- Farnbacher auf Platz drei

Zur Juni-Halbzeit stand auch die Halbzeit der DMSB-Prädikate an - dieses Wochenende im Freistaat Bayern: in Ampfing. Gastgeber war der Motorclub Waldkraiburg, der die knapp 150 Fahrer aus internationalem Starterfeld begrüßte. Mit von der Partie auch das KSM Motorsport Team, um Peter Kaiser, Michael Schumacher und Thomas Muchow, dieses Mal mit elf Piloten.
In Ampfing am Start waren: Julian Becker und Marcel Lipp in der DKM. Bo Sörensen, Paul-Tobias Winkler und Ferdinand Gabor in der Challenger Klasse. Bei den Junioren ließen David Geneschen, Moritz Haupt, David Griessner, Christian Sörensen und der Spanier Carlos Sainz reichlich Gummi auf dem Asphalt. Bei den Schaltern war Marcel Jeleniowski der einzige Starter für das Bergheimer Motorsport-Team.
Die Junioren hatten dieses Wochenende ein gespaltenes Gemüt: am Samstag noch diszipliniert und anständig durch Zeittraining und Heats gekommen, waren die hitzigen Youngsters am Sonntag nicht mehr zu halten. Dem fiel auch Christian Sörensen zum Opfer: Nach einem Start von Position 14 landete er in der ersten Runde des Finales im Aus. Ein heftiger Unfall mit dem Holländer Joey Elkerbout war Auslöser für den Abbruch und späteren Neustart des Rennens - ohne die beiden.
David Griessner wurde ebenfalls des Glückes verschont: nach einem guten Zeittraining und nur mäßigen Heats landete der 14-jährige auf Platz 39 vor seinem Teamkollegen Moritz Haupt. Auch über die Heats reichte es letztlich für die beiden nicht zur Finalqualifikation.
Anders David Geneschen mit der Startnummer 27, der als Vierter durch den Hoffnungslauf noch den Einzug ins Finale schaffte. Dort schoben ihn dann allerdings Probleme mit der Lenkung drei Runden vor Schluss in die Reifenstapel.
Carlos Sainz dagegen hatte sich nach einem ordentlichen Zeittraining und astreinen Heats die Pole-Position für den Sprint wohl verdient. Neben der schnellen Dänin Michelle Gatting startend, konnte der junge Spanier auch diesen für sich behaupten. Im Finale unterbot er zwar noch einmal seine beste Rundenzeit, allerdings reichte es nicht mehr für einen Podiumsplatz. Ein undankbarer vierter Platz ließ die Stimmung von Carlos natürlich nicht gerade in die Höhe schlagen. Gerade nach den zwei Erstplatzierungen aus Heat und Sprint hatte er sich mehr erhofft, konnte aber überaus zufrieden sein.

Die KF2 Challenger Piloten hatten mit dem Dänen Bo Sörensen einen aussichtsreichen Piloten im Rennen. Nach Platz 5 im Zeittraining, Startposition 2 für den Sprint und Startplatz 4 fürs Finale schoss er dann leider nur als 13. über die Zielgerade. Teamkollege Paul Tobias Winkler hatte nach dem Zeittraining die 11. Ausgangsposition und konnte sich in den Heats sogar auf Position 7 verbessern.
Leider lief der Sprint nicht optimal und so war Tobias auf Startposition 17 fürs Finale wieder zu finden. Dort konnte er nochmals einen Platz herausschinden und rangierte somit auf Rang 16. "auto, motor und sport"-Junior Mario Farnbacher konnte nach unglücklicher Startposition 17 im Sprint noch auf Platz elf. Im Finale legte er dann noch einmal nach und schaffte am Ende sogar noch den Sprung aufs Siegertreppchen. Rang 3 ließ Marios strahlen und die Sektdusche auf sich und seine Kollegen regnen.
Als Solo-Starter für das Team KSM ging Marcel Jeleniowski in der DSKM an den Start. Marcel konnte im Zeittraining nur Position 12 einfahren. In den Heats halbierte er geschickt diese Zahl und eroberte sich somit Startplatz Nummer 6 für den Sprint. Dort machte der Bornheimer wieder 2 Plätze wett und rangierte auf Position 4 fürs sonnige Finale. Im letzten Rennen musste er jedoch leicht zurückstecken und preschte noch als Fünfter über die Start-Ziel-Linie. Im Gesamtklassement resultierte somit Platz 2.
In der Königsklasse lief es für Julian Becker eher durchwachsen. Position 16 nach dem Zeittraining, 14 nach soliden Heats und (Top) 10 für den Sprint waren die Ausgangssituation fürs Finale. Dort ereilten Julian allerdings ab der 6. Runde Motoraussetzer und so rutschte er vom 5. Platz bis auf Rang 12 zurück.
Marcel Lipp hatte eigentlich gute Karten: Dritter im Zeittraining, Zweiter nach den Heats, büßte der Düsseldorfer im Sprint 6 Plätze ein. Für das Finale hatte sich Marcel Lipp mit Sicherheit mehr erhofft als ein Aus noch während der Formation-Lap: Zwei andere Rennfahrer drehten sich direkt vor ihm. Marcel konnte nicht mehr ausweichen, knallte in das Duo und musste mit einer zum "V" verbogenen Spurstange aufgeben.

Statement von Teamchef Peter Kaiser: "Eigentlich sind wir etwas enttäuscht, da wir doch einige gute Chancen und Möglichkeiten offen hatten, aber leider nicht erreicht haben, was eigentlich möglich gewesen wäre. Grundsätzlich war die Geschwindigkeit in allen Klassen sehr gut.
Im Endeffekt hat der ein oder andere das Wochenende noch mit recht guten Ergebnissen begradigt. Natürlich ist es schwer durchweg gut zu sein, denn in einem großen Team, gibt es große Spannweiten: Die Guten und die, die noch trainieren müssen."
Weitere Informationen auf www.ksm-motorsport.de
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