EU-Feinstaubmahnung: Nur eine konsequente Umsetzung der Umweltzonen verbessert die Luftqualität in Deutschland
07.02.2009: Die EU-Kommission hat Deutschland und neun weitere EU-Länder wegen zu hoher Feinstaubwerte ermahnt und ein Verfahren wegen Verletzung der EU-Verträge eingeleitet. "Dieser Schritt wäre nicht notwendig gewesen", sagt Hermann Josef Schulte, Inhaber des Abgas
- Mahnung der EU-Kommission ist Anlass zum Handeln. - Kommunen müssen die Umweltzonen konsequent umsetzen. - HJS-Filtersysteme reduzieren den Partikelausstoß wirkungsvoll.
Die EU-Kommission hat Deutschland und neun weitere EU-Länder wegen zu hoher Feinstaubwerte ermahnt und ein Verfahren wegen Verletzung der EU-Verträge eingeleitet. "Dieser Schritt wäre nicht notwendig gewesen", sagt Hermann Josef Schulte, Inhaber des Abgasspezialisten HJS Fahrzeugtechnik GmbH & Co KG. "Schließlich bieten HJS und andere Hersteller seit Jahren wirksame Technologien zur Reduzierung des Partikelausstoßes an. Diese nützen jedoch nur etwas, wenn sie konsequent eingesetzt werden." Dabei sind vor allem Politik und Wirtschaft gefragt.
Dennoch ist Deutschland bereits auf einem guten Weg. Obwohl an 19 der insgesamt 421 Messstationen die gesetzlichen Grenzwerte überschritten wurden, sinkt seit Beginn des Jahrzehnts die Feinstaubbelastung in Deutschland stetig. Das geht aus einem Bericht des Umweltbundesamts für das Jahr 2008 hervor. 31 bestehende Umweltzonen und 16 weitere in der Planung tragen zu dieser Entwicklung bei.
In einigen Städten, darunter Berlin und Hannover, tritt Anfang 2010 eine verschärfte Stufe in Kraft: Dann dürfen nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette, also mit geringem Schadstoffausstoß, in die Innenstädte fahren. "Andere Umweltzonen müssen nachziehen, nur dann können wir deutschlandweit eine Senkung der Feinstaubbelastung erreichen", so Schulte.
Durch die Einführung der Umweltzone sind viele Bürger und Gewerbetreibende verpflichtet, ihre Autos umzurüsten, damit sie eine grüne Plakette bekommen. Doch die in vielen Umweltzonen geltenden Ausnahmeregelungen - beispielsweise im Ruhrgebiet - schwächen deren Wirkung. "Umweltzonen machen nur Sinn, wenn die Regeln für alle gelten - und zwar vom privaten Pkw über den Transporter eines Handwerkers bis hin zum städtischen Müllsammelfahrzeug", fordert Schulte. Insbesondere den Kommunen kommt dabei eine Vorbildfunktion zu.
In vielen Städten geht der Öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) mit gutem Beispiel voran: In Berlin, Hamburg, Stuttgart oder München sind viele Stadtbusse bereits mit modernen Rußpartikelfiltern ausgerüstet. Mittlerweile fahren deutschlandweit etwa 19.000 und damit ein gutes Drittel aller Busse vollständig rußfrei - rund 90 Prozent davon dank den Vollfiltersystemen von HJS.
Stuttgart, das im Jahr 2008 erneut Spitzenwerte bei der Feinstaubbelastung erreichte, bemüht sich seit vielen Jahren, die Luftqualität zu verbessern: Rechtzeitig zur Einführung der Umweltzone im März 2008 waren alle 264 Busse der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB AG) mit einem Rußpartikelfilter ausgestattet, davon mehr als 85 Prozent von HJS.
"Bereits im Jahr 2000 haben wir begonnen, nur noch Neufahrzeuge mit Filter zu kaufen", so Steffen Raff, stellvertretender Leiter der SSB-Buswerkstätten. "Hierbei konnten wir auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen, da seit 1991 die ersten Versuche mit Dieselpartikelfiltern gefahren wurden. Im Jahr 2003 haben wir die Nachrüstung des kompletten Altbestands eingeleitet."
Dabei legt die SSB nicht nur Wert auf den geringen Schadstoffausstoß ihrer Fahrzeuge, sondern auf die ganze Herstellungskette sowohl der Busse als auch des Kraftstoffs. Deswegen wurde bereits 2005 eine Studie in Auftrag gegeben, um den ökologisch und ökonomisch nachhaltigsten Busbetrieb darstellenu können. "Wir verfolgen eine nachhaltige Strategie, weil uns der Schutz der Umwelt und die Gesundheit der Stuttgarter wichtig ist", sagt Raff.
Die Technologien zur Reduzierung der Feinstaubbelastung sind vorhanden. HJS stellt Filtersysteme für Busse, kommunale Nutzfahrzeuge, Pkw und Lkw her. "Allerdings müssen Bürger und Kommunen diese Systeme konsequent einsetzen", sagt Schulte. "So wird der Partikelausstoß in den kommenden Jahren verringert und ein wesentlicher Beitrag zur Erfüllung der EU-Feinstaubvorgaben geleistet".
Über HJS: Als familiengeführtes, mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Menden/Sauerland steht die HJS Fahrzeugtechnik GmbH & Co KG für langjährige Erfahrung und Kompetenz im Bereich der Abgasnachbehandlung. Rund 400 Mitarbeiter entwickeln, fertigen und vermarkten modulare Systeme zur Reduzierung von Schadstoffemissionen.
Die innovativen Umweltschutz-Technologien kommen sowohl in der Erstausrüstung als auch in der Nachrüstung bei Pkw-, Nfz- sowie diversen Non-Road-Anwendungen zum Einsatz. Neben Systemen für Otto-Motoren bietet HJS heute vor allem Systeme für Dieselmotoren an - insbesondere zur Minderung von Rußpartikeln und Stickoxiden. Alle Systeme erfüllen die gesetzlichen Anforderungen und werden nach den gültigen Zulassungsbestimmungen zertifiziert.
Mit umfangreichen Patentrechten für DPF® (Diesel-Partikelfilter) und SCRT® (Selective Catalytic Reduction Technology) setzt HJS national und weltweit Maßstäbe.
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