GP Deutschland
Mit gemischten Gefühlen beendete das ING Renault F1 Team am Samstag das Qualifying zum Grand Prix von Deutschland auf dem Hockenheimring: Während sich Fernando Alonso Startplatz fünf sicherte, scheiterte Nelson Piquet bereits im ersten Durchgang und nimmt das Rennen am Sonntag von Rang 17 in Angriff.
Der bewölkte Himmel barg zwar während des gesamten Qualifikations-trainings das Risiko auf Regen, aber es blieb trocken. Nelson Piquet erwischte nicht seinen besten Tag und schaffte den Sprung ins Q2 nicht. Für den jungen Brasilianer reichte es nur zu Startplatz 17.
Fernando Alonso hingegen qualifizierte sich für das Top-Ten-Qualifying und bestätigte damit die während der Freien Trainings gezeigte konkurrenzfähige Pace. In Q2 markiert der Spanier sogar die schnellste Rundenzeit aller Konkurrenten. Im entscheidenden Durchgang fuhr er in Rennkonfiguration bis in die dritte Startreihe auf Rang fünf vor.
Die Ausgangslage mit Alonso so weit vorn positioniert lässt das ING Renault F1 Team für den morgigen Grand Prix von Deutschland zurecht auf ein gutes Punkteergebnis hoffen. Für Nelson wird das Team eine Strategie entwickeln, mit der er sich auf dem Hockenheimring mit seinen verschiedenen Überholmöglichkeiten weit nach vorn kämpfen kann.
Fernando Alonso, Startplatz 5
„Meine Leistung heute kam schon ein wenig überraschend, weil wir noch heute Morgen einige Zweifel hegten. Die ersten beiden Qualifying-Durchgänge waren bei weitem nicht einfach.
Das ganze Feld lag sehr eng zusammen, wie Nelson schmerzvoll erfahren musste. Die Streckenbedingungen waren gegenüber heute Vormittag leicht verändert, und es herrschte mehr Wind.
Wir müssen nun versuchen, diese Pace auch im Rennen zu zeigen. Daran haperte es bei uns bislang in dieser Saison. Wenn uns das gelingt, können wir morgen im Rennen ein sehr gutes Ergebnis erzielen."
Nelson Piquet, Startplatz 17
„Nach einem sehr guten abschließenden Freien Training heute Morgen bin ich natürlich sehr enttäuscht, es nicht über den ersten Qualifying-Durchgang hinaus geschafft zu haben.
Während meiner schnellen Runde fuhr Sebastian Vettel im Toro Ross unmittelbar vor mit. Ich war dadurch etwas irritiert, aber laut den Verantwortlichen der FIA hat er mich nicht behindert."
Pat Symonds, Leitender Ingenieur
„Fernando fuhr in Q2 und Q3 einige wirklich exzellente Runden. Wir sind überzeugt davon, dass wir den fünften Startplatz mit einer Treibstoffladung erzielt haben, die uns sehr konkurrenzfähig ins Rennen starten lässt. Nelson hatte im ersten Teil des Qualifyings einige Schwierigkeiten.
Wir erwarten aber, dass er morgen ein solides Rennen zeigen wird. Die Wettervorhersage für den Sonntag sieht besser aus. Wir blicken dem Grand Prix von Deutschland zuversichtlich entgegen."
Denis Chevrier, Leitender Motoreningenieur
„Wir haben heute einmal mehr gesehen, wie schwierig das Qualifying sein kann. Vor allem sind wir aber sehr glücklich über die herausragende Performance von Fernando. Sein fünfter Startplatz gibt uns große Hoffnung für das Rennen morgen, auch wenn wir wissen, dass der Kampf um die vorderen Plätze sehr intensiv wird. Laut Vorhersage soll es morgen nicht regnen, sodass die Streckenbedingungen weitgehend gleich bleiben dürften.
Das macht es für die Fahrer zweifellos einfacher. Nelson muss das Rennen aggressiv angehen, und wir werden ihn so gut wie möglich unterstützen, um weit nach vorne zu kommen."
- Mischa Hammann -
More reports from this category all copyright automobilsport.com.