Report: Rallye Ypern 2008
Rekordsieg bei der Rallye Ypern für BFGoodrich Partner Freddy Loix
Statistisches
Der Lokalmatador wurde seiner Favoritenrolle vollauf gerecht: Peugeot 207 S2000-Pilot Freddy Loix hat die flandrische Rallye Ypern zum fünften Mal für sich entschieden - so oft wie kein anderer Rallye-Fahrer vor ihm. Der BFGoodrich Partner übernahm mit einer Bestzeit auf der ersten Prüfung der Freitags-Etappe die Führung, die er bis zur Zielrampe nicht wieder abgeben sollte.
Während sein Kronos-Teamkollege Nicolas Vouilloz mit gut einer Minute Rückstand Rang zwei einfuhr, entbrannte dahinter ein furioses Duell um die letzte Stufe des Podests - den schlussendlich mit Vorjahressieger Luca Rossetti ein weiterer Peugeot mit BFGoodrich Bereifung für sich entscheiden konnte.
War in Ypern nicht zu schlagen: BFGoodrich Partner Freddy Loix mit seinem Peugeot 207 S2000.
Die zigtausend Besucher der Rallye Ypern - einer der absoluten Höhepunkte im Kalender der Intercontinental Rally Challenge (IRC) ebenso wie in jenem der Rallye Europameisterschaft - erlebten in Belgien wieder ein Rallye-Fest erster Güte: Nicht weniger als 18 Super-2000-Boliden gingen in Flandern an den Start.
Trotz der immensen Konkurrenz ließ Publikumsliebling Freddy Loix an seinen Siegambitionen jedoch nie auch nur den Hauch eines Zweifels aufkommen: Der Peugeot-Pilot gewann fünf der sechs Wertungsprüfungen der ersten Etappe für sich und baute damit seinen Vorsprung vor Vouilloz bis zur Übernachtpause auf mehr als 20 Sekunden aus.
Dennoch begann der Samstag für den 37-Jährigen aufregend: Auf der ersten Schleife stellte sich ein Problem mit der Kraftübertragung ein. Doch Loix hatte Glück und äußerst fähige Mechaniker, die das Getriebe innerhalb des zur Verfügung stehenden, mit 15 Minuten aber knapp bemessenen Service-Zeitfensters tauschen konnten. Mit einer beeindruckenden Darbietung auf der mit 42,56 Kilometern besonders langen Wertungsprüfung 12 (Heuvelland) baute Loix den Abstand zu Vouilloz auf über eine Minute aus und konnte den Sieg fortan von der Spitze her kontrollieren.
Platz zwei: Auch Nicolas Vouilloz setzt auf Reifen von BFGoodrich.
„An diesem Wochenende ist für uns wirklich alles perfekt gelaufen", so der BFGoodrich Pilot im Ziel. „Wir wollten uns gleich zu Beginn dieser Rallye ein Sicherheitspolster verschaffen, was dank der guten Abstimmung unseres Peugeot und der Rallye-Pneus von BFGoodrich tadellos funktioniert hat. Der g-Force Profiler A02 passte ideal zu den hiesigen Bedingungen."
Vouilloz musste für seinen zweiten Rang hart kämpfen: Der Franzose war mit seinem 207 S2000 an einem der für die Rallye Ypern so typischen Abzweige in einen Graben gerauscht, den er nur dank der tatkräftigen Unterstützung zahlreicher Fans und mit einer Minute Zeitverlust wieder verlassen konnte.
Wenig später hatte er sich jedoch wieder auf den Platz hinter Loix zurück gearbeitet. „Der Doppelsieg für das Team Peugeot Belux ist ein Traumresultat", so Vouilloz, der in der Fahrerwertung der IRC bis auf vier Punkte auf Tabellenführer Rossetti aufschließen konnte.
„Am Freitag hätten wir schneller fahren müssen, aber ich sitze hier zum ersten Mal seit der Rallye Portugal wieder im Auto. Der Ausrutscher am Samstagmorgen hat das Ergebnis besiegelt. Die BFGoodrich Reifen erwiesen sich als überaus konkurrenzfähig. Am Freitag hatte ich zunächst auf die weicheren g-Force Profiler A02 gesetzt, die zunächst aber noch nicht zur Balance meines Peugeot passten. Nach einigen Fahrwerksmodifikationen lag der 207 dann perfekt."
Tabellenführung mit Rang drei verteidigt: Luca Rossetti im BFGoodrich bereiften Peugeot 207.
Gleich vier BFGoodrich Fahrer lieferten sich gleich dahinter ein vehementes Duell um den dritten Platz - neben Rossetti, der nach der ersten Etappe nur auf Rang elf lag, auch Fiat Abarth-Werkspilot Giandomenico Basso und Bernd Casier im neuen VW Polo S2000 sowie Routinier Patrick Snijers im Peugeot 207 des „BFGoodrich Drivers Team".
Während Basso durch eine Zeitstrafe aus dem Kampf um den letzten Podestplatz gerissen wurde, vertagte das Trio die Entscheidung bis zur letzten Wertungsprüfung in der Dämmerung, einem erneuten Durchgang über die 42,56 Kilometer der „Heuvelland" - bis dahin trennten die vier lediglich 6,1 Sekunden. Am Ende behielt Rossetti die Oberhand um 5,9 Sekunden vor Casier und Snijers. Der Italiener konnte damit seine Führung in der IRC-Wertung verteidigen.
„Freddy Loix hat diese Rallye so souverän dominiert, wie dies vor ihm schon lange keinem Fahrer bei einem Lauf zur Intercontinental Rally Challenge gelungen ist", fasste Jacques Morelli zusammen, der Leiter des IRC-Programms von BFGoodrich.
„Erstmals seit Anfang 2007 erlebten wir bei dieser Veranstaltung keinen Führungswechsel. Er profitierte dabei auch vom Pech Luca Rossettis, der für eine beeindruckende Aufholjagd noch mit Rang drei belohnte wurde. Rossetti hat als einziger BFGoodrich Partner durchgehend auf g-Force Profiler mit der härteren A10-Mischung gesetzt - sie brachten seinem Peugeot nach eigenen Angaben ein präziseres Fahrverhalten mit klareren Rückmeldungen."
Nächster Lauf zur IRC: die Rallye Russland (11./12. Juli).
Statistisches
Rallye Ypern Westhoek, 3. Lauf zur Intercontinental Rally Challenge (27./28. Juni 2008); Gesamtlänge: 571,96 Kilometer, davon 18 Wertungsprüfungen über 298,88 Kilometer..
Ergebnis:
1. Loix/Buysmans Peugeot 207 S2000 BFG 2:44.40,3 Std. Std.
2. Vouilloz/Klinger Peugeot 207 S2000 BFG 58,7 Sek. zurück Sek. zurück
3. Rossetti/Chiarcossi Peugeot 207 S2000 BFG 1.28,6 Min. zurück
4. Casier/Miclotte VW Polo S2000 BFG 1.34,5 Min. zurück
5. Snijers/Soenens Peugeot 207 S2000 BFG 1.44,0 Min. zurück
IRC-Zwischenstand Fahrerwertung nach drei von zehn Läufen
Fahrerwertung:
1. Luca Rossetti Peugeot BFG 26
2. Nicolas Vouilloz Peugeot BFG 22
3. Jan Kopecky Peugeot BFG 12
4. Freddy Loix Peugeot BFG 11
5. Giandomenico Basso Fiat Abarth BFG 8
6. Anton Alén Fiat Abarth BFG 6
7. Roberto Travaglia Fiat Abarth BFG 5
8. Bernd Casier VW BFG 5
IRC-Zwischenstand Teamwertung nach drei von zehn Läufen:
1. Peugeot 54
2. Fiat Abarth 22
3. Mitsubishi 12
4. VW 8
(BFG) = BFGoodrich Partnerteams
Diese und weitere Informationen zum gesamten Motorsport-Engagement von BFGoodrich Tires finden Sie auch im Internet unter www.bfgoodrichtires.de.
- Jan Hennen - Photos BFGoodrich
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