KW Berg-Cup

Werner Jetzt in Opel Astra V8 DTM des Ammann Performance Teams (by Th. Bubel)
Eine optimale Showbühne bot in Eschdorf die „Union des Pilotes" dem erstklassigen Starterfeld mit den Top-Piloten aus Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxemburg und der Schweiz. Insgesamt 169 Piloten nahmen das Training am Samstagmorgen auf. Unter den herrschenden positiven Umständen standen die drei Streckenrekorde (absolut, Tourenwagen und Gruppe C) auf dem Prüfstand.
Eine sehenswerte Vorstellung gaben die Tourenwagenpiloten. Berg-Meister Reto Meisel im Mercedes Judd V8 lieferte sich mit den beiden Ex-DTM Astra´s von Norbert Brenner und Werner Jetzt ein Klasse Rennen. Erst im letzten Lauf vermochte sich Meisel abzusetzen. Bei seiner Premiere im Rüsselsheimer überzeugte „Allrounder" Werner Jetzt auf der ganzen Linie und lag mit seiner Bestzeit am Ende nur 15/100 hinter dem Rekordmeister Norbert Brenner zurück. Völlig unerwartet hat der Rekord (54,40) von Herbert Stolz aus dem Jahr 2004 weiter bestand.
In den weiteren Klassen des KW Berg-Cup waren unsere besten 2-Liter-Vertreter heiß auf den Vergleich mit Francis Dosieres, dem 5-fachen Europameister aus Frankreich. Der zur Zeit schnellste Tourenwagen-Pilot an Frankreichs Bergen, hatte jedoch mit seinem BMW 320 STW keine Chance gegen Hovemann, Schmitt und Kokor. „Mister Gruppe H" Holger Hovemann konnte sich trotz Getriebeproblemen im ersten Rennlauf gegen Sebastian Schmitt (beide Opel Kadett C 16V), der sich nach Ausfall im ersten Training erst einmal eine funktionsfähige Hinterachse aus dem nahen Saarland organisieren musste, klar behaupten.
Hansi Eller landete bei seinem 16V-Debüt im VW Minichberger Scirocco auf einen guten 4. Platz in der H-2 Liter. Kurt Flatz, der nächste Debütant im APT-Opel Vectra STW musste den kompletten Renntag ohne dritten Gang auskommen und platzierte sich auf Position neun. Die Wertung der KW-8V Trophy in der großen Division gewann klar Bernd Ehrle, bei seinem ersten Eschdorf-Start im blauen Opel Kadett C vor Sebastiano Pagano im gelben CQP.
Bei den „kleinsten" aus der Klasse bis 1150 ccm zeichnet sich eine interessante Saison ab. Jörg Eberle (Fiat 127 Sturm Evo) für zwar Tagesbestzeit, in der Addition war hatte jedoch Jürgen Hessberger die Nase seines Fiat vorne. In Schlagdistanz lauerte zudem ein Tobias Klimsa (Schneider Polo 8V). „Wir warten sehnsüchtig verbesserte Motorteile, dann sollten wir Hessberger des Öfftern schlagen können", freut sich Team-Chef Oscar Eberle.
In der Klasse H bis 1300 ccm hat nach dem vorübergehenden Wechsel von Peter Naumann zu den 1600ern, Klaus Bernert im VW Polo 16V das Sagen. Der Kraichgauer gewann vor Martin Kleiner und dem erst 20jährigen André Stelberg auf weiteren 16V-Polos. Widereinsteiger Armin Ebenhöh heimste die 8V-Subwertung der Division 1, im orange VW Polo von Schwiegervater Franz Weissdorn hauchdünn, vor Bernd Letmade ein. Nach anfänglichen Schwierigkeiten am brandneuen VW Polo WRC Kit Car konnte Dirk Pesch mit dem ersten „roll-out" und Rennbedingungen zufrieden sein.
Bei den 1600ern legte der Vorarlberger Hans Paulitsch (VW Minichberger Scirocco 16V) im ersten Rennlauf mit der Klassenbestzeit von 1.02,403 min den Grundstein zum Klassensieg vor Manfred Lewe im VW Brügge-Golf 20V und Rainer Koresch im Ford Escort. Das ungleiche „Generationenduell" der beiden BMW-Piloten in der größten H-Klasse entschied Lutz Pfeil im E46 M3 gegen Armin Dellkamm im E30 DTM M3 klar für sich.
Am kommenden Pfingstwochenende (11./12.05) schlägt auf dem engen und winkligen Kurs von Wolsfeld bei Bitburg erneut die Stunde der „Herausforderer". Die arrivierten Spitzenfahrer, werden sich wie jedes Jahr, warm anziehen müssen.
von Berg-Cup-Presse - Th. Bubel
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