Ein letzter Blick auf die Sehenswürdigkeiten von Lissabon, dann geht’s los

- Das Wetter bleibt schlecht, Sturm und Regen führen in Lissabon zu
Überschwemmungen
- Zwei Teams mit der gleichen Startnummer – kleine Probleme vor dem
großen Abenteuer
- Eine offizielle Reisewarnung an französische Staatsbürger sorgt heute
für Aufregung
- Gestern schlich sich ein Fehler ein – heute die richtige eMail-Adresse
fürs SMS-Service
Es war die zweite Nacht in Folge, die wolkenbruchartigen Regen und heftigen Wind für Lissabon und Umgebung bereithielt. Dieses Mal war es noch heftiger als in der Nacht zuvor und so kam es im Großraum Lissabon sogar zu kleinflächigen Überschwemmungen. Für die 30. Ausgabe der Rallye Dakar, die am frühen Samstagmorgen (05. Jänner) direkt in Lissabon gestartet wird, birgt das einige Gefahren.
Die erste Sonderprüfung führt nämlich über weichen, sandigen Untergrund und Österreichs einziger Teilnehmer, der Kirchdorfer Raphael Sperrer, erwartet vor allem für die hinteren Piloten katastrophale Verhältnisse: „Ich könnte mit meiner Startnummer gerade noch Glück haben. Aber schon ein paar Autos hinter mir wird das Chaos losbrechen, befürchte ich. Bei so vielen Motorrädern, Autos und Trucks wie dieses Jahr werden einige schon in Europa regelrecht absaufen."
Am heutigen Morgen hatte es jedoch vorübergehend aufgeklart – eine gute Gelegenheit, um einen letzten Blick auf einige der zahllosen Sehenswürdig-keiten der portugiesischen Hauptstadt zu werfen. Raphael Sperrer und sein holländischer Co Harmen Scholtalbers fuhren sicherheitshalber gleich mit dem Fast&Speed-Buggy zum „Torre de Belém", der ganz in der Nähe des „Centro Cultural de Belém" am Nordufer des Flusses Tejo liegt, wo die Abnahme über die Bühne geht.
Der „Torre" wurde 1521 fertiggestellt und versinnbildlicht die Glanzzeit des portugiesischen See- und Handelsimperiums – als Leuchtturm im Mündungstrichter des Tejo gelegen, begrüßte er die ankommenden Entdecker und Handelsschiffe.
Raphael Sperrer: „Ein beeindruckendes Bauwerk. Kein Wunder, dass das eines der bekanntesten Wahrzeichen Lissabons ist. Früher hat er die Entdecker und Abenteurer begrüßt, wenn sie von ihren Erkundungsfahrten auf den Weltmeeren zurückkamen.
Heute verabschiedet er Harmen und mich als „moderne Abenteurer", kurz bevor wir uns auf die über 9.000 Kilometer lange Reise in Richtung Dakar machen. Hier kann ich noch einmal kurz abschalten und entspannen, bevor die Konzentration auf das Rennen beginnt."
Die Verwirrung um die Startnummer konnte rasch aufgeklärt werden
Nur wenig später war es dann mit Ruhe und Entspannung auch schon vorbei: Beim Anstellen zur technischen und administrativen Abnahme tauchte nämlich plötzlich das lettische Team Janis Azis/Ainars Princis auf – mit der gleichen Startnummer wie Sperrer/Scholtalbers, die Verwirrung war perfekt.
Die Veranstalter der A.S.O. konnten die Situation aber Gott sei Dank rasch aufklären: Die Letten hatten sich schlicht und einfach vertan und die falsche Nummer aufgeklebt. Raphael Sperrer nahm die Sache am Ende mit Humor: „So lange mir die nächsten 15 Tage nicht mehr passiert, werd’ ich mich bestimmt nicht beschweren!"
Aufregung um offizielle Reisewarnung an französische Staatsbürger für Mauretanien
Für die nächste Aufregung sorgte dann ein Communique der französischen Behörden, das französische Staatsbürger davor warnt, im Zusammenhang mit der Rallye Dakar nach Mauretanien zu reisen. Die A.S.O. nahm in einer knappen Aussendung Stellung: Man werde sich mit den offiziellen Stellen in Frankreich und Mauretanien in Verbindung setzen, um genauere Informationen über die Hintergründe für diese Reisewarnung zu erhalten.
Immerhin hatten die mauretanischen Regierungsstellen im Vorfeld für die Sicherheit aller Teilnehmer garantiert, auch wurden gegenteilige Informationen nie an den Veranstalter herangetragen.
Raphael Sperrer lässt sich von diesen neuesten Entwicklungen nicht beunruhigen: „Ich habe vollstes Vertrauen in die Organisatoren – wenn es wirklich zu gefährlich ist, dann werden wir eben einen anderen Weg nach Dakar nehmen. Die A.S.O. hat mit solchen Situationen viel Erfahrung und weiß genau, was zu tun ist. Ich konzentriere mich auf das Fahren und darauf, möglichst schnell nach Dakar zu kommen!"

Die richtige eMail-Adresse für die Anmeldung zum ASVÖ SMS Infodienst!
Wer sich aufgrund der gestrigen Info zum SMS-Service des ASVÖ anmelden wollte, bekam bedauerlicherweise eine Fehlermeldung retour, die einen einfachen Grund hatte: Die angegebene eMail-Adresse war falsch – dafür bitten wir Sie und alle Interessierten vielmals um Entschuldigung.
Die richtige Adresse lautet dakar@asvo-sport.at! Wer an tagesaktuellen News, Quotes und natürlich an den aktuellen Zeiten und Positionen des „Team Austria 1 – Raphael Sperrer" interessiert ist, schickt bitte noch einmal eine eMail mit Vor- und Zunamen sowie der Handy-Nummer – die aktuellen Infos kommen dann gratis per SMS aufs Handy!
- Manfred Wolf, Agnes Carlier - auch Photos
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