ADAC GT MASTERS 9. – 11. Mai 2008

Bei sonnigen Temperaturen startete das ADAC GT Masters am vergangenen Wochenende in der Magdeburger Börde in die zweite Saison. Mit einer ungeheuren Profifahrerdichte aus Formel 1, DTM und FIA GT sowie einer guten Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Gentlemen-Drivern war das Fahrerfeld in Oschersleben äußerst gut besetzt.
24 Rennboliden der Marken Ferrari, Porsche, Lamborghini, Ford GT, Aston Martin und Corvette bildeten eine hochkarätige Kulisse und boten drei Tage lang Motorsport vom Feinsten.
Das Kessel Racing Team war mit drei Ferraris nach Oschersleben ausgerückt. Freddy Kremer und Teamkollege Peter Terting kämpften anfangs mit einigen technischen Problemen, konnten aber im Freien Training mit der drittbesten Zeit aufwarten und das Potential des Ferraris andeuten.
Freddy Kremer steigerte sich in den ersten Freien Trainings enorm und blieb nur 2,5 Sekunden hinter dem schnellen Teamkollegen zurück. Trotz anhaltenden technischen Problemen gelang es Terting Startplatz 7 im zweiten Qualifying herauszufahren und ließ somit auf eine Plazierung in der Top 10 hoffen.

Rennen 1 am Samstag Mittag bescherte Kremer einen problemlosen Start aus der neunten Reihe, doch aerodynamische Probleme durch einen abgerissenen Frontsplitter behinderten ihn so stark, dass bereits nach 20 Minuten Rennzeit eine Reparatur am Frontsplitter nötig war.
Terting übernahm den Ferrari an 15. Stelle liegend und konnte am Ende noch den 12. Rang herausfahren. In Rennen 2 am Sonntag wurde Startfahrer Terting direkt nach dem Start in eine Kollision verwickelt und der Ferrari links vorne schwer beschädigt.
Ein Reparaturstopp an der Box wurde nötig und warf Terting um mehrere Plätze zurück. Im weiteren Verlauf stellten sich noch Elektronikprobleme ein und machten die Hoffnung auf vordere Plätze zunichte. Nach zwei weiteren Boxenstopps und einem nicht reglement-konformen Fahrerwechsel, den Terting/Kremer wohl nicht im vorgeschrie-benen Zeitfenster absolvierte, wurde das Fahrerduo schlussendlich disqualifiziert.
Noch härter traf es die zweite Fahrerbesetzung um den Liechtensteiner Ferrari-Challenge Pilot Thomas Wille und Profi-Fahrer Carsten Welpmann. Beide konnten zwar nach den üblichen Einstellfahrten und aufgrund ihrer geringen Erfahrung mit dem Renn-Ferrari passable Zeiten herausfahren, doch ein zu forscher Ausritt über die Kerbs bescherte Carsten Welpmann bereits in der zweiten Runde seines Qualifyings ein Ausritt ins Kiesbett und ein nicht mehr fahrbares Renngerät.
Die Schäden am Ferrari GT3 waren so schwer, dass dies das Aus für das Wochenende und die frühzeitige Heimreise für die beiden Rennfahrer bedeutete.

Einzig die englische Besetzung des dritten Ferrari kam technisch ungeschoren davon. Chris Hyman und Paul Warren lagen in beiden Qualifyings an 14. bzw. 16. Stelle. Beide Fahrer konnten sowohl am Samstag wie auch am Sonntag ein ausgeglichenes Rennen fahren und ihren Ferrari an 13. bzw. 14. Stelle ins Ziel fahren.
Bereits in 14 Tagen findet am Nürburgring der zweite Lauf der Saison im Rahmen des 24-Stunden-Rennens statt. Freddy Kremer hofft, bei diesem Rennen, das im Vorprogramm des Langstrecken-Klassikers gestartet wird, erneut anzugreifen und eine Platzierung unter den Top10 zu erreichen.
Marghitta Nachtigall - photos Kremer Racing
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