die Plätze – zwischen dem achten und dem 16. Startplatz liegen im Qualifying meist nur ein paar Zehntel. In Silverstone kommt dem Zeitraining eine besondere Bedeutung zu, da das Überholen auf dem sehr schnellen Kurs ziemlich schwierig ist."
Silverstone ist für das Team das zweite Heimrennen, und auch Du lebst in England. Macht dies das Rennen zu etwas Besonderem?
Nelson Piquet:" Für mich wird sich das schon ein wenig wie ein Heimrennen anfühlen. Und auch für viele Mitglieder des Teams, die in Enstone arbeiten, ist das eine schöne Gelegenheit, an die Strecke zu kommen und das Rennteam zu unterstützen.
Aber im Endeffekt ist jedes Rennen gleichwertig, und ich werde diesen Lauf genauso konzentriert und motiviert angehen wie alle anderen. Ich will das ganze Wochenende mein Bestes geben, um hoffentlich wieder in die Punkte zu fahren."
- Mischa Hammann -
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