Zentral-Europa-Rallye, 3. Etappe, 22. April 2008

Erfolgreich auf abwechselnd steinigem und weichem Untergrund, schmalen Routen sowie anspruchsvollem Terrain: Der Volkswagen Race Touareg 2 bleibt mit dem dritten von drei möglichen Etappensiegen bei der Zentral-Europa-Rallye weiter ungeschlagen. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (RSA/D) entschieden das Teilstück dieser neuen Veranstaltung innerhalb des Marathon-Rallye-Kalenders, das von Baia Mare (Rumänien) nach Debreczin (Ungarn) führte, für sich und sind im Gesamtklassement Fünfte.
Mit Tagesrang sechs verbesserten sich Dieter Depping/Timo Gottschalk (D/D) auf die zweite Position der Gesamtwertung und bleiben mit etwas mehr als zwei Minuten Rückstand in Schlagdistanz zum Gesamtführenden Stéphane Peterhansel (Mitsubishi). Trotz eines Reifenschadens verteidigten Carlos Sousa/Andreas Schulz (P/D) im Race Touareg des Kundenteam Lagos den neunten Gesamtrang.
Mit Problemen hatten auf der dritten Etappe dagegen Carlos Sainz/Michel Périn (E/F) zu kämpfen. Die Gesamtsieger des FIA Marathon-Rallye-Weltcup 2007 verloren wegen eines gebrochenen Ganghebels auf der ersten der zwei Wertungsprüfungen des Tages wertvolle Zeit, das zweite Teilstück bewältigten Sainz/Périn mit Bestzeit, fielen aber im Gesamtklassement auf Rang acht zurück.
Zu Beginn der Etappe war auf den schlammigen Passagen zusätzlich ihre Sicht behindert. Dabei kam es auf der schmalen Strecke zu einem Zwischenfall. Hiroshi Masuoka (Mitsubishi) und Beifahrer Pascal Maimon hatten am Streckenrand wegen eines Reifenwechsels angehalten. Maimon zog sich eine Fußverletzung zu und musste anschließend aufgeben.
Die dritte Etappe der Zentral-Europa-Rallye führte nach zwei Wertungs prüfungen rund um Baia Mare nach Debreczin und damit zurück nach Ungarn. Von dort verläuft die Rallye-Route am Mittwoch über insgesamt 580 Kilometer, davon 150 auf Zeit, weiter nach Veszprem. Dabei stehen für die Teams zunehmend sandige Passagen auf dem Programm.

Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
"Der dritte Tagessieg bei dieser Rallye zeigt, wie gut der Race Touareg ist. Doch trotz des Erfolges von Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz können wir mit dieser Etappe nicht ganz zufrieden sein. Dass der Ganghebel am Auto von Carlos Sainz gebrochen ist, darf nicht passieren.
Dieses Teil ist mit dreifacher ,Dakar´-Distanz auf seine Zuverlässigkeit getestet worden und hat noch nie Probleme bereitet. Dennoch: Über die Leistungsfähigkeit unserer Autos brauchen wir uns keine Sorgen zu machen und deshalb haben wir weiter gute Chancen, dass am Ende der Rallye ein Volkswagen vorn liegt."
#201 - Carlos Sainz (E), 8. Platz Tages- / 8. Platz Gesamt-Wertung
"Was heute für uns möglich war, zeigt unsere Bestzeit auf der zweiten WP. Doch auf der ersten hatten wir eine Pechsträhne. Der Ganghebel ist gebrochen und wir mussten mehr als die Hälfte der Distanz im zweiten Gang fahren. Dann haben wir Pascal Maimon verletzt, als er an einer schmalen Stelle einen Reifen wechseln musste. Und das, obwohl wir im Schritttempo und mit äußerster Vorsicht an der Stelle vorbeigefahren sind. Dass die beiden die Rallye deshalb aufgeben müssen, tut mir sehr Leid."
#203 - Giniel de Villiers (RSA), 1. Platz Tages- / 5. Platz Gesamt-Wertung
"Ich freue mich über den Etappensieg heute sehr. Aber so ist der Marathon-Rallyesport: Gestern hatten wir Pech und haben wegen einer Kleinigkeit viel Zeit verloren, heute haben wir wieder Boden gut gemacht. Das zeigt, dass bis zum Ende alles möglich ist. Die ganze Truppe kämpft und gibt ihr Bestes. Es sind bis zum Ziel am Samstag noch viele Wettbewerbskilometer zu fahren - und abgerechnet wird erst am Schluss."
#209 - Carlos Sousa (P), 9. Platz Tages- / 9. Platz Gesamt-Wertung
"Die erste Wertungsprüfung begann für uns gut. Wir haben etwas am Set-up verändert, was die Traktion aus engen Kurven heraus stark verbessert hat. Leider hat uns auf der zweiten Wertungsprüfung ein Reifenschaden drei Minuten gekostet."
#213 - Dieter Depping (D), 6. Platz Tages- / 2. Platz Gesamt-Wertung
"Heute hatten wir wieder perfektes Material. Egal, auf welchem Terrain, ich fühle mich mit dem Race Touareg sehr wohl. Das zeigen die drei Etappensiege von Volkswagen. Ich denke, mein Beifahrer Timo Gottschalk und ich haben wieder eine gute Zeit absolviert und sind in der Gesamtwertung sogar auf Platz zwei vorgerückt. Ich werde versuchen, mein Tempo bis zum Ende konstant durchzuhalten. Dann ist bei dieser harten Rallye alles möglich."
Stand nach Etappe 3, Baia Mare (RO) - Debreczin (HU); 112/439 km Etappe 3/Gesamt

Pos. Team Fahrzeug Etappe 3 Gesamtzeit
1. Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret (F/F); Mitsubishi Pajero Evolution; 1:22.42 Std. (2.); 3:29.47 Std.
2. Dieter Depping/Timo Gottschalk (D/D); Volkswagen Race Touareg 2; 1:25.22 Std. (6.) + 2.08 Min.
3. Luc Alphand/Gilles Picard (F/F); Mitsubishi Pajero Evolution; 1:25.18 Std. (5.) + 3.06 Min.
4. Nani Roma/Lucas Cruz Senra (E/E); Mitsubishi Pajero Evolution; 1:24.37 Std. (3.) + 3.36 Min.
5. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (RSA/D); Volkswagen Race Touareg 2; 1:22.42 Std. (1.) + 4.13 Min.
6. Robby Gordon/Andy Grider (USA); Hummer; 1:25.13 Std. (4.) + 5.33 Min.
7. Nasser Al-Attiyah/Tina Thörner (QA/S); BMW X3 CC; 1:27.59 Std. (7.) + 7.27 Min.
8. Carlos Sainz/Michel Périn (E/F); Volkswagen Race Touareg 2; 1:31.13 Std. (8.) + 7.52 Min.
9. Carlos Sousa/Andreas Schulz (P/D); Volkswagen Race Touareg 2; 1:31.23 Std. (9.) + 12.30 Min.
10. Bruno Saby/Alain Guehennec (F/F); BMW X3 CC; 1:34.39 Std. (12.) + 19.17 Min.
Öffentliche Website von Volkswagen Motorsport: www.volkswagen-motorsport.com
- Uwe Baldes- Photos VW
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