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11.09.2006

Michelin erringt die Podestplätze zwei und drei beim Grossen Preis von Italien

Report: Großer Preis von Italien, Monza
15. Lauf zur Formel 1-Weltmeisterschaft:
Pole Position für McLaren-Mercedes, Kimi Räikkönen und Michelin
Kimi Räikkönen übernimmt nach dem Start die Führung
Zweiter Boxenstopp entschied über Sieg und Platz zwei
Stimmen zum Rennen
Statistisches


 

Michelin erringt die Podestplätze zwei und drei

Platz zwei und drei für die Michelin Partner Kimi Räikkönen und Robert Kubica, Ausfall für den Titelverteidiger Fernando Alonso: Der Große Preis von Italien brachte für Michelin nicht das erhoffte Ergebnis. Das viertletzte Rennen der Saison - und seiner imposanten Formel 1-Karriere - beendete Michael Schumacher mit dem 90 Grand Prix-Sieg seiner Laufbahn. In der Fahrerwertung konnte Renault F1 Pilot Alonso einen Vorsprung von zwei Punkten behaupten.

Platz zwei für Michelin Partner Kimi Räikkönen: Der Finne wechselt für 2007 zu Ferrari.

Karger Lohn für eine beeindruckende Vorstellung: Der Große Preis von Italien endete für WM-Favorit und Michelin Partner Fernando Alonso mit dem Ausfall in der 43. von 53 Runden. Zuvor hatte sich der Renault F1 Pilot, der mit zwölf Punkten Vorsprung in das letzte europäische Rennen der laufenden Formel 1-Saison gegangen war, durch eine beeindruckende Fahrt vom zehnten Startrang bis auf die dritte Position nach vorn gekämpft.

Während der Spanier eine Nullrunde verbuchen musste, hatten die Michelin Teams McLaren-Mercedes und BMW Sauber F1 größeren Grund zur Freude: Mit Kimi Räikkönen gelang einem Silberpfeil-Fahrer der Sprung auf den zweiten Rang, als Drittplatzierter schrieb Robert Kubica sogar als erster Pole auf dem Siegerpodest Formel 1-Geschichte.

 

Pole Position für McLaren-Mercedes, Kimi Räikkönen und Michelin

Bereits im Qualifying musste Alonso den ersten Rückschlag verkraften: Vermutlich ein Trümmerteil auf der Piste hatte im Kampf um die Pole Position den rechten Hinterreifen seines Renault R26 zerstört. Der amtierende Weltmeister schleppte sein Fahrzeug in langsamem Tempo zurück an die Box und ließ einen neuen Satz Pneus montieren. Drei Sekunden vor Ablauf der Trainingssession gelang es ihm, noch eine letzte fliegende Runde in Angriff zu nehmen. Sie brachte ihn trotz aller Widrigkeiten und einigen Beschädigungen an der Aerodynamik seines Fahrzeugs bis auf die fünfte Position nach vorne. Allerdings nur vorläufig: Weil er einen Konkurrenten behindert haben soll, erkannten ihm die Rennkommissare die Qualifying-Zeit wieder ab und stuften ihn auf Startplatz zehn zurück.

Pech für Fernando Alonso: Der Titelverteidiger musste Rang drei nach einem Motorschaden abschreiben.

Die Pole Position selbst - seine dritte in der laufenden Saison und die 110. in der Formel 1-Geschichte von Michelin - sicherte sich Kimi Räikkönen, der praktisch im letzten Moment Michael Schumacher um die Marginalie von zwei Tausendstelsekunden schlug. Von den zehn Erstplatzierten des Abschlusstrainings rollten nicht weniger als acht Starter auf Rennpneus aus Clermont-Ferrand. „Über diese Pole Position freuen wir uns sehr", bekannte Martin Whitmarsh, der Geschäftsführer des Formel 1-Teams von McLaren-Mercedes. „Mit den jüngsten Reifen, die wir gemeinsam mit Michelin entwickelt haben, sind wir enorm zufrieden."

 

Kimi Räikkönen übernimmt nach dem Start die Führung

Pole Position Nummer drei in der laufenden Saison: Kimi Räikkönen errang die 110. Qualifying-Bestzeit für Michelin.

Der Start wurde eine klare Beute von Kimi Räikkönen, der seine Pole Position sogleich in die Führung ummünzte. Am erfolgreichsten aber hatten sich beide BMW Sauber F1 Piloten ins Rennen gestürzt: Nick Heidfeld griff Michael Schumacher an, musste aber in der ersten Schikane zurückziehen, während sein junger Teamkollege Robert Kubica die Gelegenheit nutzte und seinerseits den dritten Rang übernahm.

Fernando Alonso rückte in Windeseile auf Position acht vor und profitierte wenig später von einem Problem Heidfelds, bevor er sich in einem spannenden Duell am McLaren-Mercedes von Pedro de la Rosa auf Rang sechs vorbeibremste. Damit lautete die neue Reihenfolge: Räikkönen führte vor Michael Schumacher, Kubica, Felipe Massa, Jenson Button im schnellsten Honda sowie Alonso - dabei blieb es für die folgenden Runden, auch wenn Massa immer wieder den vor ihm liegenden Kubica hart attackierte und Alonso wie ein Schatten Button verfolgte.

Den ersten Tankstopp-Reigen eröffnete de la Rosa in der 15. Runde, bei der nächsten Gelegenheit hielt auch sein Teamkollege Kimi Räikkönen für neuen Treibstoff. Damit übernahm Michael Schumacher die Führung - aber nicht lange: In Runde 18 musste auch er neue Pneus ausfassen. Er kehrte vor Räikkönen auf die Piste zurück, während mit Robert Kubica zum ersten Mal in der Geschichte des modernen Formel 1-Sports ein Pole auf der ersten Position lag.

Aufsteiger der Saison: BMW Sauber F1 Pilot und Michelin Partner Robert Kubica gelang im dritten Grand Prix seiner Karriere erstmals der Sprung aufs Podest.

Alonso und Massa bogen im 20. Umlauf zum kleinen Service ab. Als auch Button gestoppt hatte, kehrte er genau vor dem Spanier auf die Piste zurück. Doch der Titelverteidiger machte kurzen Prozess und schnappte sich den Ungarn-Grand Prix-Sieger gleich vor der zweiten Schikane. Ein Manöver, das ihm eine Runde später mit Nick Heidfeld nicht gelang - der Mönchengladbacher behauptete seine Position gegen den amtierenden Weltmeister. Schließlich stattete auch Kubica seiner Boxenmannschaft einen Besuch ab.

Die aktuellen Positionen in Runde 25: Schumacher vor Räikkönen, Giancarlo Fisichella (noch ohne Stopp), Kubica, Barrichello (ebenfalls noch ohne Nachtanken), Massa, Trulli (dito), Heidfeld und Alonso. Pech für Quick-Nick: Wegen einer Tempo-Überschreitung in der Boxengasse wurde er mit einer Drive-through-Strafe belegt. Erneut blieben weitere Überholmanöver bis zum Beginn der zweiten Tankstopp-Runde aus.

 

Zweiter Boxenstopp entschied über Sieg und Platz zwei

Mit nur einem Boxenstopp auf Rang vier: Giancarlo Fisichella rettete für Renault F1 fünf wichtige WM-Punkte.

Einmal mehr hieß die spannende Frage: Wer würde zuerst abbiegen? Bei Michael Schumacher und Kimi Räikkönen könnte dies über den Sieg entscheiden, bei Kubica, Massa oder Alonso um die dritte Position. Es war der finnische McLaren-Mercedes-Pilot, der im 40. Umlauf als erster abbog. Der Ferrari folgte unmittelbar dahinter - und verteidigte damit seine Führung, denn er kehrte zur Freude der Tifosi vor dem Chrompfeil von Räikkönen wieder auf das „Autodromo Nazionale di Monza" zurück. Damit stand der 90. Grand Prix-Erfolg in der Ausnahmekarriere des siebenfachen Weltmeisters, dessen Team noch während des Rennens per Bulletin den Rücktritt des Deutschen am Ende der Saison bekanntgab.

Erstaunlicherweise folgte sein Teamkollege noch in der gleichen Runde und eröffnete damit für Alonso die Chance, seine Ausgangsposition im WM-Kampf maßgeblich zu verbessern. Der Spanier ergriff diese Gelegenheit beim Schopf und attackierte. Zwei Runden später pfeilte er - Kubica bereits unmittelbar vor sich hertreibend - zeitgleich mit dem Polen zum Reifenwechsel. Jetzt mussten die Boxencrews den Positionskampf entscheiden. Als erster stand der Renault R26 wieder auf seinen Michelin Pneus, der BMW Sauber nur wenig später. Rad an Rad näherten sich beide dem Boxengassen-Ausgang - mit dem besseren Ende für Alonso: Der amtierende Weltmeister rückte auf den dritten Rang vor, dahinter folgten Kubica und Massa. 

 

Doppelerfolg für Michelin Partner Honda: Jenson Button und Rubens Barrichello erreichten das Ziel auf den Plätzen fünf und sechs.

Ein Happy-End sollte diese bravouröse Aktion für den Führenden in der Fahrerwertung jedoch nicht haben: Nur wenig später, zehn Runden vor der Zielflagge, musste der Asturier aufgrund eines technischen Defekts aufgeben. Damit stand der ersten Podiumsplatzierung eines Polen in einem Formel 1-Grand Prix nichts mehr im Weg. „Vor dem Rennen haben mir ein paar Jungs vom Team gesagt, sie wollten mich auf dem Podium sehen", schüttelte Kubica später ungläubig den Kopf: „Und nun stehe ich hier! Ich wusste, dass meine Michelin Reifen nicht nur für das Qualifying, sondern auch im Rennen gut sein würden."

Gar nicht entschieden war unterdessen der spannende Kampf um Platz sieben: Jarno Trulli musste sich eines erbittert attackierenden Nick Heidfelds erwehren - ein Duell, das auch Felipe Massa wieder in Reichweite der Punkteränge brachte, nachdem der Brasilianer auf der Ölspur von Alonso einen vorderen Reifen kantig gebremst hatte und diesen nochmal wechseln lassen musste. Doch auch hier blieb die Mühe vergebens: Der Deutsche stockte mit dem letzten WM-Punkt das erfreuliche Ergebnis von BMW Sauber F1 auf sieben Zähler auf.

In der Fahrertabelle verteidigt Renault F1-Pilot Fernando Alonso nach dem 15. von 18 Saisonläufen weiterhin einen Vorsprung, der vor den Überseerennen noch zwei Zähler beträgt. In der Konstrukteurswertung musste Renault F1 die Führung an Ferrari abgeben. Der Rückstand beträgt drei Punkte.

Stimmen zum Rennen

„Nach diesem Ergebnis wird es immer wahrscheinlicher, dass sich der Kampf um beide WM-Titel bis zum letzten Saisonrennen erstrecken wird", fasst Nick Shorrock zusammen, der Formel 1-Direktor von Michelin. „Auch wenn wir diesesmal nicht gewonnen haben, so können wir mit der von uns hier angebotenen Produktpalette vollauf zufrieden sein. Sie umfasste sowohl härtere, mittlere als auch weichere Laufflächenmischungen. Alle funktionierten ausgesprochen gut: Nicht weniger als sechs unserer Partner haben hier im Königlichen Park von Monza WM-Punkte gesammelt. Seit dem Großen Preis der Türkei ist uns ein markanter Entwicklungssprung gelungen. Damit haben wir uns ein ideale Plattform für das Saisonfinale geschaffen." 

 

Statistisches

Großer Preis von Italien, Autodromo Nazionale di Monza, 15. von 18 Läufen zur FIA-Formel 1-Weltmeisterschaft 2006 (10. September 2006); Renndistanz: 53 Runden à 5,793 km = 306,720 km.

Ergebnis (Rennen)

1. Michael Schumacher Ferrari 1:14.51,975 2 Boxenstopps
2. Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes M 8,046 s zurück 2 Boxenstopps
3. Robert Kubica BMW Sauber M 26,414 s zurück 2 Boxenstopps
4. Giancarlo Fisichella Renault M 32,045 s zurück 1 Boxenstopp
5. Jenson Button Honda M 32,685 s zurück 1 Boxenstopp
6. Rubens Barrichello Honda M 42,409 s zurück 1 Boxenstopp
7. Jarno Trulli Toyota 44,662 s zurück 1 Boxenstopp
8. Nick Heidfeld BMW Sauber M 45,309 s zurück 3 Boxenstopps
9. Felipe Massa Ferrari 45,955 s zurück 3 Boxenstopps
10. Mark Webber Williams-Cosworth 1.12,602 min zurück 1 Boxenstopp
11. Christian Klien Red Bull-Ferrari M 1 Runde zurück 1 Boxenstopp
12. David Coulthard Red Bull-Ferrari M 1 Runde zurück 1 Boxenstopp
13. Scott Speed Toro Rosso-Cosworth M 1 Runde zurück 1 Boxenstopp
14. Vitantonio Liuzzi Toro Rosso-Cosworth M 1 Runde zurück 1 Boxenstopp
15. Ralf Schumacher Toyota 1 Runde zurück 1 Boxenstopp
16. Takuma Sato Super Aguri-Honda 2 Runden zurück 1 Boxenstopp
17. Christijan Albers Midland F1-Toyota 2 Runden zurück 1 Boxenstopp
Schnellste Rennrunde: Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes, Michelin)
1:22,559 min, 13. Runde

 

Ergebnis (Qualifying) (ohne Strafversetzungen wegen Motorwechsel):

1. Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes 1.21,484 min
2. Michael Schumacher Ferrari 1.21,486 min
3. Nick Heidfeld BMW Sauber M 1.21,653 min
4. Felipe Massa Ferrari M 1.21,704 min
5. Fernando Alonso* Renault 1.21,829 min
6. Jenson Button Honda M 1.22,011 min
7. Robert Kubica BMW Sauber M 1.22,258 min
8. Pedro de la Rosa McLaren-Mercedes M 1.22,280 min
9. Rubens Barrichello Honda M 1.22,787 min
10. Giancarlo Fisichella Renault 1.23,175 Zeit
11. Jarno Trulli Toyota M 1.21,924 min
12. Nico Rosberg Williams-Cosworth M 1.22,203 min
13. Ralf Schumacher Toyota 1.22,280 min
14. David Coulthard Red Bull-Ferrari M 1.22,589 min
15. Scott Speed Toro Tosso-Cosworth 1.23,165 min
16. Christian Klien Red Bull-Ferrari keine Zeit
17. Vitantonio Liuzzi Toro Tosso-Cosworth M 1.23,043 min
18. Christijan Albers Midland F1-Toyota M 1.23,116 min
19. Mark Webber Williams-Cosworth M 1.23,341 min
20. Tiago Monteiro Midland F1-Toyota 1.23,920 min
21. Takuma Sato Super Aguri-Honda 1.24,289 min
22. Sakon Yamamoto Super Aguri-Honda 1.26,001 min
MIC
(M) = Michelin Partner. * = wegen Behinderung auf Startplatz 10 zurückgestuft

 

 

Tabellenstand nach 15 von 18 Läufen

Fahrer Punkte WMF1                    Hersteller Punkte

1. Fernando Alonso (M) 108           1. Ferrari 168
2. Michael Schumacher 106            2. Renault (M) 165
3. Felipe Massa 62                         3. McLaren-Mercedes (M) 97
4. Kimi Räikkönen (M) 57                4. Honda (M) 65
5. Giancarlo Fisichella (M) 57          5. BMW Sauber F1 (M) 33
6. Jenson Button (M) 40                 6. Toyota 30
7. Juan-Pablo Montoya (M) 26       7. Red Bull-Ferrari (M) 16
8. Rubens Barrichello (M) 25          8. Williams-Cosworth 10
9. Nick Heidfeld (M) 20                   9. Toro Rosso-Cosworth (M) 1
10. Ralf Schumacher 18
11. David Coulthard (M) 14
12. Pedro de la Rosa (M) 14
13. Jarno Trulli 12
14. Jacques Villeneuve (M) 7
15. Robert Kubica (M) 6
16. Mark Webber 6
17. Nico Rosberg 4
18. Christian Klien (M) 2
19. Vitantonio Liuzzi (M) 1 
 

Formel 1-Streckengrafiken 2006

Die aktuellen Streckengrafiken aller 18 Grands Prix der neuen Saison mit zahlreichen Zusatzinformationen halten wir ab sofort für Sie bereit. Hier finden Sie die hochauflösenden Bilddateien zum kostenlosen Download.

Diese und weitere Informationen zum gesamten Motorsport-Engagement von Michelin finden Sie auch im Internet unter http://www.michelin.de/


- KAP Text -





Author: Maggy (admin)
Last modified: Monday, 11.09.2006 - 12:32
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