Home
 
Race Categories Teams-Pilots Photos-Videos Cars-Tuning Lifestyle E-Cards
27.03.2008

Ikone für Könner - 30 Jahre BMW M1

Der Star trug ganz schlichtes Weiß: Als im Herbst 1978 der 64. Pariser Automobil Salon seine Pforten öffnete, kannten die Sportwagenfans nur ein Ziel - die Repräsentanz der BMW Motorsport GmbH.

Dort stand ein superflaches, überaus dynamisch gezeichnetes Auto, das schon im Stand keinen Zweifel daran ließ, dass hier der schnellste Straßensport-wagen Deutschlands stand: Der BMW M1, 1140 Millimeter hoch, 204 kW oder 277 PS stark und deutlich über 260 km/h schnell. "Vor dem neuen BMW Mittelmotor-Sportwagen ballte sich das Publikum in dichten Haufen", wurde dem deutschen Leser berichtet.

Und: "Die Liste der Vorbestellungen übertrifft alle Erwartungen - ein amerikanischer Bayern-Fan beispielsweise will sich gleich drei M1 über den großen Teich schippern lassen." Immerhin: Exakt 100 000 Mark kostete der Supersportwagen 1978. Dafür bekam man vier BMW 323i, und ein paar Extras waren auch noch drin.

In der Tat wurde selten ein Fahrzeug mit soviel Spannung erwartet wie der BMW M1, steckte in ihm doch das gesammelte Rennsport-Know How von BMW. 1976 war mit dem Projekt E26, wie der anfangs noch namenlose M1 werksintern hieß, begonnen worden. Er sollte das erste eigenständige Auto der 1972 gegründeten BMW Motorsport GmbH sein. Sie hatte sich mit den schnellen 2002 und den überlegenen 3.0 CSl in der Rennszene weltweit einen Namen gemacht. Dieser Erfolg sollte durch ein speziell aufgebautes Wettbewerbsfahrzeug für die Rennserien der damaligen Gruppen 4 und 5 noch ausgebaut werden.

Das Reglement für die Gruppe 4 sah Fahrzeuge vor, von denen mindestens 400 Exemplare in 24 aufeinanderfolgenden Monaten gebaut werden mussten, die je zwei Sitze hatten und äußerlich dem Serienauto noch weitgehend ähneln sollten. Damit war klar: Der E26 hatte nicht nur ein reinrassiger Rennwagen zu werden, sondern auch ein zulassungstauglicher Straßensportwagen.

 

Ein italienischer Bayer.

Die Kapazität der Motorsport GmbH reichte freilich nicht annähernd aus, ein solches Auto komplett selbst zu entwickeln und zu bauen. Bisher hatte sich die Spezialistentruppe darauf konzentriert, aus Serienfahrzeugen Rennwagen, Fahrwerke straffer und Motoren stärker zu machen.

Die Linienführung des neuen Coupés sollte italienische Rasse haben. Vorbild war der turbo-Flügeltürer, eine Studie mit aufgeladenem Motor von 1972, die der BMW Designer Paul Bracq entworfen hatte. Auf dieser eher rund gezeichneten Basis schuf Giorgio Giugiaro das kantige Profil des M1. Aus der Zusammenarbeit von Bracq und Giugiaro war zuvor auch das 6er Coupé entstanden.

Erste Wahl bei der Motorisierung: Ein Reihensechszylinder.

Bei der Motorisierung standen anfangs zwei Konzepte zur Wahl: Vorstudien für Formel-Motoren waren unter anderem in einen Zehnzylinder mit der Bezeichnung M81 gemündet, ein V-Motor mit 144 Grad Zylinderwinkel. Er wurde in modifizierter Form auf die Einsatzmöglichkeiten in Sportwagen hin untersucht. Die Mannschaft um Motorsport-Chef Jochen Neerpasch entschied sich jedoch schnell für einen neuen Reihensechszylinder, schließlich sprachen die hervorragenden Erfahrungen in den CSl-Rennern für dieses Motorkonzept.

Nach vielen Gerüchten ließ BMW im Frühjahr 1977 die Katze aus dem Sack und bestätigte offiziell die Entwicklung des Supersportwagens. Im Herbst 1977 gab BMW die ersten Bilder des neuen Autos in Serienversion frei. Wiederum ein halbes Jahr später hatte der Bolide seinen ersten öffentlichen Auftritt.

Gemeinsam mit dem damaligen Moderator Dieter Kürten präsentierte Jochen Neerpasch im ZDF Sportstudio eine knappe Viertelstunde lang die Gruppe 4-Version in den Farben der Motorsport GmbH. Noch war der Renner mit der Startnummer 11 nicht fahrfähig, aber noch im April 1978 sollten erste Testfahrten unternommen werden.

 

277 PS für einen Sportwagen reinsten Wassers.

Im Herbst war es dann endlich soweit und das Publikum konnte den ersten E26 in Paris leibhaftig in Augenschein nehmen. Getauft wurde das Sportgerät auf den Namen M1, was für das erste Auto der Motorsport GmbH stand. 4 360 Millimeter lang, 1824 Millimeter breit und 1140 Millimeter flach drückte er schiere Kraft aus.

In der Tat: Die Mittelmotor-Flunder wurde von einem 3,5 Liter großen Reihensechszylinder angetrieben, der längs vor der Hinterachse montiert war und maximal 277 PS leistete.

Dieser als M88 bezeichnete Motor basierte auf dem Sechszylinder-Großserientriebwerk und hatte den Vierventil-Zylinderkopf der CSl-Rennmotoren. Dieser Zylinderkopf war zweiteilig: Der untere Teil bildete den Brennraum und den Wasserraum, der obere enthielt die Lagerungen der Nockenwellen und die Tassenstößel.

Das Gemisch wurde durch drei Doppel-Drosselklappenstutzen mit sechs, 46 Millimeter großen Einzeldrosselklappen zu je zwei Einlasskanälen pro Zylinder mit 26 Millimeter Durchmesser geführt. Auf modernstem Stand der Technik war auch das vollelektronische digitale Zündsystem.

Ein deutlicher Hinweis auf die sportlichen Gene des M1 war die Trockensumpfschmierung, schließlich ließen sich mit dem Sportwagen hohe Querbeschleunigungen erzielen.

Die Maschine versorgte sich aus zwei Kraftstofftanks mit je 58 Liter Fassungsvermögen rechts und links vor der Hinterachse. Die Kraftübertragung übernahm ein ZF-Fünfganggetriebe, das über eine Zweischeiben-Trockenkupplung mit dem Motor verbunden war. Das Hinterachsdifferential war serienmäßig mit einer 40prozentigen Sperre versehen.

 

264,7 km/h: Deutschlands schnellster Sportwagen.

Der Sechszylinder lief über das gesamte Drehzahlband sauber und rund, im unteren Bereich aber eher solide. Das änderte sich schlagartig, wenn die Nadel des Drehzahlmessers die 5 000er Marke passiert hatte: Der M88 schob den M1 bis zur Abregeldrehzahl von 7 000 Touren so vorwärts, dass selbst abgebrühte Tester ins Schwärmen gerieten:

"Tatsächlich stellt sich bei vollem Öffnen der Drosselklappen ein vehementer Vortrieb ein, der auch jenseits der 200 km/h-Marke anhält. Erst bei 213 km/h ist es beispielsweise nötig, in den fünften Gang zu schalten, und anschließend geht es zügig weiter bis zur Höchstgeschwindigkeit." 264,7 km/h ermittelte Deutschlands führendes Automagazin im Herbst 1979.

Auch die Beschleunigung in 5,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 gab keinerlei Anlass zur Kritik, bei einem Leistungsgewicht von 4,7 kg/PS hatten die 204 kW oder 277 PS relativ leichtes Spiel.

Der M1 war mit jeder Schraube fürs Rennen gemacht. Das aufwändige Fahrwerk mit Doppelquerlenkern an jedem Rad, Gasdruckstoßdämpfern und zwei Stabilisatoren blieb über den gesamten Geschwindigkeitsbereich über jeden Zweifel erhaben. In der Straßenversion war das Fahrwerk bis auf eine komfortablere Anlenkung der beweglichen Teile und einer entsprechenden Feder-/Dämpfer-Abstimmung identisch mit dem der Gruppe 4 Rennversion.

Vier innenbelüftete Scheibenbremsen sorgten aus jedem Tempo für phänomenale Verzögerung. Um auch bei Vollbremsungen minimales Aufbaunicken zu gewährleisten, wurde die Vorderachse mit einem 30-prozentigen Nickausgleich (Anti Dive) versehen. Für damalige Verhältnisse geradezu üppig war die Bereifung mit 205/50 VR 16 vorne und 225/50 VR 16 hinten.

Der niedrige Schwerpunkt von 460 Millimetern über der Fahrbahn, die Spurweite von 1550 mm vorn und 1576 mm hinten sowie das Mittelmotor-konzept mit einer ewichtsverteilung von 44,1:55,9 machten den M1 zu einem Kurvenräuber ersten Grades. Allerdings verlangte er im Grenzbereich eine kundige Hand am Steuer. Wie für Mittelmotorautos mit ihrem geringen Trägheitsmoment um die Hochachse charakteristisch, konnte das ausbrechende Heck des M1 bei zuviel Querbeschleunigung nur durch schnelles und kräftiges Gegenlenken wieder eingefangen werden.

Die direkt ausgelegte Zahnstangenlenkung - ohne Servounterstützung - war dafür jedenfalls bestens geeignet. Nachlaufversatz und geringer Lenkrollradius garantierten trotz leichter Bedienbarkeit den für den aktiven Fahrer entscheidenden Kontakt zur Straße. Die Zweigelenk-Sicherheitslenksäule war axial verstellbar.

Rennwagen mit crashgetesteter passiver Sicherheit.

Obwohl er ein Sportwagen par excellence war, durften sich Fahrer und Beifahrer durchaus eines gewissen Komforts erfreuen. So war die Federung zwar straff, dennoch absorbierte sie auch die unebenen Fahrbahnoberflächen ohne allzu starke Nehmerqualitäten von den Insassen zu verlangen. Dabei saßen sie in dem Gitterrohrrahmen aus Stahl-Rechteckprofilen mit der verklebten und vernieteten Kunststoff-Außenhaut wie in einer Trutzburg, von Verwindung keine Spur.

Der Kofferraum unter der Fronthaube reichte für das Wochenendgepäck von zwei Personen aus und selbst auf eine Klimaanlage musste man nicht verzichten. Und der M1 war sicher: Da der Sportwagen nicht per Einzelabnahme für den Straßenverkehr zugelassen wurde, sondern eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) für die gesamte Serie besaß, musste BMW per Crash-Tests die passive Sicherheit nachweisen. Eine Vorsorgemaßnahme, die manchem Rennfahrer später ebenfalls sehr zugute kam.

Während aber das Publikum den neuen Supersportwagen aus München bestaunte und die Vorbestellungen sich stapelten, erlitt die M1 Produktion einen Rückschlag. Die Montage des Wagens konnte nicht wie geplant bei Lamborghini durchgeführt werden; der Auftrag ging stattdessen zum Karosseriespezialisten Baur nach Stuttgart. Damit wurde der M1 zum Puzzlespiel: Der Gitterrohrrahmen entstand bei Marchesi, die glasfaserverstärkte Kunststoffkarosserie bei T.I.R., beide in Modena ansässig. Giorgio Giugiaros Firma ItalDesign baute beides zusammen und sorgte für die Innenausstattung. Das Auto kam daraufhin nach Stuttgart, wo Baur die gesamte Mechanik einbaute.

 

Attraktion der Formel 1: Procar-Serie.

BMW lief aufgrund dieser Verzögerungen und Umplanungen die Zeit davon: Für die Homologation als Gruppe 4 Wettbewerbsauto mussten ja die 400 Exemplare innerhalb der 24-Monats-Frist gebaut werden. Und die Konkurrenz schlief auch nicht. Um die M1 überhaupt schneller auf die Piste zu bekommen, hob der Chef der Motorsport GmbH Jochen Neerpasch gemeinsam mit Bernie Ecclestone und Max Mosley die Procar-Serie aus der Taufe. Sie wurde als Auftaktrennen vor den meisten europäischen Formel 1-Grands Prix der Saison 1979/80 ausgetragen.

Der wesentlichste Unterschied zur Straßenversion war die Motorisierung: Für den Sporteinsatz wurde der M88 Sechszylinder zunächst klassisch getunt. Neue Nockenwellen, größere Ventile, geschmiedete Kolben, optimierte Kanäle, Schieber statt Drosselklappen und eine veränderte Abgasanlage ließen die Leistung auf 470 bis 490 PS wachsen.

So motorisiert liefen die auf 1020 Kilogramm abgemagerten Procar Renner mit der längsten Übersetzung rund 310 km/h. Für adäquate Bodenhaftung sorgten Goodyear-Rennreifen der Dimension 10.0/23.5 x 16 vorn und 12.5/25.0 x 16 hinten, unterstützt von einem gewaltigen Heckflügel. Derart präpariert umrundete Marc Surer beispielsweise mit einem Gruppe 4 BMW M1 die Nordschleife des Nürburgrings in 7.55,9 Minuten.

Der nach dem Gruppe 4 Reglement aufgebaute M1 wurde aber nicht nur je fünf Formel 1-Piloten pro Rennen für den Procar-Markenpokal zur Verfügung gestellt, er konnte als erstes einsatzfertiges Rennauto auch direkt ab Werk gekauft werden. Preis: 150 000 Mark. Und einige der namhaftesten Tuner nahmen das Angebot wahr: Schnitzer und Heidegger schickten eigene M1 auf die Piste, ebenfalls Osella aus Italien und Ron Dennis aus Großbritannien.

 

Einzigartiger Reiz für das Publikum: Entscheidung durch Fahrkönnen.

Durch diese Mischung BMW M1 Fahrzeugen, die werksseitig von der Motorsport GmbH vorbereitet wurden und jenen von Privat-Teams, pilotiert von Formel 1-Größen und ehrgeizigen Rennfahrern anderer Klassen, gewann die Procar-Serie ihren einzigartigen Reiz:

Hier trafen die Weltbesten auf alte Hasen und Newcomer und mussten sich in weitgehend gleichen Autos mit ihnen messen. Ausschlaggebend war also das Fahrkönnen, was beim Publikum überwältigenden Anklang fand: Die Procar-Rennen waren ebenso gut besucht wie die eigentlichen Läufe zur Formel 1-Weltmeisterschaft.

Das Erfolgs-Rezept war bestens abgeschmeckt: Die jeweils fünf schnellsten Formel 1-Fahrer des Freitags-Trainings trafen auf 15 Tourenwagen- Spezialisten. Die ersten fünf Startplätze der samstags gestarteten Procar-Rennen gehörten den Stars, die weitere Aufstellung richtete sich nach den Trainingszeiten in den M1. Und alle machten mit: Fahrer und Rennställe sagten ihre Teilnahme zu, vorausgesetzt, entsprechende Verträge standen dem nicht entgegen.

 

"Vielleicht war ich hier nur so schnell, weil ich BMW fahren wollte."

Deshalb mussten am 12. Mai 1979, dem Samstag vor dem Großen Preis von Belgien in Zolder, die beiden Trainingsschnellsten auf den Freiplatz im M1 Cockpit verzichten: Gilles Villeneuve und Jean-Pierre Jabouille waren exklusiv an andere Automarken gebunden. Der drittplatzierte Jacques Laffite kletterte aber ebenso unverzüglich in den Mittelmotor-Gran Tourisme wie Clay Regazzoni, der amtierende Weltmeister Mario Andretti, Niki Lauda und Nelson Piquet.

Der spätere Formel 1-Weltmeister auf Brabham BMW, damals die Nummer 2 nach Niki Lauda im Brabham Team, ahnte noch nichts von seiner großen Zukunft, als er grinsend sagte: "Vielleicht war ich hier nur so schnell, weil ich BMW fahren wollte."

 

Die Konkurrenz hatte freilich nicht weniger klangvolle Namen:

Hans-Joachim Stuck, der tags darauf für den deutschen ATS-Rennstall den achten Platz beim Grand Prix herausfuhr, der damals amtierende Formel 2-Europameister Bruno Giacomelli, die BMW Motorsport-Piloten Toine Hezemans und Dieter Quester oder Elio de Angelis, ein weiterer Formel 1-Pilot.

Als die Ampeln erstmals vor diesem bunt gemischten Procar-Feld auf Grün schalteten, setzten sich in einem Husaren-Ritt Hans-Joachim Stuck und der österreichische Jungstar Markus Höttinger nach wenigen Runden vom Rest des Feldes ab.

Beide kamen sich aber in Runde zwölf zu nahe und strandeten in den Fangzäunen. "Zum Supermann beim M1-Auftakt", so beschrieb ein Rennbericht das Finale nach 20 Runden, wurde der Italiener Elio de Angelis. Er siegte und fuhr die schnellste Runde, war vom 15. Startplatz aus gestartet und hatte sich von hinten durch das ganze Feld gepflügt. Platz 2 ging an Toine Hezemans, Drittplazierter war Clay Regazzoni.

 

Procar-Meister: Niki Lauda und Nelson Piquet.

Die Auftakterfolge waren indes nicht symptomatisch für die Procar-Saison. Am Ende hatte Rennsport-Ass Niki Lauda, damals schon zweimaliger Formel 1-Weltmeister, die meisten Zähler: In acht Rennen der M1 Procar-Serie errang er drei Siege und einen zweiten Platz. Die beiden letzten Rennen hatte zwar Hans-Joachim Stuck gewinnen können, dennoch fehlten ihm zum Schluss fünf Zähler auf Lauda.

Nur Clay Regazzoni blieb seinem dritten Platz bis zum Saisonschluss treu. 1980 reichten Nelson Piquet Siege in den letzten drei Rennen zum Gesamtsieg in der Procar-Serie, gefolgt von Alan Jones und Hans-Joachim Stuck. Der spätere Formel 1-Weltmeister Alan Jones war ohnehin ein erklärter M1-Fan: Als einer der ersten hatte er sich den Sportwagen privat gekauft.

In der Gruppe 4 kam der M1 dennoch kaum mehr zum Zug. Grund: Erst am 1. April 1981 erfolgte die Homologation des Mittelmotor-Renners. Schon neun Monate später wurde aber das entsprechende Reglement so geändert, dass das Konzept des M1 kaum mehr wettbewerbsfähig war.

 

Bis 1000 PS stark: Gruppe 5 M1 mit Biturbomotor.

Auch die Erfolge in der Gruppe 5 standen weit im Schatten der Procar-Serie. In der Gruppe 5 starteten Spezial-Produktionswagen, die aus homologierten Fahrzeugen anderer Rennklassen abstammen mussten. Ansonsten gab es kaum Limitierungen. Anfangs liefen in der Gruppe 5 noch M1 mit Saugmotoren, die auf knapp 500 PS kamen. Um Drehmomente bis 800 Newtonmeter zu verkraften, kamen spezielle Hewland FG 400-Fünfganggetriebe zum Einsatz, die Sperrwirkung des Hinterachsdifferenzials stieg je nach Rennstrecke auf 75 bis 100 Prozent.

Später wurden die Motoren der Gruppe 5-M1 mit Hilfe von zwei Turboladern bis auf 1000 PS aufgeblasen. Um möglichst viel dieser gewaltigen Kraft auf den Boden zu bekommen, wurden die M1 Karosserien so verspoilert, dass sie zu den sogenannten "Flügelmonstern" gezählt wurden.

Der führende BMW Tuner Schnitzer schuf aus einem Gruppe 5 M1 den damals stärksten Rennwagen für die Deutsche Automobil-Rennsport-Meisterschaft. Das Auto trug eine Kevlar-Außenhaut auf einem verstärkten Chassis. Hans-Joachim Stuck fuhr das Super-Coupé auf dem Nürburgring und dem Salzburgring zum Sieg.

 

Amerikanischer IMSA GTO Champion: Der BMW M1.

1981 wurde für den M1 zu einem spektakulären Erfolgsjahr in den USA. Wer in der populären amerikanischen IMSA GTO Championship vorne mitfahren wollte, musste damals das BMW Mittelmotor-Coupé haben.

Dave Cowart und Kenper Miller, die zusammen das "Red Lobster Team" gegründet hatten, beendeten die Saison mit Platz 1 und 2 - auf einem BMW M1. 12 von 16 Rennen hatte der weiße M1 mit der Startnummer 25 gewonnen. Nur ein Fahrer unter den ersten zehn Besten dieses Jahres kam nicht auf einem BMW Mittelmotor-Coupé in die Ränge. Platz Nummer 7 belegte übrigens Amerikas Rennfahrer-Legende Al Unser jr., natürlich auf einem M1.

Das schnelle Kunstwerk: M1 Art Car fuhr die 24 Stunden von Le Mans.

Der M1 war nicht nur ein besonderer Renn- und Sportwagen, er wurde auch zu einem einzigartigen Kunstwerk. 1979 widmete sich der weltberühmte Pop Art Künstler Andy Warhol mit Lack und Pinsel einem rennfertigen Coupé und schuf daraus den M1 als eines der schnellsten Kunstwerke der Welt. Es war das vierte sogenannte Art Car, einer Serie von Kunstwerken an und mit BMW Fahrzeugen.

Als erster Künstler malte Warhol mit schwungvollen Pinselstrichen direkt auf die Karosserie. "Das Auto ist besser gelungen als das Kunstwerk", kommentierte er anschließend trocken das Ergebnis. Mit der Startnummer 76 rannte dasArt Car schließlich 24 Stunden lang um den Titel in Le Mans und erreichte den 6. Platz.

M 1 Sechszylinder kommt in Serienautos: M5 und M635CSi.

1981 endete die Produktion des M1 nach 445 Exemplaren, 399 waren Straßensportwagen und 46 Procar-Rennwagen. Aber sein Herzstück, der Sechszylinder-Vierventilmotor M88, war viel zu schade, um aufs Altenteil geschickt zu werden.

Und vor allem viel zu fortschrittlich, zu leistungsfähig, zu überlegen. 1984 sorgte die Motorsport GmbH erneut für Schlagzeilen - und glänzende Augen bei den Freunden leistungsstarker und sportlicher Fahrzeuge: Im 255 km/h schnellen M635CSi Coupé und im M5 kam das drehfreudige Kraftpaket des M1 zu neuen Ehren.

Insbesondere der von Hand einzeln zusammengebaute M5 wurde schnell zu einer Legende: Er war ein echter Wolf im Schafspelz, dessen Leistung mit 286 PS fast das dreifache des 518i betrug. Äußerlich war er jedoch auf den ersten Blick kaum von seinem Großserien-Bruder zu unterscheiden.

Aber mit einer Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h sorgte er für große Augen bei ungezählten Besitzern großer Limousinen und Sportwagen, wenn sie trotz voll durchgetretenem Gaspedal soeben zügig überholt wurden. Der Begriff vom "Businessman's Express" wurde geboren. 

 

- BMW, auch Photos -





Author: maggy (admin2)
Last modified: Thursday, 27.03.2008 - 12:32
More reports from this category all copyright automobilsport.com.

Volskwagen Phaeton V6 TDI stärker und sparsamer08.05.08
- Erfolgreicher V6 TDI ab sofort mit 240 PS und 500 Newtonmetern - Verbrauch des agilen Euro-5-Motors wurde um 0,3 Liter gesenkt  Der Phaeton V6 TDI erhält ab sofort mehr Leistung und ein deutliches Drehmomentplus. Parallel konnte der...

AYGO Sondermodell ab Mitte Mai erhältlich07.05.08
Neues Mitglied in der Team-Familie Der Sommer kommt und mit ihm der AYGO Team. Mit dem Sondermodell holt Toyota ein weiteres Mitglied in die bislang vierköpfige Team-Familie, die sich unter dem Motto "Die Stadt ist Dein Spielfeld" präsentiert....

Une boîte manuelle pilotée 5 rapports pour Citroën Nemo HDi 7006.05.08
De par son style robuste et avenant, ses dimensions contenues, son habitabilité optimisée et ses prestations ingénieuses, le Citroën Nemo se joue efficacement des aléas quotidiens dus à la densité du trafic urbain. Commercialisé depuis le...

1.8 TFSI now as entry-level engine in the Audi TT30.04.08
* New four-cylinder engine with 118 kW (160 hp) for Coupé and    Roadster * Dynamic performance with high fuel efficiency * 2.0 TFSI now also available with quattro all-wheel drive  Audi is expanding the TT line with a new...

JUMPER - Un allié convaincant30.04.08
Jumper est le plus grand de la gamme actuelle. Sa grande qualité de conception fait de lui le plus convaincant des partenaires de travail. L’application des dernières avancées technologiques de la Marque et la structure de la nouvelle gamme qui...

JUMPY Le véhicule de toutes les situations 30.04.08
Véritable trait d’union entre Nouveau Berlingo et Jumper, Jumpy se distingue par une large offre de combinaisons possibles en termes de volumes, de charges et de longueurs utiles. Jumpy dispose également de nombreuses innovations...

Nouveau Berlingo -Un véhicule utilitaire particulier30.04.08
Nouveau Berlingo sera commercialisé courant mai 2008. Cette fourgonnette favorise le volume disponible et la modularité, attentes déterminantes dans le cadre d’une activité professionnelle, mais aussi le style, avec des lignes à la fois...

BERLINGO FIRST A la fois utilitaire et berline30.04.08
Berlingo représente la moitié des ventes de véhicules utilitaires Citroën en Europe et se positionne comme le deuxième VUL le plus vendu en Europe sur l’année 2007, toutes marques confondues. Près de 800 000 fourgonnettes ont été...

NEMO - Un véhicule utilitaire compact, malin, économique et robuste30.04.08
Avec Nemo, Citroën propose un véhicule au gabarit compact, version d’accès à la gamme des véhicules utilitaires de la Marque. Commercialisée depuis début 2008, cette fourgonnette est destinée à affronter les milieux urbains souvent encombrés....

Gamme véhicules utilitaires CITROËN30.04.08
Utiliser un utilitaire Citroën favorise la réussite de votre entreprise Avec la commercialisation de Nouveau Berlingo aux côtés de Berlingo First à partir du 15 mai 2008, Citroën propose aux professionnels la gamme de véhicules utilitaires la...

Twingo Night & Day: An limited edition with a touch of glamour30.04.08
More than 100,000 New Twingos have been sold since its launch in the 21 countries where it is marketed. More than 50,000 registrations have been recorded in France, where it tops the compact city car segment. To build on this success, Renault...

Performance and efficiency - The Audi TT TDI29.04.08
Purist sportiness and compelling performance, combined with sensational efficiency – Audi is setting the trends yet again. The Audi TT Coupe 2.0 TDI quattro and Audi TT Roadster 2.0 TDI quattro are the first series-production sports cars in the...

Built for fun at the wheel: The Audi TTS29.04.08
Audi is taking the wraps off a new sports car model. In early summer, the top model of the TT line, the TTS, will be appearing at dealers in both Coupe and Roadster body versions. Its two-liter TFSI engine develops an awesome 200 kW (272 hp) that...

The Audi A3: Fresh dynamism increasing driving pleasure24.04.08
* Innovative high-tech concepts in the 2009 model year * Expressive exterior design, elegantly sporty interior * S tronic transmission, Audi magnetic ride and efficient engines * Highlight: S3 now also as Sportback The Audi A3 and A3...

Nouvelle Citroën C2 : un style qui s’affirme et un agrément de conduite au meilleur niveau23.04.08
Sur le segment des véhicules compacts, Citroën propose une gamme complète de modèles à forte personnalité comprenant C1, C2, C3 et C3 Pluriel. Le caractère inédit de chacun de ces véhicules traduit la priorité de la Marque à positionner les...

ŠKODA AUTO successfully launches the Fabia Combi22.04.08
Škoda Auto's results as at the end of the first quarter of 2008 are excellent. The sales over the past three months totalled 173,474 vehicles, i.e., grew by 15.7% as compared to the same period of last year. The new Škoda Fabia Combi is a great...

Mitsubishi Motors shows new Lancer Evolution ...15.04.08
... at Beijing International Motor Show — launch slated for this fall. — Electric vehicle i MiEV unveiled for first time in China — Mitsubishi Motors Corporation announces today that it will be showing the new Lancer Evolution (Lancer...

SEAT Leon Copa Edition- Der stärkste SEAT aller Zeiten startet durch11.04.08
An diesem Wochenende beginnt auf dem Hockenheimring die neue Saison des SEAT Leon Supercopa - einem der spannendsten und erfolgreichsten Motorsport-Markenpokale. Gefahren wird die Serie mit einer 221 kW / 300 PS starken Rennversion des SEAT...

Plus d’un million de visiteurs en 6 mois : le C_42 séduit son public et bat des records de fréquentation11.04.08
Six mois après son ouverture au public, plus d’un million de visiteurs ont franchi les portes de la vitrine internationale de Citroën, au 42, avenue des Champs-Elysées. Un public séduit par le C_42 Citroën, implanté sur les Champs-Elysées...

Eleganz in Nero Schwarz: Editionsmodell Ford Focus Coupé-Cabriolet "Black Magic"09.04.08
Schick, sportlich und sehr exklusiv präsentiert sich das neue Ford Focus Coupé-Cabriolet in der limitierten Ausführung „Black Magic". Zu den optischen und technischen Highlights der neuen Modellvariante zählen unter anderem eine...

Nouvelle Citroën C5 : une gamme d’accessoires variée et innovante09.04.08
Pour accompagner le lancement commercial de la nouvelle C5, qui débute au mois d’avril, une gamme complète d’accessoires est d’ores et déjà proposée dans le réseau commercial Citroën. Elle vise à satisfaire les besoins des acheteurs des...

Toyota RAV408.04.08
Im Jahr 1994 präsentierte Toyota die erste Generation des RAV4 ("Recreational Active Vehicle with Four Wheel Drive") und begründete damit das Segment der kompakten SUV. Der RAV4 avancierte schnell zum internationalen Bestseller und Eckpfeiler...

Toyota Land Cruiser V808.04.08
Dank seiner überragenden Qualität, Haltbarkeit und Zuverlässigkeit entwickelte sich der Land Cruiser im Lauf seiner fast 60-jährigen Modellgeschichte zu einem legendären Klassiker. Von seiner Markteinführung im Jahr 1951 in Japan bis heute...

Toyota Land Cruiser08.04.08
Seit mehr als einem halben Jahrhundert ist der Land Cruiser auf der ganzen Welt der Inbegriff für innovative Offroad-Technologien und höchste Zuverlässigkeit. Mit seiner Robustheit und Geländetauglichkeit erarbeitete er sich weltweit ein...

Renault Mégane by Fernando Alonso04.04.08
• Renault is celebrating the return of Fernando Alonso and the success of Renault Mégane with an international advertising campaign • Fernando Alonso chose Renault Mégane F1 Team for its top-level reliability and outstanding performance,...

[:: previous ][ next ::]



© 2001-2008 automobilsport.com

Auto Salon Genf
ALCAR News
ERDGAS
Events
Exceptional cars
Finance
Formula Student Germany
Motorcycles
News
Online Shops
Presentation cars
CAR TESTS
Tuning
Tuningmessen
Umwelt



Videos on autombilsport.com
 NEWSLETTER ABO
Your email address:
subscribe
unsubscribe
 ADVERTS
Tuning Marktplatz automobilsport.com- ueber 100.000 Artikel



PITBABES  photos & videos copyright automobilsport.com




Impressum