Rallye Dakar, 14. Etappe, 20. Januar 2007
Volkswagen gelang auf der 14. und vorletzten Etappe der Rallye Dakar eine weitere Bestleistung: Zum neunten Mal gewann ein Race Touareg eine Tageswertung, zum dritten Mal in Folge und zum fünften Mal insgesamt erreichten Carlos Sainz/Michel Périn (Spanien/Frankreich) ein solches Ergebnis.
Zudem feierte Volkswagen auf dem 576 Kilometer langen Teilstück von Tambacounda nach Dakar einen Dreifacherfolg: Sainz gewann vor seinen Teamkollegen Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (Südafrika/Deutschland) und dem Race Touareg aus dem Lagos Team, gesteuert von Carlos Sousa/Andreas Schulz (Portugal/Deutschland). Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/Südafrika) komplettierten in einem weiteren Race Touareg auf Platz sechs das Volkswagen-Quartett im Spitzenfeld. Volkswagen feierte am vorletzten Tag der Rallye Dakar 2007 zudem den 50. Etappensieg des Race Touareg.
In der Gesamtwertung, die vor der 93 Kilometer langen Schlussetappe am Sonntag von dem französischen Mitsubishi-Fahrer Stéphane Peterhansel angeführt wird, liegt Mark Miller als bester Volkswagen Pilot auf Rang fünf. Carlos Sousa ist Siebter, Carlos Sainz Neunter und Giniel de Villiers Elfter.
Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
"Auf der heutigen Etappe, die richtige letzte Prüfung auf dem Weg nach Dakar, hatten alle Fahrer von mir die Anweisung, voll auf Angriff zu fahren. Es scheint gut gelungen zu sein. Denn wir haben die Plätze eins, zwei, drei und sechs belegt. Das zeigt, wie gut das gesamte Team ist. Jeder hat gesehen, dass Volkswagen Motorsport ein siegfähiges Paket hat.
Das macht uns allen viel Mut für die nächsten Rennen. Wir haben unsere Aufgaben seit der Rallye Dakar 2006 gelöst und sind auf jedem Terrain sehr gut. Dieses siegfähige Gesamtpaket nochmals zu steigern, ist für die Saison 2007 eine Aufgabe, die nicht allzu schwierig sein sollte und eine schöne Herausforderung darstellt."
#301 - Giniel de Villiers (RSA), 2. Platz Tages- / 11. Platz Gesamt-Wertung
"Zu Beginn der Prüfung habe ich attackiert. Auf der ersten Hälfte der Strecke lief es richtig gut für uns und wir haben drei Konkurrenten überholt. Auf den kurvigen Wegen haben wir nach 160 Kilometern etwa drei Minuten durch kleine Navigationsfehler verloren. Zudem hinterließen die Motorradfahrer vor uns eine große Staubfahne."
#303 - Carlos Sainz (E), 1. Platz Tages- / 9. Platz Gesamt-Wertung
"Auf dieser schwierigen Prüfung ist es für uns gut gelaufen, wie der Etappensieg zeigt. Wir waren das erste Auto auf der Strecke und hatten keine Spuren vor uns. Ein oder zwei Mal haben wir wegen der Navigation kurz gezögert und gesucht, uns aber nicht verfahren."
#305 - Mark Miller (USA), 6. Platz Tages- / 5. Platz Gesamt-Wertung
"Bis zu CP1 lief es gut und wir haben richtig Druck gemacht. Nach 40 Kilometern überholten wir Stéphane Peterhansel. Bis dahin wäre ein Platz unter den ersten Drei möglich gewesen. Doch dann wurde die Navigation schwierig. Wir fuhren als zweites Auto auf der Strecke und haben drei oder vier Mal jeweils eine halbe Minute verloren, als wir uns orientieren mussten. Ralph unter diesen schwierigen Bedingungen sehr gut gearbeitet. Unsere Zusammenarbeit bei dieser Rallye ist klasse und wir haben uns seltener verfahren als viele Konkurrenten."
Aus dem Volkswagen Biwak
- Schnitzel im Cockpit: "Schnitzel" - das ist die Aufschrift auf der Beifahrer-Seite des Volkswagen Race Touareg 2 von Giniel de Villiers. "Meine ausländischen Kollegen hatten Probleme, meinen Namen auszusprechen", erklärt Copilot Dirk von Zitzewitz. "Aus Schniiietzewitz wurde irgendwann Schnitzel, wahrscheinlich das einzige deutsche Wort, dass Giniel, Carlos und Mark kennen. Dann blieb der Spitzname natürlich haften."
- Wings for life: Auf den hinteren Flanken des Race Touareg wirbt das Werksteam von Volkswagen für "Wings for life". Dahinter verbirgt sich eine gemeinnützige Stiftung, die der österreichische frühere Motocross-Pilot und KTM-Sportmanager Heinz Kinigadner ins Leben gerufen hat. Unterstützt wurde er dabei von Dietrich Mateschitz, dessen Unternehmen Red Bull von Anfang an zu den Partnern von Volkswagen auf dem Race Touareg zählt.
Die Stiftung, die Kinigadner nach einem schweren Unfall eines Familienmitglieds initiierte, besteht in der Unterstützung und Förderung innovativer und hochqualitativer Spitzenforschung mit dem Ziel, die Regeneration des verletzten Rückenmarks zu fördern.
Drei Fragen an Catering-Spezialistin Mireille André
Wie wird die Mannschaft von Volkswagen Motorsport bei der Rallye Dakar verpflegt?
"Frühstück, Mittagessen und Abendessen gibt es am Büffett der Veranstalter im Biwak. Ich sorge für die Snacks zwischendurch oder für Essen, wenn abends so lange gearbeitet wird, dass die Techniker nicht ins Biwak gehen können."
Was mochte die Mannschaft am liebsten?
"Kleine Putensalamis aus Mecklenburg zum Beispiel, davon hatten wir 100 Kilo im Gepäck und die wurden restlos verbraucht. Außerdem kann ich den meisten Teammitgliedern mit Hot-Dog-Würstchen und Sandkuchen eine große Freude machen. Und kannenweise Kaffee."
Welche Lebensmittel werden aus Deutschland mitgenommen und was kaufen Sie unterwegs?
"Getränke kaufen wir unterwegs. Fast das gesamte Essen wurde aus Deutschland mitgebracht und über die komplette Rallye-Route transportiert. Wir haben lediglich in Marokko Äpfel, Bananen und Eier gekauft. Nachher in Mauretanien und Mali gab es auf den Märkten nur wenig frisches Obst."
Stand nach Etappe 14, Tambacounda (SN) - Dakar (SN); 225/576 km WP 13/Gesamt
1. Stéphane Peterhansel/Jean-P. Cottret (F/F) Mitsubishi Pajero Evolution
2:29.23 Std. (11.) 45:42.45 Std.
2. Luc Alphand/Gilles Picard (F/F) Mitsubishi Pajero Evolution
2:25.24 Std. (7.) + 7.16 Min.
3. Jean-Louis Schlesser/Arnaud Debron (F/F) Schlesser Buggy
2:27.00 Std. (9.) + 1:36.24 Std.
4. Nasser Al-Attiyah/Alain Guehennec (QT/F) BMW X3
2:22.54 Std. (4.) + 2:03.16 Std.
5. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/RSA) Volkswagen Race Touareg 2
2:23.04 Std. (6.) + 2:11.28 Std.
6. Hiroshi Masuoka/Pascal Maimon (J/F) Mitsubishi Pajero Evolution 2:32.25 Std. (13.) + 2:45.31 Std.
7. Carlos Sousa/Andreas Schulz (P/D) Volkswagen Race Touareg 2
2:21.47 Std. (3.) + 5:13.22 Std.
8. Robby Gordon/Andy Grider (USA/USA) Hummer H3
2:22.56 Std. (5.) + 7:06.51 Std.
9. Carlos Sainz/Michel Périn (E/F) Volkswagen Race Touareg 2
2:21.02 Std. (1.) + 7:28.53 Std.
10. Stéphane Henrard/Brigitte Becue (B/B) Buggy Volkswagen
2:46.22 Std. (26.) + 8:29.27 Std.
11. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (RSA/D) Volkswagen Race Touareg 2
2:21.09 Std. (2.) + 8:47.44 Std.
Und so geht's weiter.
Sonntag, 21. Januar, Dakar (SN) - Dakar (SN): 16 km WP/93 km Gesamt. Die letzte kurze Etappe an Lac Rose ist der Klassiker der Rallye Dakar. Die Fahrzeuge fahren eine letzte Schleife auf dem Strand nördlich von Dakar und rollen danach am Ufer des großen Salzsees Lac Rose über die Zielrampe. Der traditionelle Zieleinlauf der Rallye Dakar ist auch eine Attraktion für zahlreiche geladene Gäste der Teams.
Die Rallye Dakar im TV
20. Januar 19.00 - 19.20 Uhr ZDF heute
20. Januar 22:00 - 22:45 Uhr Eurosport Highlights, live aus dem Biwak
21. Januar 19.00 - 19.20 Uhr ZDF heute
21. Januar 22:00 - 22:30 Uhr Eurosport Highlights
Öffentliche Website zum Volkswagen Dakar-Einsatz: www.volkswagen-motorsport.com
- Uwe Baldes-
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