DMV-Tourenwagen-Challenge 2008 powered by UHSport
Hagan-Chef Rolf Rummel holte am 19.07.98 in Colmar-Berg Doppelsieg

Blenden wir zurück. Hockenheim, 24.03.1996. Ein Fahrer dessen BMW 320 Turbo Gr.H schon durch viele Siege zur Legende wurde, gewann den Saison-auftakt im Divinol-Cup. Am Volant jener Mann der das weiße Ungetüm bereits in vielen Rennschlachten perfekt gebändigt hatte.
Darunter jener Strecke die den Buben vom Mann unterscheidet, dem A1-Ring (A). Dort gewann er 2001 bei drückender Hitze. Die Rede ist von Rolf Rummel aus Heiligenhaus in Westfalen. Seit 1999 ist er in einem Porsche GT2 unterwegs. Und auch auf diesem GT blieb er in unvergleichlicher Art auf Erfolgskurs.
Zitat: Jubiläum, Rolf Rummel – now the king of the Cup
- Diese Schlagzeile stammt vom Saisonauftakt 2001.
- Und der Text dazu lass sich wie folgt………
Am Nürburgring fuhr sich der eher introvertierte Westfale endgültig zum König des deutschen UHS-Divinol-Tourenwagen-Cup empor. Perfekt vorbereitet wie immer steuerte der Heiligenhauser Ingenieur und Unternehmer in Sachen Heizungstechnik seinen legendären weiß und blau lackierten Porsche 911 GT2 auf die Pole.
Die Herbstsonne hatte auch die letzte Nebelschwaden verdrängt, als Rolf Rummel den 15. Lauf zum Divinol-Cup 2001 unter die Räder nahm. „Rolfs Sieg, der 50. im deutschen Divinol-Cup, war nie in Gefahr", so Cupmanager Hoffmann nach dem Rennen. Die Tabelle der Gesamtsieger führt Rolf Rummel bereits seit dem Jahr an, als er den Meistertitel holte. Das war 1998. In dem Jahr holte sich Rummel satte 10 Gesamtsiege.
Am Nachmittag des Renntages 2001 in der Eifel gelang dem König des Divinol-Cups auch noch der 51. Gesamterfolg seiner Cup-Karriere zu ver-buchen. Am Ende jenes Jahres waren es dann sogar 55 Erfolge. Welche Ziele kann man da eigentlich noch haben? Streckensprecher Klaus Lambert brachte es euphorisch auf den Punkt. „Der Rolf wird jetzt mal Schumis Siegeszahl einholen wollen".
Der hatte zu der Zeit nur ein paar Siege mehr auf der Liste. „Mit Michael Schumacher will ich mich nicht vergleichen", so Rolf
Rummel später im Fahrerlager bescheiden schmunzelnd. Möglicherweise bleibt es aber reizvoll für Rolf Rummel auch in Sachen Pole und schnellste Runde Rekordmarken in der Cup-Geschichte zu platzieren. Warten wir es ab, so der Chronist damals….
Was Rolf Rummel im Kartsport der frühen Jahre mit Leuten wie Hans Heyer und Karl Heinz Becker auf die Beine stellte, verdiente damals und heute absoluten Respekt. Auch in der Tourenwagen-EM macht er von sich reden. Einmal sagte Rolf Rummel in einem Interview „Der Automobilsport ist für mich die schönste Nebensache der Welt".
Die mittlerweile stattlichen 61. Gesamterfolge im Cup dürften für Rolf Rummel sicher zu den besonders schönen Nebensächlichkeiten in der Welt des Automobilsport jener Tage gezählt haben. Aber es gab auch kritische Momente. So beispielsweise als Chaouki Chikhani Rolf Rummel in Hockenheim auf der Bremse mal voll torpedierte. „Ich habe mich bei Rolf entschuldigt für das Missgeschick", so Chikki nach dem Rennen.
Aber es gab auch Sternstunden. 1999 holte sich Rolf Rummel 16 Gesamtsiege. Nur ein heftiger, technisch bedingter Unfall im Training von Dijon verhinderte in jener Saison den totalen Erfolg. Dem totalen Erfolg jagte in früheren Jahren auch schon Ron Dennis in der Formel-1 mit Prost und Senna nach.
Alle Rennen einer Saison zu gewinnen ist ein hohes Ziel, das Rummel wie, auch Dennis hatten. Rolf Rummel drückte dem von UHSport veranstalteten Divinol-Cup als Gesamtsiegerkönig und als Saisonsiegerkönig zwei besonders dicke Stempel auf.
Rummels Siegrekord in den von UHSport gemanagten Serien kann erst 2010 geknackt werden. Klaus Horn könnte das besorgen…wenn, ja wenn er alle Rennen 2008 und 2009 gewinnt. Klaus ist hinter Rolf der 2. in der Ewigen-siegerliste bei UHSport.
„Für Spannung ist in der 19. UHSportsaison also wohl reichlich gesorgt", so Promoter Gerd Hoffmann als veranstalteten der DMV-Tourenwagen Challenge-08.
- HTS - Fotos: Barth
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