Keine WM-Punkte für Suzuki Rallye Junior Team Germany / Ausfall an Tag 1 verhindert bessere Platzierung

Beim spanischen Lauf zur Junior Rallye-Weltmeisterschaft (JWRC) hat Suzuki-Junior Florian Niegel (25) im Swift Super 1600 den zehnten Platz belegt. Dabei zeigten Niegel und sein Copilot André Kachel (35) beim Spanien-Debüt eine insgesamt solide Leistung, verloren jedoch bei einem Ausfall am Ende des ersten Tages viel Zeit, was ihnen die Chance nahm, am Ende weitere WM-Zähler für das Suzuki Rallye Junior Team Germany zu erkämpfen.
Angefeuert von den begeisterten Zuschauermassen an den schnellen Asphalt-Pisten absolvierten die besten internationalen Rallye-Junioren in der spanischen Region Tarragona, südlich von Barcelona, insgesamt 18 Wertungsprüfungen an drei Tagen.
Tag 1: Ausfall stoppt Niegels Fahrt auf Punktekurs
Nach rund siebenwöchiger WM-Pause startete Florian Niegel am Freitagvormittag bei guten Wetterbedingungen auf die erste Etappe der Rally de España. Er hielt sich an die strategische Vorgabe, bei seinem Spanien-Debüt zunächst mit wenig Risiko zu fahren und sich mit solider Leistung Stück für Stück nach vorne zu arbeiten.
Bis zur fünften Wertungsprüfung lag das Suzuki Rallye Junior Team nach problemloser Fahrt im Swift Super 1600 auch fest auf Punktekurs – die Strategie schien sich auszuzahlen. Doch dann der Schock: Nachdem das Suzuki Duo auf der Verbindungsetappe bereits einen fehlenden Radbolzen am linken Vorderrad bemerkt hatte, verlor es kurz darauf auf der fünften Wertungsprüfung das komplette Rad.
Dies bedeutete das vorzeitige Ende des ersten Tages. Dank des Einsatzes der Suzuki-Mechaniker konnte der Schaden zwar behoben werden und das Team nach Super-Rallye-Reglement am zweiten Tag an den Start gehen, der Zeitverlust war jedoch so groß, dass praktisch keine Chance mehr bestand die Punkteränge noch zu erreichen.
Tag 2: Gute Leistung nach Re-Start
Die zweite Etappe führte die Fahrer auf schnellen und kurvenreichen Asphalt-Strecken über insgesamt 128 Kilometer. Niegel / Kachel boten eine gute Leistung und fuhren solide Zeiten. Das Duo kam mit den besonders langen und konzentrationsfordernden Wertungsprüfungen immer besser zurecht und nutzte die Strecken, um das Set-up des Swift Super 1600 für das Saisonfinale auf Korsika weiter zu verfeinern. Am Ende des Tages belegte das Team Platz 14.
Tag 3: Ziel sicher erreicht / Strategie gut umgesetzt
Auf den abschließenden sechs Wertungsprüfungen am Sonntag hielt das Team an der Strategie des Vortages fest, den Swift Super 1600 sicher ins Ziel zu bringen und weiter an der Feinabstimmung des Fahrzeugs zu arbeiten. Auf den knapp 94 Kilometern der letzten Etappe zeigten Suzuki-Junior Florian Niegel und Copilot André Kachel konstante Leistungen auf den schnellen, kurvenreichen Asphaltpisten. Begünstigt von einigen Ausfällen der Konkurrenz konnte das Suzuki Rallye Junior Team sogar noch einige Plätze gut machen und erreichte das Ziel auf dem zehnten Rang.
„Ich denke, wir können insgesamt mit unserem Debüt hier zufrieden sein. Wenn wir am ersten Tag nicht das Pech mit dem Radbolzen gehabt hätten – wer weiß, wo wir am Ende hätten stehen können", so Florian Niegel im Ziel. „Die Strecken hier in Spanien und die Stimmung an den Pisten waren einfach phänomenal – ein tolles Erlebnis! Noch heute geht es weiter nach Korsika, wo wir am nächsten Wochenende die Saison mit einer guten Leistung abschließen möchten. Wir sind bestens vorbereitet und freuen uns auf die neue Herausforderung!"
„Florian und André haben sich hier in guter Form präsentiert und die strategische Marschroute einwandfrei umgesetzt", bilanziert Niki Schelle, Teamchef des Suzuki Rallye Junior Team Germany, das Rallye-Wochenende. „Dass wir am ersten Tag ein Rad verloren haben und damit jegliche Chancen auf WM-Punkte bereits am Anfang begraben mussten, ist natürlich sehr ärgerlich.
Wir werden untersuchen, wie es dazu kommen konnte. Den zweiten und dritten Tag haben wir dazu genutzt, die Abstimmung des Swift Super 1600 für das Saisonfinale am kommenden Wochenende zu verfeinern. Für Korsika sind wir bestens gerüstet und wollen zum Abschluss der Saison auf jeden Fall nochmals WM-Punkte einfahren."
Großes Saisonfinale auf Korsika steht unmittelbar bevor
In nur vier Tagen steht bereits der nächste und letzte Lauf in der Junior Rallye-WM 2008 auf dem Programm. Auf der Mittelmeerinsel Korsika treten die JWRC-Teams vom 10. bis 12. Oktober erneut gegeneinander an – es fällt die Entscheidung in der WM.
Wie schon in Spanien erwarten die Fahrer bei der „Rallye der 10.000 Kurven" auf Korsika wieder schnelle Asphaltpisten und unzählige enge Kehren. 16 Wertungsprüfungen über insgesamt 359 Wertungsprüfungskilometer bedeuten für Fahrer und Material wieder einen echten Härtetest.

JWRC-Endergebnis, Rally de España (2. – 5. Oktober 2008)
1 Martin PROKOP Citroen C2 S1600 3:41:25,0 Min.
2 Alessandro BETTEGA Renault Clio R3 +0:24,6 Min.
3 Aaron Nicolai BURKART Citroen C2 S1600 +1:04,5 Min.
4 Shaun GALLAGHER Citroen C2 S1600 +2:16,7 Min.
5 Patrick SANDELL Renault Clio S1600 +4:40,0 Min.
6 Jaan MOLDER Suzuki Swift S1600 +5:49,1 Min.
7 Stefano ALBERTINI Renault Clio R3 +8:09,1 Min.
8 Simone BERTOLOTTI Renault Clio S1600 +9:38,3 Min.
9 Michal KOSCIUSZKO Suzuki Swift S1600 +10:55,5 Min.
10 Florian NIEGEL Suzuki Swift S1600 +12:55,9 Min.
11 Kevin ABBRING Renault Clio R3 +31:41,1 Min.
OUT Francesco FANARI Citroen C2 R2 Max Ausfall WP 1
OUT Sebastian OGIER Citroen C2 S1600 Ausfall WP 12
OUT Hans WEIJS JR. Citroen C2 R2 Max Ausfall WP 14
OUT Gilles SCHAMMEL Renault Clio R3 Ausfall WP 17
pass Andrea CORTINOVIS Renault Clio R3 Nicht gestartet
pass Milos KOMLJENOVIC Renault Clio R3 Nicht gestartet
Aktueller Meisterschaftsstand JWRC
1 Sebastian OGIER 34
2 Aaron Nicolai BURKART 31
3 Shaun GALLAGHER 29
4 Martin PROKOP 22
5 Michal KOSCIUSZKO 22
6 Alessandro BETTEGA 22
7 Patrick SANDELL 18
8 Jaan MOLDER 11
9 Stefano ALBERTINI 9
10 Gilles SCHAMMEL 8
11 Simone BERTOLOTTI 8
12 Florian NIEGEL 6
13 Kevin ABBRING 6
14 Andrea CORTINOVIS 4
15 Hans WEIJS JR. 2
16 Francesco FANARI 1
17 Milos KOMLJENOVIC 1
Über das Suzuki Rallye Junior Team Germany
Das langfristige Ziel der Suzuki Nachwuchsförderung ist die Heranführung der talentiertesten Piloten an den Spitzensport – getreu dem Motto „Road to WRC". So geht Suzuki-Junior Florian Niegel 2008 im Suzuki Rallye Junior Team Germany für die SUZUKI International Europe GmbH bei der Junior Rallye-Weltmeisterschaft (JWRC) an den Start.
2007 konnte der schnelle Franke souverän die Swift-Wertung des Suzuki Rallye Cup gewinnen. Der Suzuki-Junior bekommt von Suzuki mit dem Swift Super 1600 nicht nur ein erstklassiges Wettbewerbsfahrzeug gestellt, sondern kann auch auf ein erfahrenes und engagiertes Team rund um Teamchef Niki Schelle bauen.
- Axel Seegers ,Tanja Berwinkl, Jörg Machalitzky-
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