Einen gelungenen Einstand auf deutschem Asphalt feierte Aaron Burkart am vergangenen Wochenende bei der ADAC Eifel Rallye. Mit insgesamt 8 Bestzeiten in der Division 2 sicherte er sich den Sieg vor seinem Junior WM-Konkurrenten Sebastién Ogier, der den DRM-Lauf wie Burkart nutzte, um sich auf den bevorstehenden WM-Lauf in Deutschland vorzubereiten.
Mit dem für die Region typischen Wetter begrüßte die Eifel-Rallye die Piloten bereits beim Shakedown am Donnerstag - und das wollte sich auch über die gesamte Dauer der Veranstaltung nicht ändern.
„Das ist nicht nur die normale Eifel-Witterung, sondern auch das Wetter, das mich seit einigen Wochen begleitet. Irgendwie scheine ich den Sonne-Regen-Mix anzuziehen", meinte Aaron Burkart, der mit seinem Citroen C2 Super 1600 nach Daun gekommen war, um ein gutes Set-Up für die Deutschland Rallye zu finden und die neuen Einheitsreifen der Junior-WM auf Asphalt zu testen.
Mit Spannung wurde das Duell Burkarts mit Sebastién Ogier erwartet, der auch mit einem C2 Super 1600 antrat. Bereits am Freitag Abend zeigte Burkart aber, dass er - obwohl er in diesem Jahr erst eine Asphalt-Rallye bestritten hatte - in seinem Element war und setzte sich von Anfang an an die Spitze. „Ich war mit den ersten Prüfungen nicht ganz zufrieden, denn dadurch, dass ich noch letzte Woche auf Schotter in Finnland unterwegs war, saßen die Bremspunkte noch nicht perfekt und ich denke, wir haben noch Einiges an Zeit verloren", so Burkart.
Im Laufe des Samstages gewöhnte er sich aber an den Untergrund und setzte in der Division 2 mehrere Bestzeiten hintereinander. Mit 34 Sekunden Vorsprung führte er vor den letzten drei Wertungsprüfungen (WPs) und dass obwohl er auf der WP Risselberg 2 mit Slicks im strömenden Regen startete: „Das Wetter hier ist einfach unberechenbar. Wir hatten einfach eine zu hohe Startnummer, die anderen Fahrer vor uns hatten Glück und sind noch im Trockenen über die Prüfung gekommen", erklärt Burkart.
Auch im letzten Durchgang war das Wetter nicht auf seiner Seite: „Wir rechneten mit Regen und natürlich blieb dann alles trocken. Eine Entscheidung, die uns viel Zeit kostete, denn Ogier war mit den richtigen Reifen unterwegs und startete noch einmal eine Attacke!" Entsprechend fielen dann die Ergebnisse aus: Bis auf 10 Sekunden kam Ogier noch an den Berliner Studenten heran.
Teammanager Jürgen Bertl erklärt: „Da Ogier hinter Aaron startete, bekam er nie die Zeiten mit. Wir haben sie ihm durchgegeben und ihm gesagt, den Vorsprung bis ins Ziel kontrolliert zu verwalten und nicht mehr allzu viel zu riskieren. Nichts wäre schlimmer gewesen, als ein Ausfall auf den letzten 3 WPs!".
Und Burkart selbst zeigt sich zufrieden im Ziel: „Wir haben zwar nicht wie erhofft, endlich einmal im Trockenen testen können, aber das Ergebnis ist allemal in Ordnung und als kleines „Schmankerl" obendrauf habe ich auch meine erste DRM-Bestzeit gefahren! Jetzt freue ich mich auf die kommenden WM-Einsätze in Finnland und natürlich in Deutschland!"
- Kathrina Brüggmann - auch Photo