Report: Rallye Dakar 2007
BFGoodrich Partner Volkswagen dominiert die
erste Hälfte der „Dakar"
Mitsubishi nutzt die Performance der BFGoodrich
Pneus im weichen Wüstensand
Statistisches
BFGoodrich stellt seine Vormachtstellung bei Wüstenrallyes eindrucksvoll unter Beweis: Nach 4.174 anspruchsvollen Kilometern in Wertung quer durch die Sahara darf einmal mehr ein Partner der amerikanischen Reifenmarke jubeln. Mitsubishi-Pilot Stéphane Peterhansel beschert den Spezialisten für Offroad-Pneus den achten Sieg bei der Rallye Dakar.
Damit ist BFGoodrich bei der wohl härtesten Rallye der Welt seit 2002 ungeschlagen. Neben dem Sieger unterstützte der Hersteller aus Clermont-Ferrand auch die Top-Sieben in der Automobilwertung und fuhr 13 von 14 Etappensiegen ein - besser lässt sich die Dominanz von BFGoodrich wohl kaum ausdrücken.
Trio Infernale: Stéphane Peterhansel, Mitsubishi und BFGoodrich gewannen die „Dakar" zum dritten Mal in vier Jahren.
Bei der „Dakar" kommt es vor allem auf Routine und Ausdauer an: Diese Weisheit bewahrheitete sich auch bei der 29. Ausgabe des Wüstenklassiker, die insgesamt 245 Motorräder, 180 Autos sowie 85 Trucks in Angriff nahmen. Nach 15 äußerst harten Etappen durch tückisches Kamelgras, über Bergpisten mit scharfkantigen Steinen und durch die schier endlose Sandwüste bewies einmal mehr der favorisierte Mitsubishi-Fahrer Stéphane Peterhansel in seinem BFGoodrich-bereiften Pajero Evolution MPR13 den längsten Atem.
Im Ziel in Dakar durfte sich der französische Routinier bereits zum neunten Mal über eine Champagner-Dusche freuen. Sechs Siege feierte Peterhansel auf einem Motorrad, drei weitere Erfolge erzielte er in der Automobilwertung. Sein Arbeitgeber Mitsubishi trug sich beim Wüstenklassiker sogar zum zwölften Mal in die Siegerlisten ein - und das, obwohl die Japaner 2007 keine einzige Etappe für sich entscheiden konnte.
Nicht nur wegen des Triumphs von Peterhansel bot die „Dakar" ein aus französischer Sicht erfreuliches Ergebnis: Mit Vorjahressieger Luc Alphand (Mitsubishi) und Jean-Louis Schlesser in seinem selbst gebauten zweiradgetriebenen Buggy komplettierten zwei Franzosen das Podest.
Außerdem vertrauten diese drei Spitzenreiter allesamt auf die in Clermont-Ferrand produzierten Pneus mit BFGoodrich Schriftzug auf der Flanke. Bei der zweiwöchigen Marathon-Rallye untermauerte der Reifenhersteller seine Ausnahmestellung im Raid-Sport erneut und unterstützte die sieben besten Fahrer in der Automobilwertung.
BFGoodrich Partner Volkswagen dominiert die erste Hälfte der „Dakar"
Schnell, aber glücklos: Die hervorragenden Leistungen der BFGoodrich-bereiften VW wurden nicht belohnt.
Zu Beginn der Rallye ließ es BFGoodrich Partner Peterhansel gewohnt ruhig angehen: Der Routinier überließ die Führungsarbeit zunächst dem „Wolfsrudel" aus Niedersachsen, das hungrig auf den ersten Dakar-Sieg von Volkswagen seit 1980 lauerte. Die VW Race Touareg 2 gaben von Beginn an Vollgas und belegten nach der ersten Prüfung die Positionen eins bis fünf. Bis zur Halbzeit gab das Team um Kris Nissen komplett den Ton an.
Die ebenfalls auf BFGoodrich Pneus rollenden Touareg hatten bis zum Ruhetag immer die Führungsposition inne. Nachdem Privatier Carlos Sousa in Europa das Tempo bestimmte, übernahm Carlos Sainz in Afrika die Position des Spitzenreiters, bis ihn sein südafrikanischer Teamkollege Giniel de Villiers auf der siebten Etappe von Platz eins verdrängte. Wie schnell die „Wölfe" in der Wüste unterwegs waren, zeigt ein Blick auf die Etappensiege: Bei neun von 14 Tageswertungen überquerte ein VW Race Touareg 2 als Erster die Ziellinie.
Mitsubishi nutzt die Performance der BFGoodrich Pneus im weichen Wüstensand
Überflieger: Bei den Buggies ist BFGoodrich Partner Jean-Louis Schlesser seit Jahren das Maß der Dinge.
Nach dem Ruhetag folgte allerdings die große Zeit der japanischen Rot-Diamanten: BFGoodrich Partner Mitsubishi blieb permanent in Lauerstellung und nutzte die vereinzelten Probleme bei Volkswagen eiskalt aus. Die Entscheidung fiel - wie von allen Experten prognostiziert - im feinen Sand Mauretaniens.
Auf der Königsetappe von Atâr nach Tichit mit 589 Kilometern fiel zunächst Ex-Rallye-Weltmeister Carlos Sainz zurück. Am Tag darauf erwischte es Spitzenreiter Giniel de Villiers. Der Motor seines Offroaders streikte, so dass der Südafrikaner von seinem Racetruck ins Ziel geschleppt werden musste.
Vom Pech der Wolfsburger profitierten allen voran die Mitsubishi-Speerspitzen Peterhansel und Alphand: Nach der neunten Etappe lagen die beiden Franzosen plötzlich mit einem Vorsprung von weit mehr als einer Stunde an der Spitze. Dahinter reihte sich mit dem langjährigen BFGoodrich Partner Jean-Louis Schlesser der beste Buggy-Pilot ein.
Der Wüstenveteran führte den Reifenhersteller 1999 und 2000 bereits zu den ersten Dakar-Erfolgen und mischte auf dem erfolgreichen BFGoodrich Baja T/A seit jeher die großen Werksteams auf. 2007 überraschte der ehemalige Sportwagen-Weltmeister die Konkurrenz mit zwei Etappensiegen, die ihm letztlich die dritte Position im Gesamtklassement einbrachten.
Eilige Drucksache: Vor sandigen Abschnitten senken die Piloten - hier Carlos Sainz - den Luftdruck ihrer BFGoodrich Pneus.
Hinter Schlesser reihte sich mit Nasser Al Attiyah ein weiterer Außenseiter auf der hervorragenden vierten Position ein: Der Araber trumpfte mit seinem BFGoodrich-bereiften BMW X3 CC ein ums andere Mal groß auf und wurde für seine konstante Fahrt belohnt. Das Podium verfehlte er lediglich wegen einer 39-minütigen Zeitstrafe nach einer Geschwindigkeitsüberschreitung in Marokko; eine Entscheidung, gegen die das X-Raid-Team - das bei der diesjährigen Rallye Dakar eine gelungene Vorstellung bot - Protest einlegte.
Zu Beginn beeindruckte der junge Ski-Freestyle-Weltmeister Guerlain Chicherit auch im nicht verschneiten Gelände. Bis zu seinem Ausfall an Tag sechs lag er sogar weit vor Al Attiyah an der sechsten Position. Weniger Glück hatte in diesem Jahr Jutta Kleinschmidt, die ebenfalls auf einem BFGoodrich-bereiften BMW X3 unterwegs war. Die Kölnerin fiel durch technische Defekte früh zurück und kämpfte sich am Ende immerhin auf Rang 15 nach vorne.
Statistisches
29. Rallye Dakar 2007, (6. bis 21. Januar 2007); Gesamtlänge: 8.696 Kilometer, davon 14 Wertungsprüfungen über 4.174 Kilometer; längste WP: 589 Kilometer (Atâr - Tichit). Start: Lissabon, Ziel: Dakar.
Endergebnis (Kategorie Automobile):
1. Peterhansel/Cottret Mitsubishi Pajerso BFG 45:42.45 h
2. Alphand/Picard Mitsubishi Pajero BFG 7.16 min. zurück
3. Schlesser/Debron Schlesser-Buggy BFG 1:36.24 h zurück
4. Al Attiyah/Guehennec* BMW X3 BFG 2:03.16 h zurück
5. Miller/Pitchford VW Race Touareg 2 BFG 2:11.28 h zurück
6. Masuoka/Maimon Mitsubishi Pajero BFG 2:45.31 h zurück
7. Sousa/Schulz VW Race Touareg 2 BFG 5:13.22 h zurück
8. Gordon/Grider Hummer 7:06.51 h zurück
9. Sainz/Perrin VW Race Touareg 2 BFG 7:28.53 h zurück
10. De Villiers/Von Zitzewitz VW Race Touareg 2 BFG 8:47.44 h zurück
(BFG) =BFGoodrich Partnerteams
* Die vorläufige Zeitstrafe von 39 Minuten gegen Nasser Al Attiyah wegen Geschwindigkeitsüberschreitung ist im Endergebnis berücksichtigt.
Diese und weitere Informationen zum gesamten Motorsport-Engagement von BFGoodrich Tires finden Sie auch im Internet unter www.bfgoodrichtires.de
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